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	<title>Andreas Bühler</title>
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	<description>Meinungen, Fakten und Kommentare</description>
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		<title>Barocke Krachgeschichten: &#8220;Sind Blitze sind Donner in Wolken verschwunden&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jul 2012 08:38:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Bühler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[„Special Effects“ waren in der barocken Unterhaltungsmusik offenbar sehr gefragt. Die bunten Sujets der barocken Oper lassen eine Lebensfreude erkennen, die zu den &#252;ppigen architektonischen Zeugnissen dieser Zeit passt. Klar, derlei Unterhaltung war in der St&#228;ndegesellschaft des 18 Jahrhunderts in &#8230; <a href="http://www.andreas-buehler.eu/allgemein/barocke-krachgeschichten-sind-blitze-sind-donner-in-wolken-verschwunden/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Special Effects“ waren in der barocken Unterhaltungsmusik offenbar sehr gefragt. Die bunten Sujets der barocken Oper lassen eine Lebensfreude erkennen, die zu den &uuml;ppigen architektonischen Zeugnissen dieser Zeit passt. Klar, derlei Unterhaltung war in der St&auml;ndegesellschaft des 18 Jahrhunderts in erster Linie Sache der Adeligen. Und so lies man es an den europ&auml;ischen H&ouml;fen bei aufwendigen Spektakeln z&uuml;nftig donnern, brennen und rauchen. Die Komponisten des Barock haben zahlreiche Lach- und Krachst&uuml;cke hinterlassen, die in meinen Augen so gar nicht zum Stillsitzen in tristen Konzerts&auml;len und auf harten Kirchenb&auml;nken taugt. F&uuml;r das Lebensgef&uuml;hl des Barock waren derlei Spektakel wohl n&auml;her an Hollywood dran, als wir uns das so gemeinhin vorstellen.<span id="more-538"></span></p>
<p>Ich habe in diesem Blogeintrag mal meine Lieblings-Krachst&uuml;cke aufgesammelt und freue mich &uuml;ber Erg&auml;nzungen. Leider sind nicht alle St&uuml;cke auf youtube erh&auml;ltlich, wenn ihr aber welche findet, w&uuml;rde ich mich freuen.</p>
<p><strong>Rise tempest, rise! </strong></p>
<p>Sch&auml;ferst&uuml;ckchen sind ein ganz eigenes Sujet des Barock. Sch&auml;fer galten zumindest unter Adeligen offenbar als die Hippies des 18 Jahrhunderts. Liest man sich die St&uuml;ckchen durch, bekommt man den Eindruck, dass sich der durchschnittliche Sch&auml;fer vor sch&ouml;nen Frauen kaum retten konnte und mit jedem hintern Busch ging, der nicht bei drei auf den n&auml;chsten Baum fl&uuml;chtete. Bei Boyce Sch&auml;ferst&uuml;ckchen Corydon und Miranda ist das nicht anders: Offenbar hatte der Sch&auml;fer Corydon das Herz der Zaubererin Marcella erobert als auch die junge Miranda f&uuml;r sich gewonnen. Doch scheinbar hat Marcella auch etwas mit Corydons Sch&auml;ferkumpel angefangen – Pech f&uuml;r Marcella, Gl&uuml;ck f&uuml;r Miranda. Doch Marcella ist nun doch reichlich eifers&uuml;chtig und da sie zaubern kann, raucht es gewaltig auf der B&uuml;hne: „Rise, tempests rise, cloud! Cloud the skies, ye surges why are you at rest, are there no storms but in my breast. Collect ye winds and “, fragt die ungl&uuml;cklich verliebte Marcella und w&uuml;nscht den armen Sch&auml;fer Corydon in „Atoms Hall“.</p>
<p><iframe width="420" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/yO0ou0ki8nE" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Auch bei H&auml;ndels Oper Teseo oder in Monteverdis fr&uuml;her Oper L&#8217;Orfeo kracht es mitunter heftig. Leider sind die entsprechenden St&uuml;cke nicht auf youtube erh&auml;ltlich, ich empfehle aber f&uuml;r den Orfeo die gro&szlig;artige Aufnahme mit Emanuelle Haim (erschienen auf virgin classics) und vom Teseo gibt es eine Aufnahme von den &#8220;musicien du louvre&#8221; unter der Leitung von Mark Minkowski von 1992, die streckenweise recht gut ist.</p>
<p><strong>Sind Blitze sind Donner in Wolken verschwunden<br />
</strong></p>
<p>W&uuml;st wird es in der Matth&auml;us-Passion von Johann Sebastian Bach. Nach der Gefangennahme Jesus folgt das Duett <em>&#8220;Nun ist mein Jesu nun gefangen&#8221;</em>, <em>&#8220;Mond und Licht&#8221;</em> sei nun <em>&#8220;vor Schmerzen&#8221;</em> untergegangen, hei&szlig;t es dort. Anschlie&szlig;end l&auml;sst Bach dem Volkszorn im Chor <em>&#8220;sind Blitze sind Donner in Wolken verschwunden&#8221;</em> freien Lauf, einem Zornesgesang auf den Verr&auml;ter <em>&#8220;Judas&#8221;</em>: <em>&#8220;Sind Blitze, sind Donner in Wolken verschwunden? Er&ouml;ffne den feurigen  Abgrund, o H&ouml;lle ! Zertr&uuml;mmre!, verderbe!, verschlinge!, zerschelle!,  Mit pl&ouml;tzlicher Wut/ Den falschen Verr&auml;ter, das m&ouml;rdrische Blut.&#8221;</em> Es war auch dieser Chor, der Bach den Ruf eintrug, Antisemit zu sein. Eine Diskussion, die unter Musikwissenschaftlern und Historikern immer noch schwelt. Fakt ist, dass Bach aus einer Zeit stammte, in der es abschlie&szlig;end an die Karfreitagsmesse immer wieder zu An- und &Uuml;bergriffen auf j&uuml;dische Wohnh&auml;user kam. Entsprechend effektvoll und aupeitschend mu&szlig; der Chor auf die Zuh&ouml;rer dieser Zeit gewirkt haben und um diese Geschichte wissend, kann es einem bei dem Chor eiskalt den R&uuml;cken herunterlaufen:</p>
<p><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/12mA1ihMUhM" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Der Widerstand lebt &#8211; und schw&#228;cht sich selbst</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Jun 2011 10:15:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Bühler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Sprecherin des Aktionsb&#252;ndnisses, die BUND-Landesvorsitzende Brigitte Dahlbender, fand angesichts der Besetzung des Grundwassermanagements am Montag die richtigen Worte: „Wir haben Gewalt immer abgelehnt, noch nie zu Gewalt aufgerufen und werden es auch in Zukunft nicht tun &#8211; das Z&#252;nden &#8230; <a href="http://www.andreas-buehler.eu/allgemein/widerstandschwaechtsich/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-519" title="GWM Protest" src="http://www.andreas-buehler.eu/engine/wp-content/uploads/2011/06/GWM-Protest.png" alt="" width="200" height="284" />Die Sprecherin des Aktionsb&uuml;ndnisses, die BUND-Landesvorsitzende Brigitte Dahlbender, fand angesichts der Besetzung des Grundwassermanagements am Montag die <a href="http://www.kopfbahnhof-21.de/index.php?id=110&amp;tx_ttnews[tt_news]=620&amp;tx_ttnews[backPid]=108&amp;cHash=71954edb89" target="_blank">richtigen Worte</a>: „Wir haben Gewalt immer abgelehnt, noch nie zu Gewalt aufgerufen und werden es auch in Zukunft nicht tun &#8211; das Z&uuml;nden von B&ouml;ller, das Umsto&szlig;en von  Z&auml;unen und das Umherwerfen von Baumaterial lehnen wir ab.“ Gleichzeitig warnte sie jedoch vor Hysterie und &Uuml;bertreibung: „Es ist nicht so, dass dort eine Gewaltorgie stattgefunden h&auml;tte“. <span id="more-515"></span>Ein Polizist soll bei der Auseinandersetzung am Montag schwer verletzt worden sein, acht Polizisten ein Knalltraume erlitten haben. Zwar <a href="http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.stuttgart-21-bei-youtube-video-zeigt-gerangel-mit-polizisten.bf58025f-6532-4510-8557-282201e9be4f.html" target="_blank">belegen Videos</a>, dass die Polizei die Auseinandersetzung stark dramatisiert. Doch Fakt ist: mit solchen Aktionen schw&auml;cht sich der Widerstand selbst, wie Heribert Prantl in der <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/umstrittenes-bahnprojekt-stuttgart-widerstand-in-der-defensive-1.1111116" target="_blank">S&uuml;ddeutschen Zeitung kommentiert</a>. Auch die Sachbesch&auml;digungen k&ouml;nnen nicht gutgehei&szlig;en werden. Nicht nur, weil der Widerstand deswegen seine Legitimation und seinen R&uuml;ckhalt in der Bev&ouml;lkerung verliert: Angesichts der Auseinandersetzungen am Montag gingen auch wichtige Meldungen unter, die f&uuml;r die Frage, ob der Tiefbahnhof sinnvoll ist und weitergebaut werden kann, viel entscheidender sind.</p>
<p><strong>Neuer Stresstestschummel</strong></p>
<p>Die Stuttgarter Zeitung hatte aufgedeckt, dass die Bahn beim Stresstest ganz offensichtlich schummelte und der Bahn gar nicht daran gelegen ist, dass der Tiefbahnhof mehr leistet als der bestehende Kopfbahnhof. Aus Aktennotizen ergab sich, dass die Firma SMA ein realit&auml;tsnahes Fahrplankonzept entworfen hatte und testen wollte. Doch die Bahn passte das Fahrplankonzept w&auml;hrend des Testes immer weiter an, um den Test auch zu bestehen. Intern gab die Bahn scheinbar zu, dass sie eine Kapazit&auml;tssteigerung von 30% f&uuml;r gar nicht n&ouml;tig halte. Nun wurde offenbar ein Fahrplankonzept getestet, das keinesfalls realen Bedingungen gen&uuml;gt. <a href="http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.stresstest-fuer-stuttgart-21-bahn-haelt-die-vorgaben-fuer-irreal.328936c0-b605-42c4-b434-c455f620db27.html" target="_blank">Dar&uuml;ber hatte lediglich die Stuttgarter Zeitung berichtet.</a></p>
<p><strong>Finanzierung von S21 aus Nahverkehrsmitteln fehlt die Grundlage</strong></p>
<p>Durch die h&ouml;here Baukosten und die &Auml;nderungen im S-Bahn-Fahrplan ist Stuttgart 21 im Nahverkehrsbereich unwirtschaftlich. Das hatte eine <a href="http://www.vcd-bw.de/presse/2011/15-2011/index.html" target="_blank">Studie des VCD ergeben</a>: „Es gibt keine gesetzliche Grundlage mehr f&uuml;r die vorgesehenen insgesamt rund 500 Millionen Euro F&ouml;rdermittel aus Steuergeldern! Die nach dem Gemeinde­verkehrs­finanzierungsgesetz bzw. aus dem Nahverkehrsanteil des Bundesschienenwegeausbausgesetzes f&uuml;r Stuttgart 21 eingeplanten Mittel d&uuml;rfen folglich nicht verwendet werden“, so Matthias Lieb, Landesvorsitzender des VCD. Dar&uuml;ber hatten die <a href="http://www.schwaebische.de/region/wir-im-sueden/baden-wuerttemberg_artikel,-Verkehrsclub-Finanzierungsluecke-bei-Stuttgart-21-_arid,5092487.html" target="_blank">Schw&auml;bische Zeitung</a> und die <a href="http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.stuttgart-21-behoerde-bestaetigt-das-baurecht-der-bahn.f35973b3-e567-4c9f-b574-ef2a3e2f2866.html" target="_blank">Stuttgarter Zeitung </a>berichtet.</p>
<p><strong>Der Widerstand ist zur&uuml;ck</strong></p>
<p>Josef-Otto Freudenreich, ehemaliger Chefredakteur der Stuttgart Zeitung, <a href="http://www.kontextwochenzeitung.de/newsartikel/2011/06/der-kollektive-zorn/" target="_blank">kommentiert die Vorkommnisse vom Montag ebenfalls treffend</a>, wenn er sagt: „Der Protest gegen Stuttgart 21 lebt, die Gegner sind zur&uuml;ck. Voller Zorn haben sie Z&auml;une am S&uuml;dfl&uuml;gel des Stuttgarter Hauptbahnhofs eingerissen. Damit haben sie eine Grenze &uuml;berschritten, die bisher tabu war. […]Das muss man nicht guthei&szlig;en, insbesondere im Hinblick auf den verletzten Polizisten. Nicht mehr zu rechtfertigen ist es, wenn es stimmt, was die Polizei sagt, n&auml;mlich dass der Beamte schwer verletzt ist. Aber man kann es erkl&auml;ren. Was sich hier Bahn gebrochen hat, schien vergessen, verdr&auml;ngt oder versch&uuml;ttet. Es schien weg nach der Schlichtung, weg nach dem Start der neuen Regierung, in die gro&szlig;e Hoffnungen gesetzt wurden, auch zerrieben zwischen den Fronten von Aktionsb&uuml;ndnis und Parksch&uuml;tzern. Aber es schien nur so. Die Wut &uuml;ber die Arroganz der Macht, sei sie personifiziert durch Grube, Ramsauer, Merkel, einst Mappus oder Schuster, ist geblieben, hat sich tief in das Ged&auml;chtnis eingegraben. R&uuml;diger Grube, der fr&uuml;here Daimler-Manager, hat diese Wut wieder hervorgeholt – mit seinem Vorwurf an die Gr&uuml;nen, sie betrieben &#8220;Volksverdummung&#8221;. Jetzt wehrt sich das &#8220;verdummte&#8221; Volk<em>“</em>.</p>
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		<title>Stuttgart 21: Ein fairer Volksentscheid ist nicht m&#246;glich</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Apr 2011 08:48:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Bühler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[(Foto: photocase.com, soniju) Derzeit verhandeln GR&#220;NE und SPD &#252;ber Stuttgart 21. „Entweder gibt es eine Volksabstimmung nach der Verfassung, oder es gibt keine Volksabstimmung, und das Projekt wird weitergebaut“, gab Claus Schmiedel, Fraktionschef der SPD im Landtag, die Verhandlungsposition der &#8230; <a href="http://www.andreas-buehler.eu/allgemein/stuttgart-21-ein-fairer-volksentscheid-ist-nicht-moeglich/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-496" title="photocase sijole Ausschnitt klein" src="http://www.andreas-buehler.eu/engine/wp-content/uploads/2011/04/photocase-sijole-Ausschnitt-klein.jpg" alt="" width="250" height="338" /><em>(Foto: photocase.com, <a href="http://www.photocase.de/user.asp?u=96657" target="_blank">soniju</a>) </em>Derzeit verhandeln GR&Uuml;NE und SPD &uuml;ber Stuttgart 21. <em>„Entweder gibt es eine Volksabstimmung nach der Verfassung, oder es gibt keine Volksabstimmung, und das Projekt wird weitergebaut“</em>, gab Claus Schmiedel, Fraktionschef der SPD im Landtag, die Verhandlungsposition der SPD in der Stuttgarter Zeitung vom 20.4. wieder. Doch auf Basis der geltenden <a href="http://www.lpb-bw.de/bwverf/bwverf.htm" target="_blank">Landesverfassung</a> ist ein fairer Volksentscheid nicht m&ouml;glich. Deswegen m&ouml;chte Winfried Kretschmann die Landesverfassung &auml;ndern. Zu Recht, denn nur so ist eine echte demokratische Entscheidung m&ouml;glich. Dazu braucht er die Stimmen der CDU. <span id="more-494"></span></p>
<p><strong>Hohe H&uuml;rden</strong></p>
<p>Damit eine Volksabstimmung in Baden-W&uuml;rttemberg erfolgreich ist, m&uuml;ssen mindestens ein Drittel aller Wahlberechtigten zustimmen. Wahlberechtigte sind jedoch nicht automatisch W&auml;hlerInnen. Zum Vergleich: f&uuml;r die CDU stimmten bei dieser Landtagswahl 39,0% aller W&auml;hlerInnen. Das sind lediglich 25% aller Wahlberechtigten, denn die Wahlbeteiligung lag bei 66,3%. Bei keiner Abstimmung in Deutschland haben jemals 1/3 aller Wahlberechtigten einem Vorschlag zugestimmt und selbst in der Schweiz, dem Mutterland der direkten Demokratie, wird ein solches Quorum nur in Ausnahmef&auml;llen erreicht.</p>
<p><strong>Die Fragestellung bestimmt den Ausgang</strong></p>
<p>Das Scheitern eines Volksentscheides zu Stuttgart 21 ist wegen einer geringen Wahlbeteiligung sehr wahrscheinlich. Das n&uuml;tzt keinem, denn der Ausgang h&auml;ngt von der Fragestellung ab. Und es n&uuml;tzt auch nicht denjenigen, die hoffen, dass durch einen Volksentscheid auf Basis der g&uuml;ltigen Landesverfassung Stuttgart 21 doch noch realisiert werden kann. Der Arbeitskreis „Juristen zu Stuttgart 21“ <a href="http://www.juristen-zu-stuttgart21.de/Home/Eintrage/2011/4/12_Volksabstimmung_uber_Stuttgart_21_-_eine_Rechnung_mit_vielen_Unbekannten_%28Pressemitteilung%29.html" target="_blank">merkt an</a>: &#8220;Sollte das Projekt Stuttgart 21 teurer kommen als die kalkulierten 4,526 Mrd. Euro, fehlt es an einer parlamentarischen Grundlage. Die Folge ist, dass es keine Volksabstimmung über den Ausstieg, sondern nur über die Fortsetzung von Stuttgart 21 geben kann. Dann müssen die Befürworter von Stuttgart 21 um die erforderliche Mehrheit bangen.&#8221;</p>
<p><strong>Bekommen wir eine Abstimmung &uuml;ber eine eigentlich verfassungswidrige Finanzierung?</strong></p>
<p>Damit es eine faire Volksabstimmung geben kann, muss die Landesverfassung ge&auml;ndert und das Quorum deutlich gesenkt werden. Doch auch dann sind <a href="http://www.kopfbahnhof-21.de/index.php?id=110&amp;tx_ttnews[tt_news]=603&amp;tx_ttnews[backPid]=108&amp;cHash=969aba399c" target="_blank">nicht alle Fragen gekl&auml;rt</a>, denn vor einer Volksabstimmung muss klar sein: Wie wird Stuttgart 21 plus nach dem Stresstest aussehen und wie hoch sind die Mehrkosten? Kann die Kostengrenze von 4,5 Milliarden Euro eingehalten werden?</p>
<p>Und auch bei einer der wichtigsten Fragen steht Winfried Kretschmann im Wort: Ist die Finanzierung des Projektes durch das Land verfassungskonform? Der designierte Ministerpr&auml;sident <a href="http://www.bawue.gruene-fraktion.de/cms/default/dok/361/361391.winfried_kretschmann_finanzierungsvertra.html" target="_blank">sagte noch im November 2010</a>: <em>„Die Bahn muss wissen: Die Zahlungen des Landes sind verfassungswidrig, der Finanzierungsvertrag nichtig. Falls die Gr&uuml;nen nach der Landtagswahl in Baden-W&uuml;rttemberg Regierungsverantwortung tragen, werden wir die Zahlungen sofort einstellen und bereits gezahlte Betr&auml;ge zur&uuml;ckverlangen. Mit uns wird es keine Fortsetzung des Verfassungsbruchs geben.“</em></p>
<p>Bei einer Volksabstimmung in Baden-W&uuml;rttemberg kann aber nur &uuml;ber den finanziellen Beitrag des Landes zu Stuttgart 21 abgestimmt werden. Doch warum soll die neue Landesregierung &uuml;ber einen finanziellen Beitrag abstimmen lassen, den man ohnehin f&uuml;r verfassungswidrig h&auml;lt?</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Das Fazit aus dem Faktencheck: K21 ist das Projekt der Vernunft</title>
		<link>http://www.andreas-buehler.eu/allgemein/das-fazit-aus-dem-faktencheck-eine-analyse-der-schlichter/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Feb 2011 18:53:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Bühler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Der &#252;ber viele Monate anhaltende Druck zigtausender B&#252;rgerinnen und B&#252;rger gegen das umstrittene Projekt erzwang die Schlichtung und das Offenlegen von Zahlen und Pl&#228;nen zu Stuttgart 21. Der „Faktencheck“ war niederschmetternd: Das zuvor als „bestgeplantes Projekt“ verkaufte Stuttgart 21 ist &#8230; <a href="http://www.andreas-buehler.eu/allgemein/das-fazit-aus-dem-faktencheck-eine-analyse-der-schlichter/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-475" title="Teaser Artikel" src="http://www.andreas-buehler.eu/engine/wp-content/uploads/2011/02/Teaser-Artikel.jpg" alt="" width="267" height="308" />Der &uuml;ber viele Monate anhaltende Druck zigtausender B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger gegen das umstrittene Projekt erzwang die Schlichtung und das Offenlegen von Zahlen und Pl&auml;nen zu Stuttgart 21. Der „Faktencheck“ war niederschmetternd: Das zuvor als „bestgeplantes Projekt“ verkaufte Stuttgart 21 ist viel zu teuer, voller M&auml;ngel und ohne zus&auml;tzlichen Nutzen f&uuml;r die Bahnkunden.</p>
<p>Die Empfehlungen des Schlichters Heiner Gei&szlig;ler, der Stresstest und die geforderten Nachbesserungen bedeuten das Aus f&uuml;r das Projekt Stuttgart 21. Der Faktencheck hat die Behauptungen der Bef&uuml;rworter &ouml;ffentlich widerlegt: <span id="more-470"></span><strong> </strong></p>
<p><strong>Behauptung 1: das bestgeplante Projekt?</strong></p>
<p>Es ist kaum zu glauben, doch erst im Zuge des Faktenchecks machten sich die Planer daran, ein Fahrplan- und Betriebskonzept f&uuml;r die Sto&szlig;zeiten zu entwickeln! Ergebnis: Der geplante Tiefbahnhof kann allerh&ouml;chstens so viele Z&uuml;ge bew&auml;ltigen wie der bestehende Kopfbahnhof – im heutigen Zustand, vor einer Modernisierung. Bahnchef R&uuml;diger Grube musste schlie&szlig;lich zugeben, dass von einem „bestgeplanten Projekt“ keine Rede sein kann.</p>
<p><strong>Behauptung 2: Stuttgart 21 &#8211; eine Europ&auml;ische Magistrale?</strong></p>
<p>Der Bahn-Technikvorstand Volker Kefer musste einr&auml;umen: Die vielbeschworene Achse Paris–Bratislava ist in der Praxis bedeutungslos. Stuttgart 21 ist ein rein regionales Projekt.</p>
<p><strong>Behauptung 2: Stuttgart 21 -  ein Schl&uuml;sselprojekt?</strong></p>
<p>Das Bahnprojekt hat nur geringe Effekte f&uuml;r die Wirtschaft im Land und wird nicht nennenswert Verkehr auf die Schiene verlagern. Bei begrenzten finanziellen Ressourcen gibt es deshalb wichtigere Projekte als die Neubaustrecke Stuttgart–Ulm. Setzt man auf den Ausbau wichtiger G&uuml;terzugstrecken (etwa zwischen Karlsruhe und Basel), kann mit dem gleichen Geld der dreifache &ouml;konomische und bis zu hundertfache &ouml;kologische Nutzen erreicht werden!</p>
<p><strong>Behauptung 4: Keine Risiken?</strong></p>
<p>Das gesamte, an der Schlichtung beteiligte Expertenwissen konnte eine Gef&auml;hrdung des Stuttgarter Mineralwassers und das Aufquellen des Gipskeupers nicht hundertprozentig ausschlie&szlig;en. Gleichzeitig kamen erhebliche Risiken f&uuml;r die Bahnreisenden ans Licht, z. B. im Brandfall.</p>
<p><strong>Behauptung 5: ein &ouml;kologisches Projekt?</strong></p>
<p>Das F&auml;llen der B&auml;ume und Beseitigen des Gleisfelds wirkt sich negativ auf das Stadtklima aus. Die „W&uuml;ste“ des Gleisvorfelds ist ein einzigartiges Trockenbiotop. Tausende neu gepflanzte junge B&auml;ume sind daf&uuml;r kein Ersatz! Vom sp&auml;teren Betrieb ganz zu schweigen – allein die zum Projekt Stuttgart 21 geh&ouml;renden 40 Kilometer Tunnelstrecke verursachen enorme Energiekosten.</p>
<p><strong>Behauptung 6: das bestgerechnete Projekt?</strong></p>
<p>Um zu verhindern, dass die politische Schallgrenze von 4,5 Milliarden Euro &uuml;berschritten wird, hat man die 2009 ermittelten Kosten von 4,9 Milliarden Euro auf runde 4 Milliarden Euro sch&ouml;ngerechnet. Die Wirtschaftspr&uuml;fer haben beim Faktencheck best&auml;tigt, dass nur m&ouml;gliche Einsparchancen, nicht aber Kostenrisiken beziffert wurden und auch keine Nachtragskosten enthalten sind. Der Vorschlag „Stuttgart 21 plus“ hei&szlig;t auch ein Plus an Kosten.</p>
<p><strong>Behauptung 7: ein alternativloses Projekt?</strong></p>
<p>Wir konnten unter bundesweiter medialer Aufmerksamkeit beweisen, dass das Alternativkonzept Kopfbahnhof 21 funktioniert. K 21 ist stufenweise umsetzbar, kostet nur die H&auml;lfte, er&ouml;ffnet st&auml;dtebauliche Chancen schon heute, vermeidet alle Risiken f&uuml;r Geologie, Mineralwasser und Park. K 21 ist &ouml;kologischer und leistungsf&auml;higer als S 21!</p>
<p><strong>Gei&szlig;lers Schlichterspruch: eine schallende Ohrfeige f&uuml;r die Bahn.</strong></p>
<p>Stuttgart 21, das Murksprojekt in der Mogelpackung: zu wenig Gleise, nicht gen&uuml;gend Sicherheit f&uuml;r den Betrieb, absch&uuml;ssige Bahnsteige, Engp&auml;sse in den Zufahrtstunneln, nicht praktikabel in den Sto&szlig;zeiten. Der Schlichtungsprozess hat gezeigt: Stuttgart 21 besteht aus lauter M&auml;ngeln! Wird das Projekt umgesetzt, dann entsteht ein Nadel&ouml;hr, das Stuttgart auf Dauer von einem modernen und leistungsf&auml;higen Schienenverkehr abkoppelt. Daran wird auch eine nachgeschobene und teure Flickschusterei nichts &auml;ndern k&ouml;nnen! Hinter dem von Heiner Gei&szlig;ler angedachten <strong>„Stuttgart 21 plus“</strong> verbirgt sich lediglich:</p>
<ul>
<li>ein Plus an komplizierten Nachbesserungen,</li>
<li>ein Plus an zus&auml;tzlichen Kosten,</li>
<li>Ein  Plus an Steuergeldern.</li>
</ul>
<p>Und deshalb bedeutet es auch:</p>
<ul>
<li>ein Plus an Widerstand!</li>
</ul>
<p>Nach Einsch&auml;tzung Heiner Gei&szlig;lers ist es zu sp&auml;t, um das Projekt Stuttgart 21 zu stoppen. Dieser Einsch&auml;tzung folgen wir nicht! Wollte Gei&szlig;ler den K. o.-Schlag f&uuml;r Mappus vermeiden? Viele Menschen haben den Eindruck gewonnen, dass f&uuml;r die verantwortlichen Politiker die Fakten nicht mehr z&auml;hlen. Auch Gei&szlig;ler sah am Ende der Schlichtung in K 21 die bessere L&ouml;sung: Der Park bleibt erhalten, die Mineralquellen werden nicht gef&auml;hrdet und Fragen der Tunnelsicherheit stellen sich nicht. Trotzdem lautete seine Empfehlung „Stuttgart 21 plus“. Folglich funktioniert Stuttgart 21 nur mit Nachbesserungen. <strong>16 Jahre Expertenplanung – und dann ein solcher Flop! Und jetzt sollen die gleichen Experten den Stresstest machen?</strong></p>
<p>Jahrzehntelang wurde das Projekt geplant – mit besch&auml;mendem Ergebnis: Obwohl die Bahn 16 Jahre Zeit hatte zu beweisen, dass der neue Bahnhof die versprochenen 30 Prozent Kapazit&auml;tszuwachs bringt, hie&szlig; es in der ersten Schlichtungsrunde: Fehlanzeige. Sechs Wochen sp&auml;ter stand die Leistungsf&auml;higkeit erneut auf dem Pr&uuml;fstand – und wieder fiel die Bahn durch. Nun ist sie ein drittes Mal aufgerufen, den Sinn des neuen Bahnknotens nachzuweisen. Aber soll die Bahn den Stresstest tats&auml;chlich alleine machen? Und das im altbekannten Stil – also ohne der Transparenz und Offenheit, die im Laufe der Faktenschlichtung endlich Einzug hielt? <strong>Wir warnen davor, Erkenntnisse aus der Schlichtung zu negieren und Ergebnisse des Stresstests vorweg zu nehmen. Kleinreden und Sch&ouml;nrechnen funktionieren nicht mehr! Wir fordern Land und Bahn auf, die Projektkritiker am Stresstest zu beteiligen. Wir verlangen einen Lenkungskreis. </strong>Experten aus den Reihen von Projekttr&auml;gern und Projektkritikern begleiten den Test aktiv, von der Aufgabenstellung &uuml;ber die Durchf&uuml;hrung bis zur Bewertung. Sonst ist der Stresstest nichts wert.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-476 aligncenter" title="Tabelle Kosten laut DB" src="http://www.andreas-buehler.eu/engine/wp-content/uploads/2011/02/Tabelle-Kosten-laut-DB.jpg" alt="Tabelle 1 - Kosten laut DB" width="554" height="335" /></p>
<p><strong>Den Stresstest ernst nehmen, hei&szlig;t: Bau- und Vergabestopp!</strong></p>
<p>Der Stresstest ist keine freiwillige Leistung, sondern Fortsetzung der Schlichtung. Logische Konsequenz ist, dass keine weiteren Fakten geschaffen werden d&uuml;rfen, bis der Test absolviert ist. „Stuttgart 21 plus“ erfordert neue Planungen. Es muss gekl&auml;rt werden, welche Mehrkosten durch die Nachbesserung entstehen – und wer das bezahlen soll. Die Landesregierung und die Bahn haben zugesagt, die vom Moderator geforderten Nachbesserungen an Stuttgart 21 zu akzeptieren. Nun sind sie aufgefordert, konsequent zu handeln. Auch wenn Heiner Gei&szlig;ler den Bau- und Vergabestopp nicht explizit formuliert hat: <strong>Schon allein die Aufforderung, einen Stresstest durchzuf&uuml;hren, erzwingt den Stopp des Weiterbaus!</strong> Unsere Prognose: S 21 wird durchfallen. Warum?</p>
<p>Die geforderten 49 Z&uuml;ge pro Stunde sind nur mit mehr Gleisen im Tiefbahnhof und besseren Zulaufstrecken m&ouml;glich. Konkret bedeutet das:</p>
<ul>
<li>Erweiterung des Tiefbahnhofs um ein neuntes und zehntes Gleis,</li>
<li>zweigleisige westliche Anbindung des Flughafen-Fernbahnhofs an die Neubaustrecke,</li>
<li>zweigleisige und kreuzungsfrei angebundene Wendlinger Kurve,</li>
<li>Anbindung der bestehenden Ferngleise von Zuffenhausen an den neuen Tunnel von Bad Cannstatt  zum Hauptbahnhof,</li>
<li>Ausr&uuml;stung s&auml;mtlicher Strecken von Stuttgart 21 bis Wendlingen zus&auml;tzlich mit konventioneller Leit- und Sicherungstechnik.</li>
</ul>
<p>Diese L&ouml;sung treibt die Kosten in die H&ouml;he. Gem&auml;&szlig; bestehenden Kalkulationen werden die erforderlichen Nachbesserungen insgesamt rund 570 Millionen Euro kosten (die Kostenfaktoren im Einzelnen sind in Tabelle 1 aufgelistet). Hinzu kommen die von der Bahn herausgerechneten Kosten und die von den Wirtschaftspr&uuml;fern als „zu optimistisch“ gewerteten Einsparungen (siehe Tabelle 2). Stuttgart 21 wird demnach rund 5,5 Milliarden Euro teuer! Und damit ist auch die von den Projektbef&uuml;rwortern selbst genannte Schallgrenze &uuml;berschritten. Die Bahn m&uuml;sste von sich aus aussteigen. Jedenfalls gilt: Stuttgart 21 darf nicht gebaut werden!</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-477" title="Tabelle Infrastrukturerg&auml;nzung" src="http://www.andreas-buehler.eu/engine/wp-content/uploads/2011/02/Tabelle-Infrastrukturerg&auml;nzung.jpg" alt="Tabelle 2 - Kosten f&uuml;r Stuttgart 21 plus" width="555" height="343" /><strong>Wir wollten Demokratie und bekamen die Schlichtung.</strong></p>
<p>Heiner Gei&szlig;ler forderte in seinen Empfehlungen zurecht mehr Beteiligung der B&uuml;rger an Gro&szlig;projekten. Er zeigte Sympathie f&uuml;r das Alternativkonzept K 21. Leider hat er hieraus nicht die entsprechenden Konsequenzen f&uuml;r Stuttgart 21 gezogen.Wir sind weiterhin davon &uuml;berzeugt, dass bei Stuttgart 21 noch gar nichts „zu sp&auml;t“ ist. Die B&uuml;rger sind nun bestens &uuml;ber das Projekt informiert (manche k&ouml;nnen sogar Trassenf&uuml;hrungen und Gleisbelegungspl&auml;ne interpretieren), sie sind in der Lage, eine fundierte Entscheidung zu treffen. Doch sie d&uuml;rfen es nicht. Das „Demokratieexperiment“, wie die Schlichtung f&auml;lschlicherweise genannt wurde, darf nicht blo&szlig; ein neues Modell f&uuml;r k&uuml;nftige Projekte sein. Es muss auch Konsequenzen f&uuml;r die hier und heute gelebte Demokratie haben. Die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger m&uuml;ssen &uuml;ber Stuttgart 21 entscheiden k&ouml;nnen!</p>
<p><strong>Der Widerstand geht weiter. Oben bleiben!</strong></p>
<p>Der Protest gegen Stuttgart 21 geht weiter. Jeden Montag treffen wir uns zur Montagsdemo, landauf landab rufen wir</p>
<p>Punkt 19 Uhr zum Schwabenstreich. Die n&auml;chsten Gro&szlig;demos sind am 19. Februar und 19. M&auml;rz. Am 5. M&auml;rz ist landesweit „Kein Stuttgart 21“-Tag. Wir demonstrieren weiterhin friedlich f&uuml;r den Ausstieg aus dem Projekt und einen Bau- und Vergabestopp. Es d&uuml;rfen keine weiteren Tatsachen vor Abschluss des Stresstests geschaffen werden! Wir wollen die zutage kommenden Fakten ins Land tragen und mit Sachverstand Mitstreiter gewinnen – f&uuml;r K 21: leistungsf&auml;higer, &ouml;kologischer, halb so teuer. Die Projekttr&auml;ger m&uuml;ssen erkennen, dass jede Bauphase von Protesten begleitet wird. Niemand h&auml;lt das durch. <strong>Es ist illusion&auml;r zu glauben, die 15-j&auml;hrige Operation am offenen Herzen der Stadt k&ouml;nnte gegen den Willen der B&uuml;rger durchgef&uuml;hrt werden. </strong>Bundeskanzlerin Angela Merkel will die Landtagswahl f&uuml;r eine Abstimmung &uuml;ber Stuttgart 21 missbrauchen. Wir wollten eine B&uuml;rgerbefragung und bekamen sie nicht. Nun steht die Politik also am 27. M&auml;rz auf dem Pr&uuml;fstand.</p>
<p><strong>Nutzen wir diese Chance!</strong></p>
<p><em>Der Text ist einem <strong><a href="http://kopfbahnhof-21.de/fileadmin/downloads/Broschueren/flyer_S21_tot.pdf" target="_blank">Flugblatt</a> </strong>des Aktionsb&uuml;ndnisses gegen Stuttgart 21 entnommen.<br />
</em></p>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 1129px; width: 1px; height: 1px; overflow: hidden;">
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-family: RotisSerif,serif;"><span style="font-size: x-small;">Wir konnten unter bundesweiter medialer Aufmerksamkeit beweisen, dass das Alternativkonzept Kopfbahnhof 21 funktioniert.</span></span></p>
</div>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die schlagenden Argumente von Reinhard L&#246;ffler, MdL</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Feb 2011 11:35:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Bühler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[(Foto: photocase.com, atmoserv) Auf Facebook meldete sich unl&#228;ngst der wirtschaftspolitische Sprecher CDU-Landtagsfraktion Reinhard L&#246;ffler zu Wort. Zum Thema Wirtschaftspolitik hatte man von ihm ja noch nicht so viel geh&#246;rt, aber er gl&#228;nzte dort mit einem Beitrag zur Integrationspolitik: bei Cem &#8230; <a href="http://www.andreas-buehler.eu/allgemein/die-schlagenden-argumente-von-reinhard-loeffler-mdl/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-464" title="L&ouml;ffler Faust" src="http://www.andreas-buehler.eu/engine/wp-content/uploads/2011/02/L&ouml;ffler-Faust.jpg" alt="" width="280" height="400" /><span style="color: #999999;"><em>(Foto: photocase.com, <a href="http://www.photocase.com/user.asp?u=6349" target="_blank">atmoserv</a>)</em></span> Auf Facebook meldete sich unl&auml;ngst der wirtschaftspolitische Sprecher CDU-Landtagsfraktion Reinhard L&ouml;ffler zu Wort. Zum Thema Wirtschaftspolitik hatte man von ihm ja noch nicht so viel geh&ouml;rt, aber er gl&auml;nzte dort mit einem <a href="http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2667818_0_4888_-streit-um-reinhard-loeffler-auf-tucholskys-spuren-verirrt.html" target="_blank">Beitrag zur Integrationspolitik</a>: bei Cem &Ouml;zdemir sei immer noch „<em>Gedankengut von Blutfehde aus der anatolischen Vergangenheit</em>“ lebendig. Und er mahnte den GR&Uuml;NEN-Chef: „<em>Lieber Herr &Ouml;zdemir: 20 Mal an die Tafel schreiben: Wir leben in einem Rechtsstaat, wie beleidigen nicht sondern setzen uns mit Argumenten auseinander</em>“.  Zu Dumm, dass Reinhard L&ouml;ffler unl&auml;ngst auch die Argumente ausgegangen sind. <a href="http://www.bild.de/BILD/politik/2010/02/18/liebes-zoff/cdu-politiker-verpasste-er-nebenbuhler-eine-kopfnuss.html" target="_blank">BILD berichtet</a>: „Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Landtagsabgeordneten! L&ouml;ffler soll Unternehmensberater Andreas H. (45) mit einem wuchtigen Kopfsto&szlig; schwer an der Nase verletzt haben – weil er ihn bei seiner sch&ouml;nen Geliebten Renate M. (48) erwischte!“ <span id="more-458"></span></p>
<p>Dass L&ouml;ffler verheiratet ist und drei Kinder hat, sei hier nur nebenbei erw&auml;hnt. Aber es ist schon bemerkenswert, dass ausgerechnet L&ouml;ffler auf seiner <a href="http://www.reinhard-loeffler.com/4_privat.php" target="_blank">Homepage</a> vermeldet: „<em>In eine christlich gepr&auml;gte Familie hineingeboren, war die Kirche stets ein Ankerpunkt im Leben.</em>“</p>
<p><strong>Strenges Gschm&auml;ckle: CDU-Landtagschef verz&ouml;gert Aufhebung der Immunit&auml;t</strong></p>
<p>Doch die Cause L&ouml;ffler hat ein noch viel strengeres „Gschm&auml;ckle“. Denn der vermeintliche Nebenbuhler von L&ouml;fflers Geliebten zog vor <a href="http://www.bild.de/BILD/regional/stuttgart/aktuell/2010/12/20/kopfnuss-affaere-jetzt-im-landtag/cdu-abgeortneter-soll-nebenbuhler-verpruegelt-haben.html" target="_blank">Gericht</a>. Doch durch die parlamentarische Immunit&auml;t genie&szlig;t der Abgeordnete L&ouml;ffler Schutz vor Strafverfolgung. Das bedeutet jedoch mitnichten, dass Abgeordnete tun und lassen k&ouml;nnen, was sie wollen. Vor einem Ermittlungsverfahren entscheidet n&auml;mlich der Immunit&auml;tsausschuss, ob die Immunit&auml;t aufgehoben werden darf. Und in der Regel wird die Immunit&auml;t auch aufgehoben.</p>
<p>Politisch interessant ist an dem Fall, dass Landtagspr&auml;sident Straub (CDU, &uuml;brigens der, der einen <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,702878,00.html" target="_blank">Porsche als Dienstwagen</a> wollte) mit allen Mitteln versuchte, die Aufhebung der Immunit&auml;t zu verhindern. „<em>Neun Monate lang hat der Parlamentschef verhindert, dass gegen einen CDU-Abgeordneten wegen des Verdachts auf K&ouml;rperverletzung vorgegangen werden konnte</em>“, kommentiert die <a href="http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2750418_0_9223_-kommentar-selbstherrlich.html" target="_blank">Stuttgarter Zeitung</a>. „<em>Erst die absehbare Niederlage vor dem Verwaltungsgericht lie&szlig; den Landtagschef jetzt einlenken. Es bedurfte also dreier Justizinstanzen, um ihn von seiner rechtlichen Au&szlig;enseiterposition abzubringen – schwer zu begreifen</em>“, findet nicht nur die StZ.</p>
<p><strong>L&ouml;ffler verurteilt</strong></p>
<p>Das Amtsgericht <a href="http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2789396_0_6731_-urteil-gegen-loeffler-800-euro-fuer-nasenstueber.html" target="_blank">verurteilte</a> L&ouml;ffler im Januar diesen Jahres zur Zahlung von 800€ Schmerzensgeld an seinen vermeintlichen Nebenbuhler. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass L&ouml;ffler dem Opfer einen gezielten Kopfsto&szlig; verpasst hatte. Eine Verurteilung h&auml;tte nicht sein m&uuml;ssen: der Kl&auml;ger hatte L&ouml;ffler angeboten, die Klage ruhen zu lassen, wenn sich L&ouml;ffler einer <a href="http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.archiv.de74503c-e158-44ed-b6dd-fc08bc79eb1f.html" target="_blank">„Therapie wegen Gewaltt&auml;tigkeit“</a> unterziehe. L&ouml;ffler hingegen zeigt sich unbeeindruckt – er streitet die Tat trotz Urteil bis heute ab.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Stuttgart 21: Bl&#252;mchenduft und Musik statt Baul&#228;rm? Die seltsamen Argumente der CDU f&#252;r Stuttgart 21.</title>
		<link>http://www.andreas-buehler.eu/allgemein/stuttgart-21-bluemchenduft-und-musik-statt-baulaerm-die-argumente-der-cdu-fuer-stuttgart-21/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 Jan 2011 15:31:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Bühler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Die CDU begl&#252;ckt derzeit alle Haushalte in Stuttgart mit einem Flugblatt, in welchem K21 mit S21 verglichen wird. Beispielsweise in punkto Baustellenl&#228;rm. So schreibt die CDU, die Baustelle f&#252;r K21 erfolge w&#228;hrend dem laufenden Eisenbahnbetrieb. Deswegen seien „…die Anwohner w&#228;hrend &#8230; <a href="http://www.andreas-buehler.eu/allgemein/stuttgart-21-bluemchenduft-und-musik-statt-baulaerm-die-argumente-der-cdu-fuer-stuttgart-21/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-447" title="CDU Bildchen S21" src="http://www.andreas-buehler.eu/engine/wp-content/uploads/2011/01/CDU-Bildchen-S211.jpg" alt="" width="300" height="259" />Die CDU begl&uuml;ckt derzeit alle Haushalte in Stuttgart mit einem Flugblatt, in welchem K21 mit S21 verglichen wird. Beispielsweise in punkto Baustellenl&auml;rm. So schreibt die CDU, die Baustelle f&uuml;r K21 erfolge w&auml;hrend dem laufenden Eisenbahnbetrieb. Deswegen seien „<em>…die Anwohner w&auml;hrend der gesamten Bauzeit stark belastet und der Bahnbetrieb empfindlich gest&ouml;rt</em>“. Das provoziert nat&uuml;rlich die Frage, ob bei Stuttgart 21 statt Baul&auml;rm Musik und statt Abgasschwaden Bl&uuml;mchenduft aus dem Untergrund dringen w&uuml;rde?</p>
<p><span id="more-440"></span><strong>Planfeststellungsbeschluss hebt L&auml;rmbelastung hervor</strong></p>
<p>Die CDU verschweigt in ihrem Bl&auml;ttchen, dass der Planfeststellungsbeschluss zu Stuttgart 21 vor allem die L&auml;rmbelastung f&uuml;r die Anwohner hervorhebt: „<em>Ein gravierender Nachteil der Antragsplanung</em> [von Stuttgart 21, d.Verf.] <em>ist allerdings die lange Bauzeit von etwa 8 Jahren bis zur Inbetriebnahme. (…) Zu teilweise erheblichen Beeintr&auml;chtigungen werden L&auml;rmimmissionen und Ersch&uuml;tterungen durch die Baut&auml;tigkeit f&uuml;hren, was sich vor allem im Innenstadtbereich der Landeshauptstadt Stuttgart auswirkt.</em>“  (Eisenbahnbundesamt 2005: Az.: 59160 Pap-PS 21-PFA 1.1 (Talquerung), S. 196)</p>
<p><strong>Rammarbeiten</strong></p>
<p>Die CDU verschweigt auch, dass der Tiefbahnhof auf 3500 Betonpf&auml;hlen ruht, die mit „<em>erheblicher Rammenergie</em>“ in den Boden getrieben werden: „<em>Je Pfahl sind allein ca. 125 Schl&auml;ge erforderlich, um diesen mittels eines Vortreibrohrs und eines so genannten Freifallb&auml;ren ins Erdreich zu treiben. Anschlie&szlig;end erfolgt erst die Ausrammung des Pfahlfu&szlig;es, f&uuml;r die eine noch gr&ouml;&szlig;ere Rammenergie erforderlich ist. Die Rammarbeiten sollen jedoch ausschlie&szlig;lich w&auml;hrend des Tagzeitraumes, d. h. zwischen 6.00 und 22.00 Uhr erfolgen</em>“, ist im Planfeststellungbeschluss zu lesen. Rammschl&auml;ge, die wahrscheinlich im gesamten Talkessel zu h&ouml;ren sein werden. (Eisenbahnbundesamt 2005: Az.: 59160 Pap-PS 21-PFA 1.1 (Talquerung), S. 308)</p>
<p>Nun, wenigstens erfolgen die Rammarbeiten zwischen 6 und 22 Uhr &#8211; so sieht es jedenfalls der Planfeststellungsbeschluss vor. Erstaunlich ist aber, dass die CDU bem&auml;ngelt, dass bei K21 auch „nachts und am Wochenende“ gebaut werden m&uuml;sse, obwohl die Planfeststellung noch nicht einmal angegangen wurde.  Und auch bei Stuttgart 21 wird nachts gebaut – jedenfalls sieht der Planfeststellungsbeschluss nichts anderes vor.</p>
<p><strong>Bahnbetrieb bei S21-Baustelle fl&uuml;ssig?</strong></p>
<p>Bereits bei den Vorarbeiten im Herbst und Winter 2010 kam es zu erheblichen Versp&auml;tungen und Ausf&auml;llen im S-Bahn-Verkehr. Die <a href="http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.stuttgart-21-fehlplanung-bringt-s-bahnen-aus-dem-takt.87c318fd-9a7a-42f2-97f4-b9178ed612a0.html" target="_blank">&gt;&gt; Stuttgarter Nachrichten schrieben im November</a>: &#8220;<em>Die Bahn hat mit einer Not-OP auf Zust&auml;nde reagiert, die Fahrg&auml;ste im Berufsverkehr als &#8220;das blanke Chaos&#8221; beschreiben</em>&#8221;</p>
<p>Neben vielen weiteren Ma&szlig;nahmen muss bei Stuttgart 21 das Gleisvorfeld komplett umgebaut werden, damit die Bahnsteige um 120 Meter vorverlegt werden k&ouml;nnen.&#8221; Der <a href="http://www.kopfbahnhof-21.de/index.php?id=110&amp;tx_ttnews[pointer]=7&amp;tx_ttnews[tt_news]=247&amp;tx_ttnews[backPid]=108&amp;cHash=217bc076e9" target="_blank">&gt;&gt; VCD und der Fahrgastverband Pro Bahn</a> merken zu den kommenden Arbeiten im Gleisvorfeld im Rahmen von Stuttgart 21 an: &#8220;<em>Die Arbeiten werden unter rollendem Rad erfolgen und werden mindestens 18 Monate dauern. F&uuml;r diesen Umbau ist auch ein neues Stellwerk erforderlich. Faktisch entspricht der Umbau den Renovierungen, die auch beim Kopfbahnhof 21(K21)-Konzept vorgesehen sind. Nach Fertigstellung des Tunnelbahnhofs sollen diese Anlagen jedoch alle wieder abgerissen werden</em>&#8220;. Warum sollen dieselben Arbeiten also bei Stuttgart 21 weniger belastend sein, als bei K21? Zumal auch die Demontage der Gleisanlagen nicht ohne L&auml;rm vonstatten gehen wird.</p>
<p><strong>Fazit: Plumper geht’s  nicht mehr</strong></p>
<p>Plumper geht’s nicht mehr &#8211;  kein Wunder, dass es sich die CDU bei den Stuttgarter B&uuml;rgern mehr und mehr verspielt. Klar, auch bei K21 wird es Baul&auml;rm geben. Wer aber suggeriert, bei Stuttgart 21 gebe es kaum Baul&auml;rm, der verkauft seine W&auml;hlerinnen und W&auml;hler f&uuml;r dumm.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Ruhe ist erste B&#252;rgerpflicht&#8221; &#8211; die Kampagne der CDU gegen eine politische B&#252;rgergesellschaft</title>
		<link>http://www.andreas-buehler.eu/allgemein/ruhe-ist-erste-buergerpflicht-die-kampagne-der-cdu-gegen-eine-politische-buergergesellschaft/</link>
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		<pubDate>Wed, 12 Jan 2011 12:13:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Bühler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.andreas-buehler.eu/?p=406</guid>
		<description><![CDATA[Seit Herbst letzten Jahres f&#252;hren CDU/CSU und FDP eine massive Kampagne gegen die GR&#220;NEN. Die GR&#220;NEN seien eine „Dagegen-Partei“ t&#246;nt es einem Unisono aus schwarz-gelben Reihen entgegen. Die Kampagne ist gnadenlos populistisch und keine ernsthafte und rationale Auseinandersetzung mit GR&#220;NEN &#8230; <a href="http://www.andreas-buehler.eu/allgemein/ruhe-ist-erste-buergerpflicht-die-kampagne-der-cdu-gegen-eine-politische-buergergesellschaft/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-411" src="http://www.andreas-buehler.eu/engine/wp-content/uploads/2011/01/Ruhe-ist-erste-B&uuml;rgerpflicht.jpg" alt="" width="320" height="282" />Seit Herbst letzten Jahres f&uuml;hren CDU/CSU und FDP eine massive Kampagne gegen die GR&Uuml;NEN. Die GR&Uuml;NEN seien eine <a href="http://www.die-dagegen-partei.de/" target="_blank">„Dagegen-Partei“</a> t&ouml;nt es einem Unisono aus <a href="http://www.csu.de/partei/aktuelles/1811116.htm" target="_blank">schwarz</a>-<a href="http://www.gelb-statt-gruen.de/" target="_blank">gelben</a> Reihen entgegen.</p>
<p>Die Kampagne ist gnadenlos populistisch und keine ernsthafte und rationale Auseinandersetzung mit GR&Uuml;NEN Politikkonzepten. Das konstatiert unter anderem die &uuml;ber jeden „Gr&uuml;ne-Socken“-Vorwurf erhabene <a href="http://www.ftd.de/politik/konjunktur/:dagegen-partei-merkel-hat-nichts-begriffen/50203242.html" target="_blank">Financial Times.</a> Doch viel schlimmer ist: im Kern richtet sich die CDU-Kampagne nicht gegen die GR&Uuml;NEN, sondern gegen eine politische B&uuml;rgergesellschaft, wie schon der Freiburger <a href="http://blog.till-westermayer.de/index.php/2011/01/11/2625/" target="_blank">Blogger Till Westermayer</a> feststellte. <span id="more-406"></span></p>
<p><strong>B&uuml;rger, nicht Parteien, geben den Ton an</strong></p>
<p>Denn &uuml;berall, wo angeblich allein GR&Uuml;NE dagegen sind, sind sie Teil einer politischen B&uuml;rgergesellschaft, die sich einmischt, die mitmischen m&ouml;chte und sich nicht ohne weiteres alles von oben diktieren l&auml;sst. Das l&auml;sst sich sehr leicht am Protest gegen Stuttgart 21 beobachten: hier k&auml;mpfen B&uuml;rgerinitiativen, wie <a href="http://www.leben-in-stuttgart.de/" target="_blank">„Leben in Stuttgart“</a>, Naturschutzorganisationen, wie der „<a href="http://www.bund-bawue.de/themen-projekte/verkehr/stuttgart-21/" target="_blank">Bund f&uuml;r Umwelt und Naturschutz</a>“ (BUND) oder der <a href="http://baden-wuerttemberg.nabu.de/projekte/stuttgart21/" target="_blank">Naturschutzbund Deutschland (Nabu)</a>, <a href="http://www.kopfbahnhof-21.de/index.php?id=57" target="_blank">K&uuml;nstler</a>, <a href="http://www.unternehmer-gegen-s21.de/12-0-Unternehmer.html" target="_blank">Unternehmer</a>, <a href="http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/1691201_0_2869_-stuttgart-21-architekten-schelten-kollegen.html" target="_blank">Architekten</a>, der Fahrgastverband <a href="http://www.pro-bahn.de/bw/" target="_blank">„Pro Bahn“</a> und der <a href="http://www.vcd-bw.de/" target="_blank">Verkehrsclub Deutschland</a> (VCD) f&uuml;r eine kosteng&uuml;nstigere und leistungsf&auml;higere Alternative zum teuren Stuttgarter Tiefbahnhof: sie k&auml;mpfen f&uuml;r den <a href="http://www.kopfbahnhof-21.de" target="_blank">modernisierten Kopfbahnhof</a> (K21). Das K21 eine realistische Option ist, mussten selbst Bahnmanager Volker Kefer und Schlichter Heiner Geissler einr&auml;umen.</p>
<p>Auch der Soziologe Heinz Bude vom Hamburger Institut f&uuml;r Sozialforschung spricht im Zusammenhang von Stuttgart 21 von einer B&uuml;rgergesellschaft: &#8220;<em>Es &auml;u&szlig;ert sich hier nicht der regressive Wutb&uuml;rger, der jeden technischen Fortschritt ablehnt. Es &auml;u&szlig;ert sich hier vielmehr eine B&uuml;rgergesellschaft, die ihre Zukunft mitbestimmen will und sich nicht mehr von dem Argument &#8220;Legitimation durch Verfahren&#8221; beruhigen l&auml;sst. Und diese Zukunft liegt in einer &ouml;kologischen Politik, mit der Deutschland seit dem Beginn unseres Jahrhunderts, seit der &ouml;kologischen Wende, ja weltweit punktet. Genau das scheinen die Menschen in Stuttgart und Umgebung verstanden zu haben&#8221;, </em>sagte Bude in einem <a href="http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2773121_0_9223_-familiengefuehle-auf-der-strasse.html" target="_blank">Interview mit der StZ</a> vom 12. Januar.</p>
<p><strong>&#8220;Dagegensein&#8221; ist wichtig f&uuml;r die Demokratie</strong></p>
<p>Und immer verbindet sich mit dem „Dagegen“ auch ein „Daf&uuml;r“ &#8211; erst daraus erwachsen Alternativen. Wer gegen den Tiefbahnhof ist, ist f&uuml;r den modernisierten Kopfbahnhof, wer gegen Kohlkraftwerke ist, ist f&uuml;r einen Ausbau der erneuerbaren Energien, wer gegen Starkstorm&uuml;berlandleitungen ist, ist f&uuml;r deren unterirdische Verlegung. Und ohne Alternativen gibt es keine Wahl, doch gerade Wahlen machen eine Demokratie aus.</p>
<p>Es ist nicht das alleinige Privileg der GR&Uuml;NEN, Teil dieser politischen B&uuml;rgergesellschaft zu sein: je nach Interessenlage finden sich auch CDU-B&uuml;rgermeister, SPD-Ortsgruppen und Linkspartei-Aktivisten in solchen B&uuml;ndnissen. Und es sind keinesfalls die Parteien, die hier den Ton angeben. Sie &ouml;ffnen nur den Weg in die Parlamente, b&uuml;ndeln Positionen und stellen sie zur Wahl. Damit erweisen sie unserer Demokratie einen wichtigen Dienst: W&auml;ren die GR&Uuml;NEN nicht gegen Stuttgart 21, w&uuml;rde sich die Position der Kopfbahnhof-Bef&uuml;rworter nicht im baden-w&uuml;rttembergischen Landtag finden. Ohne die GR&Uuml;NEN w&uuml;rde die parlamentarische Demokratie in Baden-W&uuml;rttemberg noch nicht einmal ann&auml;hrend die Position der Bev&ouml;lkerung wiederspiegeln, denn <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,715030,00.html" target="_blank">Umfragen</a> belegen, dass um die H&auml;lfte der Baden-W&uuml;rttemberger das Projekt ablehnt.</p>
<p>Diese politische B&uuml;rgergesellschaft verst&ouml;rt die CDU, finden sich dort auch viele ihrer W&auml;hler. Sie reagiert mit &Uuml;bertreibung und einer Kampagne die suggeriert: „Ruhe ist erste B&uuml;rgerpflicht“. Doch nicht umsonst stammt diese zum <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_gefl%C3%BCgelter_Worte/R#Ruhe_ist_die_erste_B.C3.BCrgerpflicht." target="_blank">gefl&uuml;gelten Wort</a> gewordene Sentenz des preu&szlig;ischen Ministers Graf von der Schulenburg-Kehnert aus einer Zeit, in der politische Aktivit&auml;ten unterdr&uuml;ckt wurden. Statt die m&uuml;hevolle, rationale Auseinandersetzung in Sachthemen zu suchen ist man erst einmal gegen das „Dagegensein“. Doch wenn das „Dagegensein“ nicht mehr erlaubt ist, wenn Entscheidungen der Regierungen nur abgenickt und Alternativen nicht ernsthaft erwogen werden, kann sich keine demokratische B&uuml;rgergesellschaft entfalten. Wer eine aktive, politische B&uuml;rgergesellschaft m&ouml;chte, f&uuml;r den ist die CDU wohl k&uuml;nftig nicht mehr w&auml;hlbar.</p>
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		<title>Warum man den Schlichterspruch akzeptieren und trotzdem demonstrieren kann.</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Dec 2010 12:41:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Bühler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Die GR&#220;NEN hatten Heiner Geissler als Vermittler vorgeschlagen und sich gemeinsam mit dem Aktionsb&#252;ndnis auf einen Faktencheck eingelassen. Nach wochenlangen Gespr&#228;chen zwischen Bef&#252;wortern und Gegner von S21 sagte Geissler, er halte „..die Entscheidung, S 21 fortzuf&#252;hren, f&#252;r richtig.“ Gleichzeitig kn&#252;pfte &#8230; <a href="http://www.andreas-buehler.eu/allgemein/warum-man-den-schlichterspruch-akzeptieren-und-trotzdem-demonstrieren-kann/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-385" title="Geissler" src="http://www.andreas-buehler.eu/engine/wp-content/uploads/2010/12/Geissler.jpg" alt="" width="183" height="200" />Die GR&Uuml;NEN hatten Heiner Geissler als Vermittler vorgeschlagen und sich gemeinsam mit dem Aktionsb&uuml;ndnis auf einen Faktencheck eingelassen. Nach wochenlangen Gespr&auml;chen zwischen Bef&uuml;wortern und Gegner von S21 sagte Geissler, er halte „<em>..die Entscheidung, S 21 fortzuf&uuml;hren, f&uuml;r richtig.</em>“ Gleichzeitig kn&uuml;pfte er daran Bedingungen. Nun fragen sich viele: warum wird das von den Kopfbahnhoffreunden und von den GR&Uuml;NEN nicht akzeptiert? Die Antwort ist ganz einfach: es ging nie darum, eine L&ouml;sung f&uuml;r den Konflikt zu finden, sondern es ging um einen Faktencheck. Und die Fakten haben die Kopfbahnhofbef&uuml;rworter akzeptiert. Doch die Fakten zeigen klar: Kopfbahnhof 21 ist das bessere Konzept.<span id="more-383"></span></p>
<p><strong>Ziel: ein gutachterlicher Prozess</strong></p>
<p>Erinnern wir uns: in der Landtagsdebatte am 6. Oktober machte Winfried Kretschmann, Spitzenkandidat der GR&Uuml;NEN f&uuml;r die Landtagswahl, Ministerpr&auml;sident Mappus ein Angebot: „<em>Ich biete Ihnen Folgendes an: Wir, die Bef&uuml;rworter und die Gegner, wir einigen uns auf einen gutachterlichen Prozess, unter der Vermittlungsf&uuml;hrung des von ihnen vorgeschlagenen Vermittlers Heiner Gei&szlig;ler, die von beiden Seiten, von Gegnern und Bef&uuml;rwortern des Projekts akzeptiert ist. In dem Prozess soll die derzeitige Faktenlage, sollen Zahlen, Kosten, verkehrliche Auswirkungen vorbehaltlos gepr&uuml;ft werden.</em>“ <a href="http://www.bawue.gruene-fraktion.de/cms/themen/dok/356/356519.gutachterlicher_prozess_unter_der_vermit.html" target="_blank">&gt;&gt; Damit</a> beschrieb Winfried Kretschmann sehr pr&auml;zise, um was es bei der erst sp&auml;ter so genannten Schlichtung gehen sollte.</p>
<p>Dies bekr&auml;ftigte auch noch einmal <a href="http://www.schlichtung-s21.de/39.html" target="_blank">&gt;&gt; der Schlichterspruch</a>. Heiner Geissler betonte: ein Kompromiss ist nicht m&ouml;glich. Es ging um Versachlichung und nicht um ein verbindliches Votum: &#8220;<em>Wichtiges Ziel der Schlichtung war daher, durch Versachlichung und eine neue Form unmittelbarer Demokratie wieder ein St&uuml;ck Glaubw&uuml;rdigkeit und mehr Vertrauen f&uuml;r die Demokratie zur&uuml;ckzugewinnen. Die Schlichtung hat mit dem sachlichen Austausch von Argumenten unter gleichberechtigter Teilnahme von B&uuml;rgern aus der Zivilgesellschaft etwas nachgeholt, was schon vor vier oder f&uuml;nf Jahren h&auml;tte stattfinden sollen</em>&#8220;, so Geisslers Schlichterspruch.</p>
<p><strong>Facktencheck wurde zum Offenbarungseid f&uuml;r Bahn und Land<br />
</strong></p>
<p>Was die Fakten angeht, ist der Schlichtspruch ein Erfolg f&uuml;r die Kopfbahnhoffreunde. Die meisten Vorw&uuml;rfe der Gegner erh&auml;rteten sich, auch der wohl <a href="http://www.kopfbahnhof-21.de/fileadmin/downloads/Schlichtungsgespraeche/101127_achtes_Gespraech/01_Palmer_Leistungsfaehigkeit_S21_.pdf" target="_blank">&gt;&gt; erschreckendste Vorwurf der S21-Gegner</a> konnte von der Bahn nicht entkr&auml;ftet werden: Trotz 20 Jahre Planung und hunderte Millionen von Planungskosten konnte die Bahn nicht nachweisen, dass Stuttgart 21 leistungsf&auml;higer ist als der alte (!) Kopfbahnhof. Deswegen fordert Geissler in seinem Spruch die Bahn auf, den „.<a href="http://www.andreas-buehler.eu/allgemein/die-luege-von-der-leistungsfaehigkeit/" target="_blank"><em>..Nachweis f&uuml;hren, da&szlig; ein Fahrplan mit 30 Prozent Leistungszuwachs in der Spitzenstunde mit guter Betriebsqualit&auml;t m&ouml;glich ist.</em></a>“  Zugleich forderte er zahlreiche weitere Verbesserungen, beispielsweise den Erhalt der G&auml;ubahn, sowie ein 9. und 10. Gleis und erkl&auml;rte dies zur Bedingung f&uuml;r den Weiterbau: „<em>Ich kann den Bau des Tiefbahnhofs nur bef&uuml;rworten, wenn entscheidende Verbesserungen an dem urspr&uuml;nglichen Projekt vorgenommen werden, also aus Stuttgart 21 ein Stuttgart 21 PLUS wird.</em>“</p>
<p><strong>Wer bricht hier den Schlichterspruch?</strong></p>
<p>Den Schlichterspruch ernst zu nehmen bedeutet einen Bau- und Vergabestopp zu erlassen. Die von Geissler vorgeschlagenen Verbesserungen m&uuml;ssen sauber geplant und finanziert werden. Der Stresstest muss nachweisen, dass der Tiefbahhnhof leistungsf&auml;hig und erweiterbar ist. Doch trotzdem will die Bahn weiterbauen. Die Schweizer Firma SMA, die den Stresstest durchf&uuml;hren soll, bezeichnete die Behauptungen von Bahnvorstand Volker Kefer und Verkehrsministerin Tanja G&ouml;nner, auf diese beiden zus&auml;tzlichen Gleise k&ouml;nne verzichtet werden, als unseri&ouml;s. „<em>Insbesondere das Technikgeb&auml;ude in seiner derzeitigen Planung w&uuml;rde der Erweiterung auf zehn Gleise im Wege stehen. Die fehlenden Gleise sind aber ein zentraler Grund f&uuml;r die Unf&auml;higkeit der Bahn, ein funktionierendes Betriebskonzept vorlegen zu k&ouml;nnen</em>“, <a href="http://www.bawue.gruene-fraktion.de/cms/default/dok/363/363891.winfried_kretschmann_baustopp_beim_techn.html" target="_blank">&gt;&gt; sagte GR&Uuml;NEN-Fraktionschef Kretschmann</a>. Wer jetzt „weiterbauen“ schreit und scheinbar schon das Ergebnis des Stresstests kennt, der l&uuml;gt sich das Ergebnis der Faktenschlichtung sch&ouml;n und bricht den Schlichterspruch.</p>
<p><strong>Deswegen: Demonstrieren bleibt wichtig!<br />
</strong></p>
<p>Auf einen Baustopp wollten sich Bahn und Land nicht einlassen, obwohl er eine notwendige Konsequenz des Schlichterspruches ist.  Es sind nicht das Aktionsb&uuml;ndnis und die GR&Uuml;NEN, die sich nicht an den Schlichterspruch halten, es sind Bahn und Landesregierung. Deswegen m&uuml;ssen wir f&uuml;r die Konsequenzen aus dem Schlichterspruch demonstrieren.</p>
<p>Die bessere L&ouml;sung ist und bleibt das Alternativkonzept Kopfbahnhof 21: „<em>Es ist ganz sicher ein wichtiges Resultat der Schlichtung, da&szlig; die Idee eines erneuerten Kopfbahnhofs mit Bau eines Anschlu&szlig;tunnels von Obert&uuml;rkheim nach Denkendorf zur Neubaustrecke mit Abzweig zum Flughafen trassenm&auml;&szlig;ig realisierbar und technisch m&ouml;glich ist</em>.“, so Heiner Geissler, der in der anschlie&szlig;enden Pressekonferenz das Demonstrationsrecht verteidigte und als „heilig“ bezeichnete.</p>
<p>Mit ihren Vorw&uuml;rfen, Aktionsb&uuml;ndnis und GR&Uuml;NE w&uuml;rden die Schlichtung nicht akzeptieren, laufen die CDU und die Kopfbahnhofgegner ins Leere. Gleichzeitig vereinnahmen sie den Schlichter und lenken von den katastrophalen Fakten ab, die die Faktenschlichtung zu Tage brachte. Das hat mit einem echten, demokratischen Dialog nichts zu tun, sonder es ist eine plumpe Verdrehung der Tatsachen.</p>
<p>Wir werden weiter f&uuml;r Kopfbahnhof 21 k&auml;mpfen!</p>
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		<title>Die L&#252;ge von der Leistungsf&#228;higkeit</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Dec 2010 09:49:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Bühler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Beim St&#246;bern in alten Plenarprotokollen bin ich auf ein bemerkenswertes Zitat gesto&#223;en: &#8220;Ihr Kopfbahnhof hat im H&#246;chstfall 38 Zugverkehre, und die sind 2015 schon erreicht. Welcher Irre investiert denn 1,1 Milliarden € in einen Kopfbahnhof, der 2015 schon voll ist &#8230; <a href="http://www.andreas-buehler.eu/allgemein/die-luege-von-der-leistungsfaehigkeit/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-372" title="Drexler 300 dpi" src="http://www.andreas-buehler.eu/engine/wp-content/uploads/2010/12/Drexler-300-dpi.jpg" alt="" width="180" height="207" />Beim St&ouml;bern in alten Plenarprotokollen bin ich auf ein bemerkenswertes Zitat gesto&szlig;en:</p>
<p><em>&#8220;Ihr Kopfbahnhof hat im H&ouml;chstfall 38 Zugverkehre, und die sind 2015 schon erreicht. Welcher Irre investiert denn 1,1 Milliarden € in einen Kopfbahnhof, der 2015 schon voll ist und keine Erweiterungsm&ouml;glichkeit mehr hat? Wo kommen wir denn da hin?&#8221;</em></p>
<p><em></em> (Wolfgang Drexler, 2006 im Landtag)</p>
<p>Bei der Schlichtung stellte sich heraus:</p>
<ul>
<li>Anhand des von der Bahn vorgelegten Fahrplankonzeptes konnte nachgewiesen werden, dass der Bahnknoten Stuttgart 21 mit befriedigender Fahrplanqualit&auml;t maximal so viele Z&uuml;ge verkraften kann wie der bestehende Kopfbahnhof (38 Z&uuml;ge in der Spitzenstunde).  <span id="more-370"></span></li>
</ul>
<ul>
<li>Unter knappen Bedingungen (sehr enge Zugfolgen auf einem Gleis, schlechten Anschlussm&ouml;glichkeiten) kann der neue Tiefbahnhof in Spitzenzeiten gerade einmal 44 Z&uuml;ge abfertigen.  Das sind gerade einmal sechs Z&uuml;ge mehr als beim bestehenden Kopfbahnhof.</li>
</ul>
<p>Tja, Herr Drexler, welcher Irre investiert &uuml;ber 4,5 Milliarden Euro in einen Tiefbahnhof, der im H&ouml;chstfall nur 38 Z&uuml;ge und keine Erweiterungsm&ouml;glichkeiten mehr hat?</p>
<p>Richtig! Die SPD, die CDU, die FDP, die Bahn und Sie!</p>
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		<title>S21-Erfinder wird zum Kronzeugen der Kopfbahnhofbef&#252;rworter</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Nov 2010 11:29:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Bühler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorgestern r&#228;umte Gerhard Heimerl, der Erfinder des Tiefbahnhofs, gegen&#252;ber den &#62;&#62; Stuttgarter Nachrichten Schw&#228;chen von Stuttgart 21 ein. Der ehemalige Leiter des verkehrswissenschaftlichen Instituts der Universit&#228;t Stuttgart h&#228;lt Verbesserungen f&#252;r notwendig.  Damit machte sich Heimerl zum Kronzeugen der Kopfbahnhofbef&#252;rworter und &#8230; <a href="http://www.andreas-buehler.eu/allgemein/s21-erfinder-wird-zum-kronzeugen-der-kopfbahnhofbefuerworter/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-357" title="Schnecken" src="http://www.andreas-buehler.eu/engine/wp-content/uploads/2010/11/Schnecken.jpg" alt="" width="200" height="282" />Vorgestern r&auml;umte Gerhard Heimerl, der Erfinder des Tiefbahnhofs, gegen&uuml;ber den <a href="http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.tiefbahnhof-heimerl:-stuttgart-21-nachruesten.5cf1f306-360b-4204-ba61-62e76bb0c91c.html" target="_blank">&gt;&gt; Stuttgarter</a> Nachrichten Schw&auml;chen von Stuttgart 21 ein. Der ehemalige Leiter des verkehrswissenschaftlichen Instituts der Universit&auml;t Stuttgart h&auml;lt Verbesserungen f&uuml;r notwendig.  Damit machte sich Heimerl zum Kronzeugen der Kopfbahnhofbef&uuml;rworter und best&auml;tigt sie in ihrer Ablehnung.<span id="more-355"></span></p>
<p>Die Verbesserungsvorschl&auml;ge von Heimerl sind schon erstaunlich, denn bisher hie&szlig; es immer, Stuttgart 21 sei das am besten geplante Projekt der DB (Pressinformation der DB vom 18. Juli 2008). Heimerl hatte bereits 1996 vor den Schw&auml;chen gewarnt. Schw&auml;chen, die auch <a href="http://www.kopfbahnhof-21.de/fileadmin/downloads/Schlichtungsgespraeche/101029_zweites_Gespraech/04_Palmer_Leistungsfaehigkeit_von_S21.pdf" target="_blank">&gt;&gt; die Projektgegner </a>in den ersten Schlichtungsrunden dargelegt hatten. In der entsprechenden Grafik der Gegner hatten sie die Form von „Schnecken und Blitzen“ &#8211; was auch zur allgemeinen Erheiterung der Runde beitrug. Doch lustig sind die Schnecken und Blitze keinesfalls: „Zwangspunkte“ nennt sie der Verkehrsexperte Heimerl. Er schrieb 1996 an die Bahn AG: „Eine Kette von Zwangspunkten sollte unbedingt vermieden werden, ansonsten schr&auml;nkt man sich f&uuml;r die Zukunft die betriebliche Flexibilit&auml;t stark ein.“</p>
<p><strong>Heimerl: acht Gleise reichen nicht aus</strong></p>
<p>Am st&auml;rksten ist wohl Heimerls Hinweis, dass acht Gleise f&uuml;r den Tiefbahnhof auf Dauer nicht ausreichen. Zwar sagt Heimerl, die Kapazit&auml;tsberechnungen zeigten, dass acht Gleise heute genug seien. Zukunftsfest ist das f&uuml;r ihn allerdings nicht: „Bei einer Infrastruktur, die 100 Jahre Bestand haben soll, w&uuml;rde ich die zehn Gleise ber&uuml;cksichtigen“, so Heimerl gegen&uuml;ber den Stuttgarter Nachrichten. Selbst &uuml;berzeugten Stuttgart 21-Bef&uuml;rwortern sollte klar werden, dass keine Planung realisiert werden darf, die eine Erweiterung des Bahnhofes unm&ouml;glich macht. Doch eine Erweiterung auf 10 Gleise m&uuml;sste bereits jetzt eingeplant werden, den der bisherige „Bahnhofstrog“ sieht nur acht Gleise vor.</p>
<p>Sowohl, was die problematischen „Zwangspunkte“, als auch, was die k&uuml;nftigen Kapazit&auml;tsengp&auml;sse eines Tiefbahnhofes angeht, sind sich &uuml;brigens Gerhard Heimerl, Gangolf Stocker und Boris Palmer einig. Sie ziehen jedoch andere Konsequenzen. W&auml;hrend die Projektkritiker den Kopfbahnhof erhalten wollen, m&ouml;chte Heimerl Nachbesserungen. Die DB AG will jedoch beides nicht, denn es kostet Geld und Zeit.</p>
<p><strong>Wer soll das bezahlen?</strong></p>
<p>Heimerl machte mit seiner Kritik deutlich: soll der geplante Tiefbahnhof die „Jahrhundertchance“ werden, zu der ihn die Landesregierung erkl&auml;rt hat, dann w&auml;re die Bahn gut beraten, auf Heimerl zu h&ouml;ren. Doch das ist gar nicht so einfach. Das Projekt ist zwar noch nicht fertig geplant – es stehen noch einige Planfeststellungsbeschl&uuml;sse aus – doch viele Planfeststellungsbeschl&uuml;sse stehen schon. M&uuml;ssen diese wieder aufgrollt werden, k&ouml;nnte ein neuer Beschluss des Gemeinderates f&auml;llig sein.</p>
<p>Zudem w&uuml;rden die Verbesserungen Geld kosten. Bisher ist noch nicht einmal das von Tanja G&ouml;nner <a href="http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2576298_0_9833_-stuttgart-21-zweites-gleis-richtung-flughafen.html" target="_blank">&gt;&gt; angek&uuml;ndigte zweite Gleis</a> eingepreist. Auch Heimerl rechnet bei den von ihm vorgeschlagenen Nachbesserung mit „extremen Kosten“. Doch bereits jetzt ist das Projekt sch&ouml;n gerechnet, die Finanzierung ist nur bis 4,5 Milliarden Euro gesichert. Nach Medienberichten hatte die DB kurz vor der letzten Kostensch&auml;tzung intern noch mit 4,9 Milliarden Euro gerechnet. Dann hatte die DB AG knapp 600 Millionen Euro Einsparpotential gefunden. Die Kosten, die dar&uuml;ber hinaus gehen, tr&auml;gt der Bund. Und weitere Kostensteigerungen sind wahrscheinlich. Nicht nur das Gutachten von Vieregg und R&ouml;&szlig;ler rechnet seit 2008 mit 6,9 – 8,7 Milliarden Euro.</p>
<p><strong>Konsequenzen?</strong></p>
<p>Was sind die politischen Konsequenzen? F&uuml;r die Projekttr&auml;ger, also Bund, Land, Bahn, Stadt und Region Stuttgart, ist klar, dass Stuttgart 21 finanziert wird. Doch wer die Mehrkosten tr&auml;gt, sagt bislang keiner. Offiziell tr&auml;gt sie der Bund. Es ist aber fraglich, ob hier noch etwas zu holen ist. Erst k&uuml;rzlich musste Verkehrsminister Ramsauer einr&auml;umen, dass der Bundesverkehrswegeplan <a href="http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2704420_0_9223_-wirtschaftlichkeitsstudie-projekte-in-der-finanzklemme.html" target="_blank">&gt;&gt; &#8220;hoffnungslos unterfinanziert&#8221; </a>ist.</p>
<p>Zun&auml;chst m&uuml;sste es eine neue Finanzierungsvereinbarung geben, denn in der alten steht klipp und klar: kostet das Projekt mehr als 4,5 Milliarden Euro, wird noch einmal verhandelt. Hinter den Kulissen d&uuml;rfte bereits ein Streit &uuml;ber die Finanzierung von Mehrkosten toben, der nur noch nicht offen ausgetragen wird, weil mit der Landtagswahl 2011 f&uuml;r die Bundesregierung die Mehrheit im Bundesrat, f&uuml;r die Landesregierung die Existenz auf dem Spiel steht. Die Bahn hat ebenfalls kein Interesse daran, die Kostenfrage noch einmal aufzurollen, tr&auml;gt die Mehrkosten oiffiziell bisher allein der Bund. Sie treibt den Bahnbau voran, wohl wissend, dass sie f&uuml;r Mehrkosten sp&auml;ter nicht geradestehen muss.</p>
<p><strong>So lange k&ouml;nnen wir nicht warten!</strong></p>
<p>Um das Projekt im Sinne Heimerls nachzubessern und die Finanzierung zu kl&auml;ren ben&ouml;tigt man Zeit, um die Pl&auml;ne zu &auml;ndern und zukunftsfest zu gestalten. Ein Baustopp ist n&ouml;tig, damit in Stuttgart nicht ein Bahnhof entsteht, der Milliarden an Steuergeldern kostet bei dem klar ist, dass er in nicht allzuferner Zukunft wieder neu gebaut werden muss, um Kapazit&auml;tsengp&auml;sse zu vermeiden.</p>
<p>Im schlimmsten Fall passiert sonst genau das, wovor die Tiefbahnhoffreunde immer so viel Angst haben: Stuttgart wird vom internationalen Schienennetz abgekoppelt und k&uuml;nftig umfahren, weil der Bahnknoten gerade wegen Stuttgart 21 einfach zu klein geworden ist.</p>
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		<item>
		<title>Stuttgart 21 &#8211; falsches Spiel mit Reisezeiten</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Nov 2010 10:50:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Bühler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Obwohl es die DB-AG nach 16 Jahren Planung und mit hunderten Millionen von Planungskosten noch immer nicht geschafft hat, im Rahmen der Schlichtungen ein durchgerechnetes Fahrplankonzept vorzulegen, werben einige Protagonisten der Kopfbahnhofgegner mit tollen, neuen, verk&#252;rzten Fahrzeiten – und setzen &#8230; <a href="http://www.andreas-buehler.eu/allgemein/stuttgart-21-falsches-spiel-mit-reisezeiten/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-340" title="Hohenzollernbahn" src="http://www.andreas-buehler.eu/engine/wp-content/uploads/2010/11/Hohenzollernbahn1.jpg" alt="" width="217" height="283" />Obwohl es die DB-AG nach 16 Jahren Planung und mit hunderten Millionen von Planungskosten noch immer nicht geschafft hat, im Rahmen der Schlichtungen ein <a href="http://www.kopfbahnhof-21.de/index.php?id=110&amp;tx_ttnews[tt_news]=529&amp;tx_ttnews[backPid]=108&amp;cHash=3b02bcbc13" target="_blank">durchgerechnetes Fahrplankonzept vorzulegen</a>, werben einige Protagonisten der Kopfbahnhofgegner mit tollen, neuen, verk&uuml;rzten Fahrzeiten – und setzen dabei Phantasiezahlen und Falschmeldungen an die Luft. B&ouml;se Absicht? Wohl kaum, eher schlechte Recherche. Ich habe mal zwei Beispiele rausgepickt, die zeigen, wie unsinnig Stuttgart 21 ist und wie sehr manche Kopfbahnhofgegner sich das Projekt sch&ouml;nrechnen.<span id="more-335"></span></p>
<p><strong>Tanja G&ouml;nner – in 55 Minuten von Sigmaringen zum Flughafen?</strong></p>
<p>Auf einer Veranstaltung in Sigmaringen „warb“ Landesverkehrsministerin Tanja G&ouml;nner damit, dass man durch Stuttgart 21 in <a href="http://www.schwaebische.de/lokales/sigmaringen/sigmaringen_artikel,-Goenner-In-55-Minuten-nach-Stuttgart-_arid,4171500.html" target="_blank">nur 55 Minuten am Stuttgarter Flughafen</a> w&auml;re. Das kam den Menschen – bei aller Sympathie f&uuml;r G&ouml;nner – dann doch komisch vor. „Viele Leser f&uuml;hlen sich an der Nase herumgef&uuml;hrt“, so die <a href="http://www.schwaebische.de/lokales/sigmaringen/sigmaringen_artikel,-%E2%80%9EDie-55-Minuten-waren-missverstaendlich%E2%80%9C-_arid,4186526.html" target="_blank">Schw&auml;bische Zeitung zu Tanja G&ouml;nner</a>.</p>
<p>Tanja G&ouml;nner musste einr&auml;umen: von Sigmaringen &uuml;ber T&uuml;bingen w&uuml;rde man Dank Stuttgart 21 zum Flughafen k&uuml;nftig wohl doch eher 1 Stunde 50 Minuten ben&ouml;tigen. Heute braucht man zum Flughafen &uuml;ber T&uuml;bingen 2:30 Minuten. Viel wichtiger ist f&uuml;r die Sigmaringer jedoch die Anbindung an die Landeshauptstadt. Nach Stuttgart braucht man mit dem IRE derzeit 2:10 Minuten. Eine deutliche Verk&uuml;rzung der Reisezeit k&ouml;nnte hier ein Ausbau und eine Elektrifizierung der Zollernalbbahn von Aulendorf &uuml;ber Sigmaringen nach T&uuml;bingen bringen. Die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zollernalbbahn" target="_blank">Zollernalbbahn</a> verl&auml;uft derzeit durchgehend eingleisig und ist nicht elektrifiziert. Ein Ausbau w&uuml;rde laut einer Anfrage der SPD nur knapp 100 Millionen Euro kosten. Der Ausbau steht jedoch in den Sternen – es existieren weder konkrete Pl&auml;ne, noch gibt es Geld daf&uuml;r. Auch das offenbart <a href="http://www.landtag-bw.de/WP14/Drucksachen/5000/14_5542_d.pdf" target="_blank">die parlamentarische Anfrage</a>. Und es kommt noch dicker: durch Stuttgart 21 w&uuml;rde Sigmaringen wahrscheinlich sogar seinen direkten Anschluss an Stuttgart verlieren, denn Dieseltriebwagen d&uuml;rfen nach den derzeitigen Planungen nicht in den neuen Tiefbahnhof einfahren &#8211; das berichtet unter anderem das<a href="http://zughalt.de/zollernalbbahn-verliert-durch-stuttgart-21-ihre-direktverbindung/" target="_blank"> Bahn-Magazin Zughalt</a>.</p>
<p><strong>Hans Reichenecker und die IHK – in 1,5h von Metzingen nach Stuttgart?</strong></p>
<p>Hans Reichenecker, Vorsitzender des Aufsichtsrates der &#8220;Storopack Hans Reichenecker GmbH&#8221;, verk&uuml;ndet <a href="http://www.stuttgart.ihk24.de/produktmarken/Medien_Marketing/Presseservice/Pressemitteilungen/04.11.2010brUnternehmenschefs_werben_fuer_Stuttgart_21.jsp" target="_blank">auf der Homepage der IHK Stuttgart</a>: „<em>F&uuml;r uns als mittelst&auml;ndisches Unternehmen, das international arbeitet und viele Besucher aus dem Ausland hat, ist S21 wichtig, denn wir sind auf schnelle Verbindungen angewiesen. Heute brauchen wir und unsere Gesch&auml;ftspartner zwischen Bahnhof Stuttgart und Metzingen anderthalb Stunden – im Vergleich zu k&uuml;nftig 22 Minuten!</em>“</p>
<p>Beides sind jedoch Phantasiezahlen, die zeigen, dass sich Herr Reichenecker wohl nicht ernsthaft mit dem Projekt auseinandergesetzt hat und scheinbar auch noch nie mit dem Zug nach Stuttgart gefahren ist. Bereits jetzt braucht man mit dem Regionalexpress von Metzingen nach Stuttgart 42 Minuten und nicht 1,5h. Und selbst wenn Stuttgart 21 kommt, dann ist eine Reisezeit von 22 Minuten recht unwahrscheinlich. Metzingen liegt an der Neckaralb-Bahn, hier reduziert sich die Fahrzeit zum Hauptbahnhof um lediglich 4 Minuten &#8211; das geben selbst die <a href="http://www.stuttgart21-ja-bitte.de/verbindung-stuttgart-tuebingen" target="_blank">Bef&uuml;rworter auf ihrer Homepage</a> zu. Realistisch sind also nur 38 Minuten.</p>
<p>Foto: Die eingleisige Zollernalbbahn, Zollernalb, <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:HzL-Zug_bei_der_Burg_Hohenzollern.JPG&amp;filetimestamp=20061127155007" target="_blank">CC-Lizenz</a></p>
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		<title>„Mobil in Deutschland“ &#8211; seit wann ist Eigen-PR eine seri&#246;se Umfrage?</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Nov 2010 15:21:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Bühler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Umfrage des Automobilclub „Mobil in Deutschland“ kommt zu dem Ergebnis, dass es eine Mehrheit f&#252;r Stuttgart 21 gibt. Doch die Umfrage war weder seri&#246;s, noch war das Ergebnis &#252;berraschend. Trotzdem griff sie BILD Stuttgart auf und behauptete: „in der &#8230; <a href="http://www.andreas-buehler.eu/allgemein/mobil-in-deutschland-seit-wann-ist-eigen-pr-eine-serioese-umfrage/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-327" title="Umfrage BILD Stuttgart" src="http://www.andreas-buehler.eu/engine/wp-content/uploads/2010/11/BILD-STuttgart-Umfrage.jpg" alt="" width="247" height="480" />Eine Umfrage des Automobilclub „Mobil in Deutschland“ kommt zu dem Ergebnis, dass es eine Mehrheit f&uuml;r Stuttgart 21 gibt. Doch die Umfrage war weder seri&ouml;s, noch war das Ergebnis &uuml;berraschend. Trotzdem griff sie BILD Stuttgart auf und behauptete: „in der Bev&ouml;lkerung gibt’s offenbar eine Mehrheit f&uuml;r S 21“.  Teil einer Kampagne f&uuml;r Stuttgart 21, ein schlichter Fehler oder schlechte Recherche? Auf jeden Fall ein Fall f&uuml;r den <a href="http://www.bildblog.de/24113/wie-man-zustimmung-zu-stuttgart-21-produziert/" target="_blank">&gt;&gt; BILD-Blog</a>. <span id="more-325"></span></p>
<p><strong>Umfrage ist nicht repr&auml;sentativ<br />
</strong></p>
<p>Ich habe mich an Michael Haberland gewandt, Vorsitzender des Automobilclubs und ihn gefragt, was er mit der Umfrage erreichen wollte. Die Antwort: „Wir wollten wissen, wie sich das Meinungsbild bei der Bev&ouml;lkerung wirklich darstellt.“ Auf die Frage, wie man denn dann sichergestellt habe, dass die Umfrage repr&auml;sentativ sei,  bekam ich bezeichnenderweise keine Antwort mehr.</p>
<p>Seri&ouml;se und repr&auml;sentative <a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/stern-umfrage-baden-wuerttemberger-sind-gegen-stuttgart-21-1598988.html" target="_blank">&gt;&gt; Umfragen</a> dokumentieren seit Monaten, dass das Milliardenprojekt keine gesellschaftliche Mehrheit hat. Wie kommt der Automobilclub zu einem anderen Ergebnis? Die Antwort ist recht einfach, die Umfrage war schlicht nicht seri&ouml;s, denn:</p>
<p>1.) Nach der Zustimmung zu Stuttgart 21 wurde gar nicht gefragt, sondern die Frage lautet &#8220;Sollte die Politik an gro&szlig;en  Infrastruktur- und Verkehrsprojekten wie Stuttgart 21 festhalten?&#8221;. Eine plumpe Suggestivfrage, die man &#8211; wenn man zwar f&uuml;r gro&szlig;e Infrastruktur- und Verkehrsprojekte, aber gegen Stuttgart 21 ist &#8211; gar nicht beantworten kann.</p>
<p>2.) Bei der Internet-Umfrage von mobile.org konnte jeder mehrmals abstimmen, es gab nur unzureichende Kontrollmechanismen die sicherstellten, dass jeder nur einmal abstimmt. Man musste lediglich die Cookies des Browsers l&ouml;schen.</p>
<p>3.)	Seri&ouml;se Umfragen legen wert, dass die Befragten nach einem bestimmten Merkmal sortiert werden, also klar wird, ob beispielsweise „Baden-W&uuml;rttemberger“, „Stuttgarter“, „Deutsche“ oder &#8220;Sch&uuml;ler&#8221; befragt wurden. Diese Umfrage erfasste jedoch wahllos Alle, die auf den Link klickten. Daten, die – mal abgesehen von Namen und E-Mail-Adresse &#8211; etwas &uuml;ber die Befragten aussagten, wurden nicht erhoben.</p>
<p>4.)	Auf der Seite der Facebook-Seite der Bef&uuml;rworter durfte die Umfrage ungehindert gepostet werden. Auf der Facebook-Seite der Gegner wurde die Umfrage konsequent gel&ouml;scht. Insofern ist es klar, dass mehr Stuttgart 21 Bef&uuml;rworter als Gegner befragt wurden.</p>
<p><strong>Auf der Facebook-Seite der Gegner wurde die Umfrage gesperrt</strong></p>
<p>Aufmerksam wurden die Administratoren der Facebook-Seite „KEIN Stuttgart 21“, als diese Umfrage manchmal t&auml;glich auf der Pinnwand der Tiefbahnhofs-Gegner ver&ouml;ffentlicht wurde. Sie vermuteten SPAM und PR f&uuml;r einen Internet-Automobilclub und sperrten die Umfrage. Links, die zur Umfrage f&uuml;hrten, wurden konsequent gel&ouml;scht, die Mitglieder der Gruppe auf die mutma&szlig;lichen PR-Praktiken des Automobilclubs hingewiesen. Diese Entscheidung war richtig, denn die Umfrage war alles andere als seri&ouml;s.</p>
<p><strong>Darum die Umfrage?</strong></p>
<p>Rund um Stuttgart 21 ist viel los – auch auf Facebook. Das wollten sich die PR-Strategen des Automobilclubs „Mobil in Deutschland“ wahrscheinlich nicht entgehen lassen. Der Verein vertreibt – &auml;hnlich wie der ADAC – mit seiner Mitgliedschaft Autoschutzbriefe, bietet Rechtsausk&uuml;nfte, etc. Nun legte man im Netz eine Umfrage zu Stuttgart 21 auf, bei der man am Schluss seine E-Mail-Adresse angeben durfte. Wurden hier E-Mail-Adressen f&uuml;r die Eigenwerbung des Clubs akquiriert? Einen Datenschutzhinweis gab es meines Wissens nicht! Es ist nicht das erste Mal, dass der Verein Stimmung macht, tat er sich doch mit einer Kampagne gegen das Tempolimit von 130 auf Autobahnen hervor – ohne dabei jedoch gro&szlig;e Beachtung zu finden.</p>
<p><strong>BILD Stuttgart macht Stimmung – und schlechten Journalismus</strong></p>
<p>Das BILD Stuttgart hier nachweislich unseri&ouml;s berichtet ist f&uuml;r Kenner der BILD nicht erstaunlich. Die Umfrage wurde nicht hinterfragt, sie wurde einfach mit einem Foto einer Bef&uuml;rworterdemonstration garniert. Dabei wurden seri&ouml;se Umfragen, die zeigen, dass das Projekt keine Mehrheit hat, nicht erw&auml;hnt und auch nicht gesagt, dass die Bef&uuml;rworter – trotz massiver Anstrengungen – bisher gerade einmal ein Bruchteil der Gegner mobilisieren konnten. Diese Art der Berichterstattung ist auf jeden Fall ein <a href="http://www.bildblog.de/24113/wie-man-zustimmung-zu-stuttgart-21-produziert/" target="_blank">Fall f&uuml;r den BILD-Blog</a>.</p>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 524px; width: 1px; height: 1px; overflow: hidden;"><strong><em>Sollte die Politik an gro&szlig;en  Infrastruktur- und Verkehrsprojekten wie Stuttgart 21 festhalten?</em></strong></div>
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		</item>
		<item>
		<title>M&#252;ssen f&#252;r K21 B&#228;ume gef&#228;llt werden? Verkehrsexperten widerlegen Behauptung der IG f&#252;r Stuttgart 21.</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Nov 2010 09:15:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Bühler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei der Interessengemeinschaft f&#252;r Stuttgart 21 wei&#223; man scheinbar besser als die Macher von K21, was f&#252;r eine Modernisierung des Kopfbahnhofes getan werden muss. In einer Pressemitteilung des Vereins hei&#223;t es: „F&#252;r K 21, also die Pl&#228;ne, den Stuttgarter Kopfbahnhof &#8230; <a href="http://www.andreas-buehler.eu/allgemein/muessen-fuer-k21-baeume-gefaellt-werden-verkehrsexperten-widerlegen-behauptung-der-ig-fuer-stuttgart-21/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-312" title="VCD Logo" src="http://www.andreas-buehler.eu/engine/wp-content/uploads/2010/11/VCD-Logo.jpg" alt="" width="280" height="210" />Bei der Interessengemeinschaft f&uuml;r Stuttgart 21 wei&szlig; man scheinbar besser als die Macher von K21, was f&uuml;r eine Modernisierung des Kopfbahnhofes getan werden muss. In einer Pressemitteilung des Vereins hei&szlig;t es: „F&uuml;r K 21, also die Pl&auml;ne, den Stuttgarter Kopfbahnhof grundlegend zu modernisieren, m&uuml;ssten weit mehr B&auml;ume gef&auml;llt werden als f&uuml;r Stuttgart 21“.  Die Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Allee im unteren Schlossgarten m&uuml;sse weichen, so Bef&uuml;rworter von Stuttgart 21. Doch das ist wiederum eine schlichte L&uuml;ge. Der <a href="http://www.vcd.org/mitgliedschaft.html" target="_blank">&gt;&gt; Verkehrsclub Deutschland (VCD)</a>, der das Projekt K21 als Alternative zur teuren Tieferlegung des Bahnhofes ma&szlig;geblich mit entwickelt hat, erkl&auml;rt: „Ein Eingriff in den Park zum Schaden der Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Allee war nie und ist kein Bestandteil von Kopfbahnhof 21.“ Ich habe mich mit Werner Korn, Landesgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des <a href="http://www.vcd-bw.de/" target="_blank">&gt;&gt; VCD Baden-W&uuml;rttemberg</a>, unterhalten.<span id="more-309"></span></p>
<p><strong>Andreas B&uuml;hler (AB)</strong>: die Projektbef&uuml;rworter behaupten, f&uuml;r K21 m&uuml;sste die Bartholdy-Allee mit ihren teilweise uralten Platanen gef&auml;llt werden. Stimmt das?</p>
<p><strong>Werner Korn (WK)</strong>: Das ist nat&uuml;rlich Unsinn. Diese Kampagne geht auf eine Behauptung des SSB-Technikvorstandes Arnold zur&uuml;ck. Herr Arnold behauptet, man brauche dieses 7. und 8. Gleis in Richtung des Abstellbahnhofs in Untert&uuml;rkheim, sonst k&ouml;nne man die Rangierfahrten bei K21 nicht abwickeln, und es g&auml;be hierf&uuml;r nur die Option der Abholzung der Allee. Richtig ist: Die Abholzung der Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Allee ist nicht Bestandteil des Konzepts K21. Durch das Verbreiten dieser Unwahrheiten merkt man, dass die Bef&uuml;rworter mit ihren angeblich so „guten“ Argumenten nicht mehr weit kommen.</p>
<p><strong>AB</strong>: Aber in den Brosch&uuml;ren zu K21 steht doch, dass der Rangierbahnhof Rosenstein nach Untert&uuml;rkheim verlegt werden k&ouml;nnte. Die Bef&uuml;rworter sagen, die Verlegung der Gleise w&auml;re nur m&ouml;glich, wenn man die Bartholdy-Allee abholzt.</p>
<p><strong>WK</strong>: Die Verlegung des Abstellbahnhofs nach Untert&uuml;rkheim ist eine m&ouml;gliche Option bei K21. Man kann den Abstellbahnhof nach Untert&uuml;rkheim verlegen, wenn man Fl&auml;chen f&uuml;r den Park freimachen will. Das muss man aber nicht tun. Dass f&uuml;r die Rangierfahrten zu einem verlegten Abstellbahnhof noch einmal zwei zus&auml;tzliche Gleise ben&ouml;tigt werden, ist eine bis dato nicht belegte Behauptung der Gegenseite. Vielleicht kann das im Rahmen der Fach- und Sachschlichtung abschlie&szlig;end gekl&auml;rt werden.</p>
<p><strong>AB</strong>: Und was ist, wenn man die Gleise doch braucht?</p>
<p><strong>WK</strong>: Wir gehen bisher davon aus, dass man sie nicht braucht. Sollten diese zwei Gleise notwendig sein, dann gibt es jedoch &uuml;berhaupt keinen Grund daf&uuml;r die Allee zu f&auml;llen. Diese Gleise k&ouml;nnten genau so gut n&ouml;rdlich anschlie&szlig;en. Dann br&auml;uchte man eben statt einer zwei- eine neue viergleisige Br&uuml;cke &uuml;ber den Neckar mit einem entsprechenden Tunnel unter dem Rosenstein.</p>
<p><em><strong>NACHTRAG (12.11.2010): &#8220;Ein typischer Bitzer-Vorgang&#8221;</strong></em></p>
<p><em>Zur &#8220;Mendelssohn-Bartholdy-L&uuml;ge&#8221;. Das Aktionsb&uuml;ndnis stellte in einer <a href="http://www.kopfbahnhof-21.de/index.php?id=110&amp;tx_ttnews[tt_news]=534&amp;tx_ttnews[backPid]=108&amp;cHash=eaa29d15a7" target="_self"><strong>&gt;&gt; Pressemitteilung</strong></a> fest: &#8220;Neuerdings wird behauptet bei K 21 m&uuml;ssten ca. 300  B&auml;ume gef&auml;llt werden, z.B. ein gro&szlig;er Teil der Platanen in der Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Allee im Unteren Schlossgarten. Das Aktionsb&uuml;ndnis stellt zum wiederholten Mal fest, dass die bei K21 geplanten zwei zus&auml;tzlichen Gleise im n&ouml;rdlichen Bereich des Abstellbahnhofs und durch den  Rosensteinpark im Tunnel geplant sind. Die Trassenf&uuml;hrung und somit die Eingriffe in diesem Bereich sind A identisch mit den Planungen von S21.&#8221; </em></p>
<p><em>Mir wird die Logik der Bef&uuml;rworter nicht klar? Warum soll bei K21 nicht gehen, was bei S21 geht: der Bau von zwei Gleisen unter dem Rosenstein nach Untert&uuml;rkheim? Wer die Schlichtung am 12.11. gesehen hat, dem wurde klar: die Behauptung, die Mendelssohn-Bartholdy-Allee m&uuml;sse bei S21 gef&auml;llt werden, ist billige Propaganda.<br />
</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Stuttgart 21–Gegner: Opfer einer Medienmanipulation?</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Oct 2010 10:03:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Bühler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[(Foto:  Jan Petersen, alle Rechte vorbehalten) Derzeit tobt ein absurder Kampf im Netz: wer hat die Meinungshoheit beim Bahnprojekt Stuttgart 21? Im Parlament (!) und im Fernsehen wird von CDU- und FDP-Abgeordneten immer wieder auf die Facebook-Gruppe „F&#252;r Stuttgart 21“ &#8230; <a href="http://www.andreas-buehler.eu/allgemein/stuttgart-21gegner-opfer-einer-medienmanipulation/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-290" src="http://www.andreas-buehler.eu/engine/wp-content/uploads/2010/10/Bild-des-Jahres-klein1.jpg" alt="" width="300" height="216" /><em>(Foto:  Jan Petersen, alle Rechte vorbehalten)</em> Derzeit tobt ein absurder Kampf im Netz: wer hat die Meinungshoheit beim Bahnprojekt Stuttgart 21? Im Parlament (!) und im Fernsehen wird von CDU- und FDP-Abgeordneten immer wieder auf die Facebook-Gruppe „F&uuml;r Stuttgart 21“ und das „Laufen f&uuml;r Stuttgart 21“ hingewiesen. Man spricht von einer &#8220;Bewegung&#8221; und die CDU arbeitet kr&auml;ftig daran, dass die Bewegung gedeiht. So rief der CDU-Generalsekret&auml;r Strobel in <strong>&gt;&gt; </strong><a href="http://www.andreas-buehler.eu/engine/wp-content/uploads/2010/10/2010-09-24-BRF-GS-Strobl-Aktionswochen-S21.pdf" target="_blank"><strong>einem internen Schreiben an „alle Mandat- und Funktionstr&auml;ger</strong></a><strong>“</strong> dazu auf, die Facebook-Gruppe im Internet zu unterst&uuml;tzen und sich am „Lauf f&uuml;r Stuttgart 21“ zu beteiligen. Bei 77.000 CDU-Mitgliedern allein im L&auml;ndle &#8211; das sind jede Menge Leute. In dem Schreiben steht w&ouml;rtlich: „<em>Weisen Sie in Ihren Reihen auf die Aktion „Laufen f&uuml;r Stuttgart 21“ hin und organisieren Sie ggf. die gemeinsame Fahrt bzw. Teilnahme</em>“, was ja auch prompt <strong>&gt;&gt; </strong><a href="http://www.andreas-buehler.eu/allgemein/lauf-cdu-lauf/" target="_blank"><strong>einige Kreisverb&auml;nde</strong></a><strong> </strong>taten. Schlimmer ist jedoch, wie Demonstranten und Gegner des Projektes von den Bef&uuml;rwortern im Netz verh&ouml;hnt werden &#8211; und das in Online-Communities, die offiziell von der CDU beworben werden.<span id="more-273"></span></p>
<p><strong>Der Hass bricht sich die Bahn<br />
</strong></p>
<p>Wer sich die facebook-Gruppe jedoch genauer ansieht merkt, wie sich hier blanker Hass gegen die Stuttgart21-Gegner die Bahn bricht. W&auml;hrend im Stuttgarter Katharinenhospital zwei schwerverletzte Opfer des Polizeieinsatzes <strong>&gt;&gt; </strong><a href="http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=6985912/1at3o0l/" target="_blank"><strong>um ihr Augenlicht bangen</strong></a>, wird dies auf der Facebook-Seite der Bef&uuml;rworter mit offener H&auml;me kommentiert. Die Kommentare der Bef&uuml;rworter wurden als &#8220;Screenshots&#8221; auf der Gegner-Seite &#8220;KEIN Stuttgart 21&#8243; dokumentiert. Dort ist zu lesen: <strong>&gt;&gt; „<a href="http://www.facebook.com/photo.php?pid=303948&amp;fbid=155555601145719&amp;op=3&amp;o=global&amp;view=global&amp;subj=135659806479013&amp;id=100000738402542" target="_blank">Polizei vor noch ein Tor ich will mehr Augen fliegen sehen haha</a>“</strong>. Oder es ist zu lesen: <strong>&gt;&gt; „</strong><a href="http://www.facebook.com/photo.php?pid=303943&amp;fbid=155555054479107&amp;op=3&amp;o=global&amp;view=global&amp;subj=135659806479013&amp;id=100000738402542" target="_blank"><strong>Dumm, d&uuml;mmer, augenlos. Alles Arbeitlose dort vor Ort, die Bullen verhauen wollen.</strong></a><strong>“</strong> Die Demonstranten werden auf der Facebook-Seite der Bef&uuml;rworter abwechselnd als „Arbeitslos“, als „Rentner“, als „Punks“ und „Linksradikal“ verspottet. Dabei merkte um 22 Uhr am Abend des 30.9. ZDF-Korrespondent Rudolf Rauschenberger an: <strong>&gt;&gt; „</strong><a href="http://www.youtube.com/watch?v=L4-BFQvzE_g" target="_blank"><strong>Ich glaube ich kann sagen, das sind Leute wie Du und ich. […] Ein Soziologe w&uuml;rde sagen, dass ist einfach ein Querschnitt durch die ganze Gesellschaft. Hier demonstrieren offenbar alle und sind bisher friedlich</strong></a><strong>“</strong></p>
<p>Auch bei neuen Aktionsvorschl&auml;gen sind die Bef&uuml;rworter nicht zimperlich. Da <strong>&gt;&gt; </strong><a href="http://www.facebook.com/photo.php?pid=442873&amp;fbid=159989110686125&amp;op=1&amp;o=all&amp;view=all&amp;subj=135659806479013&amp;aid=-1&amp;oid=135659806479013&amp;id=100000251113304" target="_blank"><strong>fragt sich ein Bef&uuml;rworter</strong></a>: „Was gef&auml;llt uns alles nicht und was k&ouml;nnen wir auf dem Marktplatz verbrennen? […] Gibt es B&uuml;cher von mit &uuml;ber Sittler Stocker“. Solche Kommentare sind an Geschmacklosigkeit nicht zu &uuml;berbieten. Anst&auml;ndiger Dialog, wie in die Bef&uuml;rworter eigentlich immer fordern, sieht anders aus.</p>
<p><strong>Oper einer Medienmanipulation?</strong></p>
<p>Nachdem, was man auf der Seite der Bef&uuml;rworter liest, wundert es nicht, dass auch die Stuttgarter CDU-Bundestagsabgeordnete<strong> &gt;&gt; </strong><a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/karin_maag-575-37794.html" target="_blank"><strong>Karin Maag</strong></a> die Opfer der Polizeigewalt verh&ouml;hnt. So sagte sie: <strong>&gt;&gt; „</strong><a href="http://www.cduwatch.de/2010/karin-maag-verhohnt-blinden-demonstrant/" target="_blank"><strong>Jeder B&uuml;rger, der die Bilder des Mannes, mit den kaputtgeschossenen Augen gesehen hat, ist im Grunde nur einer Medienmanipulation zum Opfer gefallen.</strong></a><strong>“</strong> Liebe Frau Maag, die Verletzungen sind real! Sie verlangen eine „saubere Aufarbeitung“ der Geschehnisse? Dann setzen Sie sich mit daf&uuml;r ein, dass es im Landtag einen Untersuchungsausschuss zu diesem Polizeieinsatz gibt! Und entschuldigen Sie sich bei diesem Mann, er hat ihren Spott nicht verdient. Damit, Frau Maag, w&uuml;rden Sie ein Zeichen setzen und zur Vers&ouml;hnung in unserer gespaltenen Stadt beitragen.</p>
<p>Stattdessen gie&szlig;t man auf Seiten der Bef&uuml;rworter lieber &Ouml;l ins Feuer. Schuld daran, dass das Projekt Stuttgart 21 nicht den erhofften Zuspruch findet seien die Medien, das liest man &ouml;fters auf der Seite der Bef&uuml;rworter im Netz. Die Medien w&uuml;rden L&uuml;gen verbreiten und nicht ausgewogen berichten. „Die Presse l&uuml;gt“ – dieses Schlagwort kenne ich eigentlich aus einem anderen Zusammenhang. Liebe CDU, sorgen Sie daf&uuml;r, dass bei Ihnen verbal abger&uuml;stet wird. Sie s&auml;en hier eine Saat des Hasses.</p>
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		<title>Glosse: Lauf, CDU, lauf!</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Sep 2010 16:47:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Bühler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Rennen ist er&#246;ffnet und zumindest in den Umfragen liegt schwarz-gelb in Baden-W&#252;rttemberg deutlich hinter gr&#252;n-rot. Denn nach aktuellen Umfragen hat gr&#252;n-rot eine &#62;&#62; Mehrheit im L&#228;ndle. Nun gilt es f&#252;r die CDU aufzuholen. Um das zu erreichen, l&#228;uft die &#8230; <a href="http://www.andreas-buehler.eu/allgemein/lauf-cdu-lauf/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-258" src="http://www.andreas-buehler.eu/engine/wp-content/uploads/2010/09/CDU-Teaser.jpg" alt="" width="244" height="428" />Das Rennen ist er&ouml;ffnet und zumindest in den Umfragen liegt schwarz-gelb in Baden-W&uuml;rttemberg deutlich hinter gr&uuml;n-rot. Denn nach aktuellen Umfragen hat gr&uuml;n-rot eine <a href="http://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/baden-wuerttemberg.htm" target="_blank"><strong>&gt;&gt; Mehrheit im L&auml;ndle</strong></a>. Nun gilt es f&uuml;r die CDU aufzuholen. Um das zu erreichen, l&auml;uft die CDU neuerdings. Dazu f&auml;hrt so ein CDU-Kreisverband gerne mal mit dem Bus zum &#8220;Laufen f&uuml;r Stuttgart 21&#8243; in die Landeshauptstadt. Beim <strong><a href="http://cdu-herrenberg.de/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=300%3Abus-zur-pro-demo-fuer-stuttgart-21&amp;catid=46&amp;Itemid=96" target="_blank">&gt;&gt; B&ouml;blinger Kreisverband der CDU</a></strong> &uuml;berlegt man, ob man sogar ein 78-Sitzer-Bus chartern soll. Ob sie damit die Mehrheit einholen ist fraglich. Aber die CDU hat ja jede Menge Mitl&auml;ufer beim „Laufen f&uuml;r Stuttgart 21“.<span id="more-254"></span></p>
<p>Bei der CDU hat man n&auml;mlich ein Problem erkannt: Parteien sind uncool, vor allem bei der j&uuml;ngeren, facebook-affinen Generation. Deswegen braucht man eine „Bewegung“. Und die hat man nun „gefunden“, im Internet. Allenthalben werden die Facebook-Seiten der Bef&uuml;rworter und das „Laufen f&uuml;r Stuttgart 21“ <a href="http://www.cdu-bw.de/informieren/aktuelles/stuttgart-21.html" target="_blank"><strong>&gt;&gt; von der CDU</strong></a>, ihren <strong><a href="http://www.mdep.de/images/content/brs/BaS_Stuttgart21.pdf" target="_blank">&gt;&gt; Abgeordneten</a></strong> und solchen, <strong><a href="http://www.ju-esslingen.de/" target="_blank">&gt;&gt; die es werden wollen</a></strong> (ja, die JU Esslingen war am 23.9. komplett beim &#8220;Lauf f&uuml;r Stutgart 21 dabei), empfohlen. Denn die CDU macht diese Bewegung nun gro&szlig;. Ob das allen L&auml;ufern so passt, sei dahingestellt.</p>
<p><strong>Wer instrumentalisiert hier wen?</strong></p>
<p>Dagegen ist ja nichts einzuwenden, aber mir klingeln da noch ein paar Argumente im Ohr. Hie&szlig; es nicht allenthalben, die GR&Uuml;NEN w&uuml;rden den Protest gegen Stuttgart 21 f&uuml;r ihre Sache instrumentalisieren? Angesichts der heftigen Werbung der CDU f&uuml;r die angebliche (Mit-)L&auml;ufer-Bewegung der Bef&uuml;rworter frage ich mich: Wer instrumentalisiert hier wen? Und muss man da &uuml;berhaupt etwas instrumentalisieren?</p>
<p><strong>Und noch ne Demo in Stuttgart</strong></p>
<p>Dass man nun Busse organisieren muss, um den Lauf noch gr&ouml;&szlig;er zu machen, macht mich jedoch schon stutzig. L&auml;uft’s etwa nicht so gut? Naja, Scherz beiseite, es l&auml;uft ja gerade gut f&uuml;r die Bef&uuml;rworter. Auf den Demos werden sie immer mehr: erst 100, dann 1000 und dann 1500-3000. Jetzt gibt es eben ein paar Demonstrationen mehr in Stuttgart. Ob das die Mitglieder Gruppe <a href="http://www.facebook.com/SchlussMitDemosGegenStuttgart21" target="_blank"><strong>&gt;&gt; „Schluss mit den Demos gegen Stuttgart 21“</strong></a> so lustig finden, ist fraglich. Da st&ouml;hnt der Autofahrer mit dem <a href="http://www.youtube.com/watch?v=xJ12cte4Gw8&amp;feature=related" target="_blank"><strong>&gt;&gt; Doppelbuchstabenkennzeichen</strong>!</a> Nachdem Montags und wechselweise Freitags und Samstags die Gegner demonstrieren, legen nun Donnerstags die Bef&uuml;rworter den Verkehr mit ihrer nach eigenen Angaben &#8220;sportlichen Sympathiebekundung&#8221; partiell lahm. Ich empfehle der Gruppe jedenfalls ihren Namen zu &auml;ndern in „Schluss mit den Demos gegen/ sportlichen Sympathiebekundung f&uuml;r Stuttgart 21“.  Das w&auml;re ja irgendwie fair, oder?</p>
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