Die gekaufte Bewegung? Stuttgart 21-Befürworter im Netz.

Nachdem in den sozialen Netzwerken die Gegner von Stuttgart 21 jahrelang die Nase vorn hatten, organisierten sich nach dem zunehmend heftiger werdenden Protest gegen den Bahnhofsumbau auch die Befürworter im Netz. Sie machen vor allem Stimmung gegen die Gegner des Projektes.

Hoher Professionalisierungsgrad – schnelles Wachstum

Erstaunlich mutete das schnelle Wachstum der Gruppen und Fanseiten in den sozialen Netzwerken, sowie der Professionalisierungsgrad der Aktionen an. Innerhalb von nicht einmal zwei Wochen schoss die Zahl der Befürworter auf facebook von 2000 auf 12.000, die Administratoren der Gruppen arbeiteten, insofern sie sich überhaupt zu erkennen geben, mit Pseudonymen. Sie zeigten sich zunehmend aggressiv, Gegner des Projektes, die auf den Seiten der Befürworter die Diskussion suchten oder kritische Anmerkungen machten, wurden zensiert oder gesperrt.

Organisierte eine Werbeagentur „Laufen für Stuttgart21“?

Einen vorläufigen Höhepunkt der „Bewegung für Stuttgart 21“ bildete das „Laufen für Stuttgart 21“. Rund 80-100 Läufer joggten am Donnerstag, 9. September durch den Schlossgarten, Befürworter verteilten Pro-Stuttgart-21-Buttons vor dem Hauptbahnhof.

Doch wer einen genaueren Blick auf die Homepage „Laufen für Stuttgart – 21“ wirft, findet im Impressum den Namen Christian List und die Adresse „Krefelderstr. 32“. Christian List ist Geschäftsführer von Sitibi, einer Werbeagentur, die sich auf „Begegnungsmarketing“ spezialisiert hat. Sitibi, die in der Krefelderstr. 32 residiert, zählt auch die Deutsche Bahn AG zu ihren Kunden. Vermeintliche Freelancer der Agentur wurden als besonders aggressive Stimmungsmacher in Pro-Stuttgart21-Gruppen wahrgenommen, wurden sie auf Sitibi hingewiesen, wurden die Posts gelöscht.

Manipuliert die DB AG wieder?

Das die Bahn AG hinter solchen Aufträgen steckt, wäre nicht das erste Mal: 2007 wurde nach Angaben der Bahn ein Betrag von knapp 1,3 Mio. Euro für sogenannte “No badge”-Aktivitäten ausgegeben. Dazu zählen unter anderem Beiträge in Internet-Blogs, Leserbriefe, Meinungsäußerungen in Foren, Meinungsumfragen oder vorproduzierte Medienbeiträge, bei denen der Urheber beziehungsweise Auftraggeber nicht zu erkennen ist. (Quelle: Handelsblatt) Die Bahn hatte damals versprochen, derartige Manipulationen einzustellen. Doch Stuttgart 21 steht mit dem Rücken zur Wand und da wäre es durchaus vorstellbar, dass die Projektbefürworter wieder auf solche Methoden zurückgreifen.

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177 Antworten auf Die gekaufte Bewegung? Stuttgart 21-Befürworter im Netz.

  1. Janine sagt:

    Traurig! Und die DB ist ein Bundesunternehmen!! Ich hoffe, dass sowas irgendwann verboten wird!

  2. Tina sagt:

    Was passiert eigentlich in unserem Land? Sind wir Bürger schon so rechtlos, werden wir nur noch als “Arbeits-Material” betrachtet?
    Daß die Befürworter recht aggressiv auftreten, habe ich gestern immer wieder gehört und sogar selbst erlebt. Einer davon riß in unserem Beisein Plakate vom Bauzaun ab. Und am Freitagabend wurde laut gesagt, daß Typen wie Daimler-Chef Zetsche, Breuninger-Manager und noch viele andere SCIENTOLOGEN sind.
    Wenn das stimmt, dann:
    GUTE NACHT, Deutschland…

  3. Bastian sagt:

    Was spricht bitte dagegen, dass sich Befürworter auch zusammen tun? Und wenn es tatsächlich so ist, dass dafür eine Werbeagentur zur Hilfe genommen wird, ist das doch für eine Professionelle Abwicklung nur legitim. Mit dem Löschen von Beiträge oder der Verbannung von Menschen tut man sich jedoch keinen Gefallen.

  4. Bastian sagt:

    Die Aggressivität gibt es auf beiden Seiten und sollte schnellstmöglich aufhören. Das schadet dem Klima in der Stadt und das ist weitaus schlimmer als irgendwelche Milliarden.

  5. anna sagt:

    das ist doch aber kein mensch-ärgere-dich-nicht-spiel hier oder etwas, wo wieder nur der reichste (werbeagenturen machen nix umsonst) nachher den zuschlag bekommt- stimmen sammeln, um sich zu profilieren, hat was von sandkastenspielen und lässt den zweck völlig außer acht- das ist eine kinderei, die mich sehr, sehr ärgert-

  6. A. Bestehorn sagt:

    Schade, dass die Befürworter ständig zu solchen Mitteln greifen. Wenn ich an die Lüge mit der verstorbenen Person denke, fällt es mir leicht, zu glauben, dass andere Aussagen der Befürworter ähnliches Wahrheitspotential besitzen.
    Ironiemodus = an
    Jetzt verstehe ich zwar die Notwendigkeit dieser Mittel, allerdings fehlt mir dafür jedes Verständnis
    Ironiemodus = aus

  7. hannes sagt:

    ich bin einer der läufer und ich bekomme kein geld, sondern gehe für meine überzeugung auf die straße. wenn die rechnung so rum funktioniert, müsste sie doch andersrum auch aufgehen, oder? d.h. die anti-s21-demonstranten werden von der linken bezahlt.. so wird’s sein…. (<- das ist pure ironie!)
    ganz ehrlich: der artikel hier ist mehr als lächerlich.. also hört doch auf mit diesen verschwörungstheorien und lasst uns versuchen, vernünftig miteinander umzugehen!

  8. Andreas Bühler sagt:

    Lieber Hannes, hier hat niemand etwas gegen Leute, die Ihre Überzeugung offen zeigen. Aber findest Du es nicht auch merkwürdig, dass im Impressum der Homepage “Laufen für Stuttgart 21″ (http://laufenfuerstuttgart.wordpress.com/impressumkontakt/) die Adresse und der Geschäftsführer einer Werbeagentur stehen? Der Verdacht, dass die Bahn eine Werbeagentur zu diesem Zweck beauftragt hat, liegt nahe, wenn man bedenkt, dass das bei der Bahn nicht das erste Mal war.

  9. hannes sagt:

    andreas, dass die bahn einer der kunden eines der initiatoren ist, verbietet es ihm doch nicht, für seine überzeugung auf die straße zu gehen. wie schon gesagt: auf den demos werden z.b. auch reichlich fahnen der linken geschwenkt, aber das heißt doch nicht, dass die linke leute einkauft um sich auf die demo zu stellen, oder? das ist aber genau die logik mit der hier argumentiert wird…

  10. bananablues sagt:

    Es ist so armselig, wenn die Bahn Geld dafür ausgeben muß, daß Leute für ein paar Euro gefakte Pro21-Beiträge schreiben oder an angeblichen Befürworter-Aktionen teilnehmen.

  11. Andreas Bühler sagt:

    @ Hannes: Nein, die Logik ist eine andere. Die LINKE macht transparent, dass sie gegen das Projekt ist, sie steht mit Ihrem Namen dafür ein. Bei “Laufen für Stuttgart 21″ handelt es sich um eine “No Badge”-Aktion – die Verantwortlichen arbeiten nicht transparent, sie sagen nicht, in wessen Auftrag sie handeln und wer sie sind und es ist nicht klar, ob sie bezahlt werden. Wenn sie bezahlt werden, werden dafür Steuermittel verwendet. Wenn Steuermittel verwendet werden, sollte das aber transparent gemacht werden. Das ist der Unterschied! Das soll nicht Dich oder diejenigen persönlich diskreditieren, aber ich würde als Läufer eigentlich schon gerne wissen, wem ich da hinterherlaufe…

  12. hannes sagt:

    wir können uns gerne persönlich treffen und hände schütteln.. dann zeig ich dir meinen arbeitsvertrag und meine kontoauszüge der letzten 10 jahre….. noch besser: ich stelle sie ins netz!? ganz ehrlich: geht’s noch? wie paranoid kann man sein? und wie weit ist es eigentlich gekommen, dass eine andere meinung als die eigene nicht mehr akzeptiert wird und hinter jedem befürworter zwangsläufig die DB stehen muss. bei einigen (und ich sage bewusst nicht “bei allen”!) ist leider offensichtlich mittlerweile eine sicherung durchgebrannt.

  13. hannes sagt:

    andreas, der letzte beitrag bezog sich auf bananablues – ich kann die beiträge leider nicht editieren.
    wenn die initiatoren der läufe etwas zu verbergen hätten, würden sie doch wohl kaum diese verbindung direkt auf ihrer projektseite herstellen, oder?
    dass du zweifel hast ist dein gutes recht, dass du es aber quasi als faktum hinstellst grenz schon an üble nachrede.

  14. Philip sagt:

    Bin mir nicht ganz sicher was das alles soll… Sind also 12000 Leute bezahlt um da mit zu machen?

  15. Andreas Bühler sagt:

    @ Lieber Hannes: ich habe doch nichts dagegen, dass Du läufst und ich habe nicht gesagt, dass Du bezahlt wirst. Aber ich vermute, dass die Organisatoren (und nicht die Mitläufer) der Laufaktion für die Aktion bezahlt werden. Warum sonst stehen die Adresse und der Geschäftsführer einer Werbeagentur auf der Homepage von “Laufen für Stuttgart 21″? Wenn es Dir egal ist, wer das organisiert, kannst Du gerne weiter mitlaufen und keiner möchte Dir die Meinungsäußerung verbieten. Ich plädiere lediglich für Transparenz – vor allem dann, wenn Steuergelder für die Aktion verwendet wurden.

  16. Andreas Bühler sagt:

    @ Phillip: Nein, so ist das nicht gemeint, aber ich vermute, dass die Seite von einer Werbeagentur administriert wird.

  17. Mona sagt:

    Lieber Andreas,
    Du betreibst eine Strategie, die schon im Dritten Reich äußerst beliebt war: Man markiert die Türen mit Judensternen, damit dort keiner was kauft. Das auf S21 zu übertragen ist absurd.
    Die Organisatoren sind zwei Selbständige. Die müssen sehen, wo sie ihre Brötchen verdienen (apropros Brötchen: hast Du Deinen Bäcker gefragt, ob er dafür oder dagegen ist, nicht dass Du Dein Brot bei einem Befürworter kaufst der täglich S21-Mehl verwendet).
    Stünde ich an Christians Stelle, hättest Du eine Anzeige wegen Verleumdung.

  18. SG sagt:

    Zum Glück bin ich NICHT gekauft, und wenn eine Agentur dahinter steckt (wovon ich nichts weiß) – es scheint auch eine Agentur hinter des Gegnerprotesten zu stecken. Außerdem – bisher wurden von machen unabhängigen Usern sowohl die Gegner als auch die Befürworter zur Ordnung gerufen, wenn die Beiträge unter die Gürtellinie gehen. Gegner löschen darüber hinaus auch für sie kritische Beiträge von ihren Seiten – hier sollten wohl beide Seiten sich an die Nase fassen. Außerdem – ich finde es nicht verwerflich auf einer Pro-Stuttgart 21 Seite keine anderen Meinungen zuzulassen. Es gibt andere Proseiten wo diese zugelassen sind und dort ist man dann auch zum diskutieren (aber um mal ehrlich zu sein – die Meinungen sind auf beiden Seiten so eingefahren, dass Diskussionen eigentlich schon hinfällig sind – die eingefleischten Befürworter werden die Gegner nicht mehr überzeugen und umgekehrt).

  19. Andreas Bühler sagt:

    @ Mona: nana, lassen wir das Dritte Reich in den Geschichtsbüchern, es geht schließlich lediglich um einen Bahnhof. Ich habe auch nicht zum Boykott aufgerufen und wenn mein Bäcker gute Brötchen backt, aber für Stuttgart 21 ist, kaufe ich trotzdem noch Brötchen, ich bin auch mit S21-Befüwortern befreundet. Es gibt auch Selbstständige auf Seiten der Gegner des Projektes, die kein Problem damit haben, genannt zu werden. Die Frage ist nur: warum steht die Adresse einer Werbeagentur im Impressum? Und wurde die Werbeagentur dafür bezahlt oder nicht? Das sind lediglich Fragen.

  20. Lola Rennt sagt:

    Ich kann auch bestätigen, dass Christian List, der Geschäftsführer der MarketingAgentur Sitibi, beim SWR-Themenabend zu S21 (Gespräch mit Sittler, Drexler etc.) auf der Seite der Befürworter stand und laut mitgeklatscht hat. Vielleicht ist er mit einem Reisebus gekaufter Stimmungsmacher ins SWR-Studio angereist?

  21. Jonas sagt:

    Hallo Andreas,

    ich muss mich Mona anschliessen. Ich selbst bin Befürworter von S21, stehe mit der Bahn nicht in Verbindung und bin auch nicht von der Stadt Stuttgart gekauft. Das was Du hier schreibst, ist reine Verleumdung. Aber genau mit solchen Unwahrheiten verunsichert Ihr die Bürger und zieht sie auf eure die Gegner-Seite. Lange wird das nicht mehr funktionieren.

    Gruß

    Jonas

  22. Mona sagt:

    @Andreas: Für mich ist das eine Art, zu diffamieren, wie im Dritten Reich. Auf der Seite der Parkschützer gab es ein sehr ähnliches Statement, mich stimmt das traurig.
    Soll einer doch ne Werebeagentur betreiben und selbst wenn er meinen würde, er braucht ne Werbeagentur, um das aufzuziehen – wo liegt das Problem?
    Wir sind (inzwischen) ein freies Land!

  23. Michael sagt:

    Ganz schön schwach . Behauptungen im Web verbreiten ohne Beweise. Das grenzt schon an Rufmord – scheint aber gerade der übliche Umgang der K21 Fraktion zu sein.
    Das man da den Pfarrer Bräuchle handgreiflich angreift, wie gestern bei Anne Will zu sehen war ist nur eine weiter Episode am Rand die hingenommen wird.

    Das ist auch der Grund warum immer mehr Bürger nun für S21 sind….

  24. Lola Rennt sagt:

    Habe einige Facebook-Profile auf den Befürworter-Seiten in Facebook angeklickt. FAKE-ACCOUNTS! ..ersichtlich durch zB. eine Überzahl an Freunden (nicht ortsgebunden), keinen einzigen persönlichen Pinnwandeintrag, keine Interaktion mit Freunden auf der Pinnwand oder über Fotos, etc.

  25. Jonas sagt:

    @ Andreas:

    Die Frage ist nur: warum steht die Adresse einer Werbeagentur im Impressum? Und wurde die Werbeagentur dafür bezahlt oder nicht? Das sind lediglich Fragen.

    Ich denke die Fragen kann man ganz leicht beantworten. Die Aktionen, die die Gegner in letzter Zeit gegen Privatpersonen unternommen haben, hindern einen daran, seine private Adresse anzugegeben. Hast Du Lust morgends aufzuwachen und Deine Haustüre ist vollgeklebt mit irgendwelchen “Bebbern” nur weil Du eine Meinung vertrittst???

  26. oli sagt:

    mein ihr wirklich, dass ein geschäftsmann, der von der DB gekauft wird solche aktionen zu machen, dann mit seinem namen im ipmressum der seite “laufen für s21″ auftaucht? wenn dem so wäre, würde er sich strohmänner nehmen, die für diesen lauf werben. damit er eben nicht in verbundung gebracht wird. ich finde es schlimm, dass man bei allem betrug vermutet bzw anklagt. ich würde auch klage einreichen, wenn ich wie hier von anderes damit bezichtig werden würde. vielleicht sollte man sich endlich mal wieder besinnen um was es eigentlich geht. leider mittlerweile nicht mehr um oder gegen 21.

  27. Mona sagt:

    Interessant auch dieser Zusammenhang (nur der Vollständigkeit halber):
    http://www.heide-ruehle.de/heide/fe/pub/de/kontakt

  28. Sven.F sagt:

    Hallooo, Hirn zuhause? In eurem Weltbild scheint tatsächlich was nicht zu stimmen. So viele Verschwörungstheoretiker auf einem Haufen, hab ich ja noch nirgends gesehen. Kapiert es endlich: Es gibt genug (und ich wette mal, 100mal mehr) Befürworter als Gegner des Projekts. Und die fangen jetzt einfach an, auch mal auf sich aufmerksam zu machen. So ist das nun mal in der Demokratie. Also beschwert euch nicht, dass ihr den Besen, den Ihr mit Euren billigen Parolen gerufen habt, jetzt nicht mehr losbekommt…

  29. Sven W sagt:

    Sehr geehrter Herr Bühler,

    bezugnehmend auf Ihren Vorwurf “Die gekaufte Bewegung: Stuttgart 21-Befürworter im Netz”: Das ist eine absolute Frechheit und zeigt mal wieder dasd Demokratie Verständnis einiger S21 gegner! 1. Glaube ich, dass Sie eine Menge Angst haben, dass es zu viele werden und 2. Ist keiner dieser Menschen gekauft! Es ist eine absolute Frechheit von Ihnen! Gern können wir uns mal zum Ausstausch treffen….

  30. hannes sagt:

    ich bin grade ernsthaft am überlegen, ob ich selbst anzeige gem. § 187 und § 186 erstatte…

  31. Manta, N. sagt:

    Pro Stuttgart 21

    Es wird höchste Zeit, dass sich etwas tut. Warum sollen nur die Anti-Schreihälse sich mit ihren unsäglichen Agitations-Instrumenten und lügenhaften Sach- und Mengendarstellungen in den Medien tummeln. Es widert an, in welchem Umfang hier gezielt die Demokratie und ihre Institutionen angegriffen und in den Abgrund gezerrt werden sollen. Krause, Brazzler und Hörig tun sich so schwer beim moderieren, wenn auch etwas positives zu der umfangreichen Materie zu sagen ist. Insbesondere das Wort “Nutzen für …” erscheint praktisch nicht: ein Unwort – eine Unsittlerische Einlassung, etwas was ganz ganz bäh ist.

    Schaut Euch doch an – ihr seid doch keine Mehrheit – weder in der Stadt noch im Land. Ihr seid vielleicht die Vorstufe zu RAF II, weil ihr zu engstirnig seid, um zu erkennen wo die Zukunft liegt und wie sie gestaltet werden soll. Jedes einfache Stadtfest mobiliseriert mehr Zuläufer als Euer Agitaionsgetrommel seit Wochen. Die Vorstellung des Hofbräu-Festbiers letzthin versammelt 25000 Interessenten, ohne Webvernetzung, Protestgemeinschaften unter altgrüner Führung und SPD-Schlappschwanz-Verrenkungen.

    Wenn es nach Euch Anti`s ginge, dann würdet ihr am liebsten in Rupfen und mit Fellschuhen bekleidet am Nesenbach sitzen und Euch beim Grasen der Pferde des Stutengartens abrotzen – nur konsequent gedacht: es würde Euch überhaupt nicht geben, weil Ihr nie eine Geburts- und Entwicklungschance gehabt hättet. Also denkt mal eher über Eure Zukunft nach und wie ihr Stuttgart und Württemberg voranbringen wollt – ansonsten ist es mit den Finanzen bald ganz aus und das Demo-Faulenzer-Leben hat dann ein recht unrühmlichs Ende.

    Ansonsten vergesst nicht ein wenig Arm-Gymnastik zu machen – in den TV-Bildern sieht man recht deutlich wie schwer sich die Agitations-Jünglinge und die Demo-Pensionäre/innen tun, ihre Plakate und Spruchbänder einigermassen hoch zu halten.

    Dies in alle Kürze
    Manta, N.

  32. arnold sagt:

    @Lola Rennt:
    Danke für die Stichprobe – Wie kann man den Anteil der FAKE-Accounts ermitteln?
    Die professionellen Befürworter vermitteln teilweise den Eindruck, daß es sich um reale Personen handelt. Es gibt auf jeden Fall 59 reale Jogger.

  33. Jonas sagt:

    @ hannes,

    stell doch bitte die vorlage hier rein. ich denke da wird es einige geben, die es ebenso tun werden.

  34. SG sagt:

    Mir ist es egal, ob dies eine Werbeagentur macht, von mir aus auch die DB, ich finde das Projekt gut, und wenn mir jm . die Chance gibt mich dazu zu äußern, könnte von mir aus Obama höchstpersönlich die Seite betreiben! I don´t care. Ihr glaube nämlich auch nicht, dass alle Gegner Links sind, aber die Gegner tolerieren die Flaggen der Linken – es geht immerhin um die Sache.

    PS: zum Thema Protestart – ich habe gerade mit einer bekennenden Gegnerin gesprochen, naja, sie war es mal, nachdem nun beide Seiten schreien und sie nicht mehr weiß, wem sie glauben soll (auch bzgl. der Aktionen der Gegner) hat sie sich einfach vorgenommen neutral zu sein. Ich meinte nur, ich finde das Projekt gut, was evtl. irgend welche Befürworter machen interessiert mich nicht, wenn ich merke dass sie Mist bauen bekommen sie genauso einen Kommentar, wie wenn es Gegner sind. Mir geht es um das Projekt. Punkt.

  35. Hase sagt:

    gekauft? ihr habt doch keine ahnung was die befürworter angeht. wir sind noch mehr und unangenehmer als ihr euch das vorstellen könnt. s21 kommt und das ist auch gut so.

  36. Thomas sagt:

    Ich bin Befürwörter, bin nicht Fake, und habe auch in meinem Bekanntenkreis viele Befürwörter (Demographische Merkmale: hoher Bildungsabschluss, unter 35 Jahre).

    Da Facebooknutzer mehrheitlich auch in dieses demographische Raster passen, kann ich mir sehr gut vorstellen das die Gruppe in der Tat so schnell wächst.

    Mehr noch:
    Ich bin überzeugt, dass die Mehrheit der (< 35 Jährigen) für das Projekt ist.

    Bei den meisten Projektgegnern muss man hingegen befürchten, dass sie noch vor dem Banhhof unter der Erde sind… (Treffendes Zitat "Heute Show").

  37. Kerstin sagt:

    Hallo Leute, ich bin gegen S21. Ich kann gut damit leben, dass es auch Gegner gibt (mehr Toleranz würde ich mir auf beiden Seiten wünschen). Ist doch egal ob jemand gekauft wird oder nicht. Das mit dem Laufen finde ich witzig, was ich nur ein Frevel von Euch finde – den Lauf durch den Park! Wünsche Euch weiterhin viel Spass dabei.

  38. Kerstin sagt:

    Zu Thomas.
    Bin nicht alt, beziehe kein ALG 2, bin kein Chaot, gehe regelmäßig arbeiten, habe Familie. Finde deinen Beitrag einfach nur p e i n l i c h!!!

  39. Dominik sagt:

    Ich kann es so langsam nicht mehr fassen, auf was für kranke Ideen viele Gegner von S21 kommen. Die Initiative für den Lauf am Donnerstag ging von einem Stadtrat aus. Er verschickte anfangs eine Email an enge Freunde. Diese Email wurde immer weiter verschickt und so wurde die ganze Sache populär. Und es hat eben nicht jeder Zeit, während der Arbeitszeit eine Homepage zu basteln, wie manche Mitarbeiter von grünen Europaabgeordneten. Daher wurde eine Agentur beauftragt. Hier eben Stibi. Die Agentur eines Bekannten des Stadtrats. Was spricht da nun dagegen?!
    Einfach nur lächerlich, den Facebook-Usern Manipulationen vorzuwerfen. Die Mitgliedszahlen steigen minütlichen in den Pro s21-Gruppen. Damit müssen sich die Gegner wohl abfinden, dass die Befürworter immer mehr werden. Nicht zuletzt durch viele unentschlossene Bürger, die durch die vielen Lügen von Stocker, Sittler und Konsorten auf die Seite der S21-Befürworter übergelaufen sind.

    Deshalb rufe ich den Gegner herzlich zu: LÜGENPACK, LÜGENPACK, LÜGENPACK!!!

  40. Lola Rennt sagt:

    Leute seid ihr auf den Kopf gefallen? Eine gekaufte Meinung ist eine Lüge. Die Bahn kann 100 Werbe-Agenturen einkaufen, darf das aber NICHT ANONYMISIEREN.

    Ebenfalls hat die Werbeagentur “Die Crew” auch eine Kampagne zu S21 gemacht, wie ich zufällig branchenintern gehört habe, aber öffentlich ist das nirgends zu erkennen. Diese Fake-Spielchen müssen aufhören.

  41. Susanne, Mediatorin sagt:

    Holla,

    merkt denn hier immer noch niemand, dass genau das passiert, wovor bei den Kundgebungen immer gewarnt wird?????????????????????
    Genau – es soll eine Spaltung der Menschen geben, vielleicht arten die bislang überwiegend friedlichen Demonstrationen dann in Aggressionshandlungen um?
    Und was wäre wohl das Ergebnis?????

    Bitte: Arbeitet doch alle mit an einer – nicht nur verbal – friedlichen Lösung des Konflikts. Danke.

  42. Mona sagt:

    @Lola:
    “Falsche Bescheidenheit ist die schicklichste aller Lügen.” – Nicolas-Sébastien de Chamfort, Maximen und Gedanken

  43. Mona sagt:

    @Lola:
    “Man muss die Leute belügen, damit sie die Wahrheit herausfinden.” – Wolfgang Neuss, Der totale Neuss, Hamburg 1997, S. 281

  44. Nils sagt:

    Liebe Projektgegner, ich finde es einfach nur frech und peinlich, was hier geschrieben wird! Wisst ihr eigentlich, wer euren Protest organisiert – professionell bis ins kleinste Detail? Eine PR- und Eventagentur!
    Hier einige Auszüge aus der FAS von Sonntag, Seite 42, leider nicht online einzusehen:

    „Nur wer Emotionen weckt und die Menschen berührt, hat Wirkung” – das klingt nicht nur nach einem Werbespruch, es ist einer. So preist der Stuttgarter Unternehmer R. Benz, 60, die Dienste seiner PR- und Eventagentur.
    Sein Meisterwerk liefert er jedoch gerade im Kampf gegen „Stuttgart 21″. R. B. ist der kreative Kopf hinter der Protestbewegung. B. hat den Protest zur Marke gemacht, mit eigenem Logo „K21″ und einem einheitlichen Corporate Design: „Lindgrün, es sollte eine frische Farbe sein.”
    Mehrere Zehntausend bildeten in der Nacht zum Samstag eine Menschenkette durch die Innenstadt, von der CDU-Parteizentrale bis zu jener der SPD – alles fein organisiert von R. B. Denn so unschuldig-spontan die Bewegung auch daherkommt, um die Mobilisierung kümmern sich Profis. „Wir gucken, dass alles läuft”, sagt B. Konzeption, Planung und Koordination von Events sind seine Spezialität. Großkundgebung, Schweigemarsch, die Montagsdemo ist relativ neu im Sortiment.
    Welche Protestform das Aktionsbündnis auch beschließt, B. und seine Agentur setzen es um: Wie heißt das Motto? Wo und wann geht es los? Werbeprofi B. kümmert sich um Handzettel, Redner, kulturelles Beiprogramm. Er plant, wo die Buhne steht und wer sie wie lange betreten darf.

  45. petrus sagt:

    leidet ihr unter verfolgungswahn?

  46. Clamm sagt:

    FAKE ACCOUNTS??? Habt ihr Hirntoten mal was von Privatsphäre-Einstellungen gehört?! Merkt ihr nicht wie ihr hier ein Horrorszenario, eine Verschwörungstheorie nach der anderen aufbaut… Seid ihr wirklich so realitätsfremd und angsterfüllt? Eure Paranoia tut einem fast schon leid.

  47. FuerS21 sagt:

    Lola, die Werbeagentur “Die Crew” wurde sogar öffentlich als die Kampagnen-Agentur vorgestellt. War in allen Zeitungen zu lesen. In der Folge wurden dann auch Firmenschilder der Agentur beschädigt…

    Wie inzwischen bekannt ist, werden die Aktionen der Stuttgart 21 Gegner professionell von der Agentur von Rainer Benz geplant. Er sagt, er macht es aus eigenem Antrieb und aus Überzeugung. Da kann man als Befürworter doch nur sagen: Toll, dass sich die Gegner so gut organisieren. Ich würde ihm nicht unterstellen, dass er von irgendeiner Seite dafür bezahlt wird. Und so bitte ich, auch mit den Befürwortern zu verfahren. Achtet bitte das Pro-Engagement, auch wenn Ihr nicht nachvollziehen könnt, warum jemand sich Pro Stuttgart 21 stark macht.
    Es ist ziemlich armselig, wenn jetzt – nach starken Kosten-Argumenten oder Zweifeln an der Sicherheit – plötzlich als Gegen-Argument “Gekaufte Befürworter” aus dem Hut gezaubert werden. Und das ohne jeden Beweis. Der obige Beitrag ist ein Haufen leerer Behauptung.

    Und an die Adresse aller Gegner: Passt auf, dass Ihr nicht mit solchen “Scheinargumenten” geködert werdet, die keinerlei Beweiskraft haben.

  48. Thomas sagt:

    Ich verstehe es einfach nicht.

    Wie kann man gegen ein Projekt sein, dass

    … zum Großteil nicht von der Stadt bezahlt wird

    … das den häßlichen Bonatz-Bau zurechtstutzt

    … das den Park vergrößert

    … und die Gleisfläche für sinnvollere Sachen nutzbar macht?

    Wegen ein paar Bäumen?
    Wegen total irrealer Gefahren?

    Meine Vermutung:
    Die Alten sind dagegen, weil sie wahrlich nix davon haben außer einer Baustelle.

    Die Reichen/Bürgerlichen sind dagegen, weil sie Angst haben ihr Immobilienbesitz in Stuttgart verliert an wert, wenn plötzlich neue Flächen in bester Lage auf den Markt kommen.

    Die Krawallmacher sind dagegen, weil sie gerne Krawall machen.

    Ich finde es beängstigend wie die meist naiven Leute durch die Gegner instrumentalisiert werden.

  49. Bärbel Berger sagt:

    Das schlägt dem Fass den Boden aus! Zu behaupten die Mitläufer beim S 21 Lauf am Donnerstag und die Menschen die sich bei Facebook FÜR Stuttgart 21 aussprechen wären gekauft!
    Welche armselige Paranoia hat denn den Verfasser dieses Artikels am Wickel? Sorgt bitte für diesen Menschen, es geht ihm nicht gut, er benötigt Hilfe!

    Vielleicht ist es an der Zeit, dass die Gegner von S 21 verstehen sollten, dass die Befürworter von S 21 eine sehr große, schweigende Mehrheit sind, die sich bislang auf bestehende demokratisch gefällte Entscheidungen verlassen haben. Deswegen waren sie auch nicht auf der Straße beim demonstrieren . Denn die waren total einverstanden mit diesen Entscheidungen.
    Nachdem jetzt aber die SPD diesen unsäglichen Volksentscheid fordert , man sich als Bürger also nicht mal mehr auf unterschriebene Verträge verlassen kann – wird diese sehr große Mehrheit allmählich wach. Leise – aber mit Macht. Ob sich die SPD damit einen Gefallen getan hat?
    Auch wenn Stocker, Sittler und Co. gebetsmühlenartig immer davon reden, dass “die Mehrheit” gegen S 21 wäre – kann ich nur sagen: die haben keine Ahnung, was sich außerhalb ihres/eures Dunstkreises abspielt. Wie es so vielen Politikern leider auch immer wieder passiert!

  50. howdie sagt:

    @ Thomas
    Ganz einfach… weil der gesamte Bund nicht die Kohle für ein Projekt hat an dessen Ende was steht??
    Was neues “Schickes” und ne Zeitersparnis.
    Ich finde es gibt wichtigeres!

  51. Thomas sagt:

    @howdie:
    Eben nicht, es steht nicht “was schickes und ne Zeitersparnis”.
    Die Zeitersparnis ist mir total wurscht; aber stell Dir doch nur mal die Chance vor ein neues Stadtviertel mitten in der Stadt zu haben.

    Come on…
    welche Stadt würde nicht viel dafür geben, die Chance zu haben im Zentrum soviel Fläche zur Verfügung zu haben? (Und Stuttgart hat diese Chance – mehrheitlich NICHT von Stuttgar bezahlt).

    Es tut mir weh zu sehen wie leichtfertig ignorante uninformierte Menschen diese Chance vom Tisch wischen….

  52. Ich bin Gegner von Stuttgart21. Leider wohne ich schon lange nicht mehr in Stuttgart, sonst würde ich als Selbständiger liebend gern Überstunden in Kauf nehmen, um dafür jeden Montag meinen Willen kund zu tun.

    Sollten die Aktionen tatsächlich gekauft sein, wäre das ein Armutszeugnis der Bahn, das allerdings nach all den Aktionen, die sie sich schon unter Mehdorn geleistet hat, nicht weiter überrascht.

    Ich befürchte allerdings, dass etliche der Fans auf facebook tatsächlich echte Nutzer sind, die trotz der beschriebenen demoskopischen Merkmale nicht erkennen können (oder wollen?), wie hier Steuergelder verbrannt werden für ein Projekt, dessen Kosten sich offenbar nicht mal annähernd abschätzen lassen und dessen fehlender Nutzen (jedenfalls in Relation zu den Kosten) inzwischen fast überall bezweifelt wird.

    Es ist allerdings noch nicht zu spät, noch mal einen Schritt zurück zu treten, sich die Chose anzusehen und sich zu überlegen, ob man dieser Manifestation politischen Größenwahns tatsächlich seine Stimme leihen will. Für mal angenommene 9 Milliarden Euro könnte man stattdessen auf den Fildern locker auch sechs Türme vom Schlag eines Burj Chalifa bauen (Das höchste Gebäude der Welt kostete beispielsweise nur günstige 1,5 Mrd. US$).

    In die Innenstadt hätten diese Türme sogar den Vorteil, dass man mit ihrer Hilfe mal wieder über den Kesselrand schauen und feststellen könnte, dass man sich mit dem verbissenen Festhalten an Ideen, die schon im vergangenen Jahrhundert eine geistige Totgeburt darstellte, im Rest der Republik irgendwas zwischen ziemlich lächerlich und total unbeliebt macht.

  53. oli sagt:

    @bärbel: du hast absolut recht. aber die menschen in der mitte sind nicht zu verachten. die menschen, die noch gar nicht pro und contra sind, die sich mit dem thema noch nicht beschäftigt haben. diese menschen werde aber bald auch aufwachen. und die entscheiden nicht wer lauter pfeifft. diese merken langsam, dass sie von den contras, von den protestlern auch keine fakten bekommen. im moment ist das alles luftleerer raum. aber die menschen in der mitte werden unterschätzt. die demonstranten oder auch solche menschen wie w. sittler meine, alle wäre dagegen. die werden noch aufwachen. denn sie kennen nur ihre seite und die seite der befürworter, die sich erkenntlich machen. wenn aber sich die masse an leuten der mitte (und das sind die meisten) erstmal auf eine seite stellen, dann zeigt sich wirklich wie die zahlen in stuttgart und bw aussehen. alles andere ist eine schlacht zw. freund und feind. und der artikel von andreas ist eben der eines “contras”, die anderen artikel wegen der anderen angentur “pro”… fakt daran ist nur eins, der artikel von andreas ist eine VERMUTUNG, kein beweis. die andere agntur managed wirklich die proteste.

  54. Thomas sagt:

    Würde man das höchste Gebäude der Welt mit deutschen Lohnkosten bauen würde man aber nicht mit $1,5 Mrd. hinkommen….

    Mal wieder ein irrelevanter Vergleich der Projektgegner…

  55. PI sagt:

    Aufgefallen ist vor allem wie aus dem Nichts ploetzlich zig Twitter Accounts angelegt wurden die daraufhin vom 1. Tweet an nur noch PRO S21 vom Leder zogen.

    Insbesondere Mitte letzter Woche sind die “etwas zu schnell” aus dem Boden geschossen, als dass es sich hier um “natuerliche, ehrliche, neutrale Stuttgarter Buerger” handeln koennte (Alvar Freude hat da auch einen Verdacht).

    Vom Vorgehen her ist man also etwas zu daemlich vorgegangen. Die Gegner sind ja auch nicht alle in einer Woche entstanden ;-) Natuerlich gibts auch “echte” Befuerworter. Die erkennt man u.a. daran dass sie schon sehr lange einen Twitter Account haben und mindestens zuvor auch ueber alles andere getwittert haben.

  56. anna sagt:

    ich bin gegen stuttgart21 und für hannes, der eher versöhnlich schreibt, und finde, dass die anregung der mediatorin endlich mal wieder thema sein sollte- punkt

  57. FuerS21 sagt:

    @ PI Der Grund für die Aktivität der Befürworter könnte sein, dass die Gegner den Bogen überspannt haben. Ich bin davon überzeugt, dass die Pro-Aktivitäten einfach “ansteckend” sind. Und Ihr wisst doch aus Eurer eigenen Aktivierung, dass um so mehr aktiv werden, je couragierter jemand voran geht. Die Gegner sind es nur nicht gewöhnt, dass sie auch ein “Contra” bekommen.

    Viele der Pro-Twitterer schreiben unter Klar-Namen. Und haben z.T. nur für S21 einen Zweit-Account erstellt. Würde man ein wenig ziviler und höflicher miteinander umgehen, wäre die Zahl der Klarnamen-Twitterer sicherlich erheblich höher. Aber das kommt noch… jeden Tag ein bisschen mehr… Oh, und nebenbei bemerkt: Man muss mir nichts bezahlen. Ich bin – wie viele – auch so FuerS21 und werde meine Meinung sagen. Wann und wo es mir passt. Im Zweifel auch im Park.

  58. @Thomas Wer würde denn von dem neuen schönen leergefällten Areal mitten in der Stadt profitieren? Ich verspreche dir Leerstände wie in Sachsen-Anhalt. Und wenn nicht auf dem neuen Areal, dann eben in anderen Stadtteilen, denn die Gewerbetreibenden, die die Mieten dort bezahlen können, müssen ja auch irgendwo herkommen. Und glaub bitte nicht, dass die plötzlich aus dem Umland, aus anderen Bundesländern oder gar aus dem Ausland angerannt kommen, nur weil Stuttgart plötzlich so ein wunderbares Stadtentwicklungsprojekt mitten im Zentrum am laufen hat …

    Gerade die Tatsache, dass das Projekt eben nicht mehrheitlich von Stuttgart bezahlt wird macht mich ein bisschen wütend. Dass tatsächlich eines der besten Argumente für S21 das ist, dass endlich mal die Kohle, die man seit Jahrzehenten in den Länderfinanzausgleich buttert, wieder zurückgeholt werden könne. Gehts noch?

  59. Petri sagt:

    Solange Mitmenschen wie Thomas durch die Blume uns “Alten” das Mitspracherecht quasi aberkennen, da wir ja sowieso “noch vor dem Banhhof unter der Erde sind…”, wird es schwer sein, miteinander an einen Tisch zu sitzen.
    Mich befremdet es, dass hier nur wenige diesem Thomas mal die Meinung sagen! Kranke Hirne können ja sowas denken, wer jedoch sowas in aller Öffentlichkeit postet, stellt sich selbst ins Abseits. Ich frage mich, ob er auf diese Weise auch mit seinen Eltern und Großeltern kommuniziert.
    Jedenfalls wünsche ich ihm ein sehr langes Leben, damit er mal sehr lange zu den “Alten” gezählt wird.

  60. Ich glaube auch, dass hier alle mit mir einer Meinung sind, wenn ich sage, dass es mit der von Herrn Schuster versprochenen Bürgerbefragung überhaupt keine offenen Fragen mehr die Unterstützung in der Bevölkerung betreffend gäbe.

    Und ich würde mich tatsächlich darüber freuen (und das ist keine Ironie), wenn die schweigende Mehrheit sich auch mal äußern würde, am besten auch zu zehntausenden auf der Straße (von Agenturen organisiert oder nicht, ist mir dann egal). Der Meinungsbildung würde das jedenfalls gut tun und die S21-Gegner müssten sich nicht mehr auf Verschwörungstheorien beschränken sondern könnten sehen, dass S21 tatsächlich fest im Volkswillen verwurzelt ist und sie nur ein Häuflein geistig verwirrter sind (oh, da war sie wieder).

  61. arnold sagt:

    zur Info:
    “Astroturfing”:
    Wenn Werbeaktionen das Image der Graswurzelbewegung benutzen,
    nennt man das in den USA “Astroturfing”, das kommt von “Kunstrasen”.
    Die Dienstleister nennen selbst es Guerillamarketing.

    Beispiele ( http://de.wikipedia.org/wiki/Astroturfing ):
    “…
    Beispiele für Astroturfing bieten u.a. die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), die Gesellschaft zur Förderung umweltgerechter Straßen- und Verkehrsplanung (GSV), der Bundesverband Landschaftsschutz, die Initiative “meine Wahl!” (BVmed) und Bürger für Technik. Im Juni 2010 wurde die “Partei FDP” dabei ertappt, wiederholt FDP-freundliche Kommentare auf einem in Deutschland bekannten Blog abgesetzt zu haben.
    …”

  62. Marco sagt:

    Ich wollte hiermit bekanntgeben, dass ich von Herrn Grube, Mappus und Drexler insgesamt 1.000.000 Euro in bar erhalten habe :-) Deshalb bin ich für S21.
    LOL

  63. Jona sagt:

    DAAANKE
    @ Bärbel Berger
    @ Thomas
    @ Clamm
    @ Nils
    …. warum hätten sich denn S21 Befürworter in der Vergangenheit auch nur in irgendeiner Weise zu Wort melden sollen, wenn es denn schon beschlossene Sache ist. Dadurch das die tägliche 19uhr krawallmacherei mit der zeit einfach nur nervt und ich beim besten Willen keinen durchgestrichenen “STuttgart21″ Kleber mehr sehen kann, ist es an der zeit dass sich die proS21 seite auch mal bewegt.
    Aber wie soll das Organisiert werden?
    Geeeenau!! Am besten durch Werbeagenturen.
    Die sind nämlich die leute die wissen tun wie man sowas handhaben tut!
    UND DIE WOLLEN DAFÜR AUCH BEZAHLT WERDEN!!
    Das haben Sie doch nicht umsonst gelernt, oder?
    Und WER soll das zahlen?
    Aus einer sammelkasse in die ProS21′er eingezahlt haben nachdem k21′er ein projekt drohen zu kippen nur weil sie laut grölen und spucken und randalieren wie betrunkene kinder? ….. ich denke nicht.
    Ich bin FROH das jemand ORGANISATION BEZAHLT damit auch ich kleiner Mann in der Masse in eine Richtung Mitwirken kann und da ist es nur recht wenn das die DB selbst in die hand nimmt. Ich hab nämlich kein bock noch spenden zu müssen nur um meine meinung mit gleichgesinnten teilen und repräsentieren zu können.
    DAS müssen SIE auch nicht HERR aNDREAS bÜHLER

    Und nochmal danke@ clamm…
    zum Glück gibt es schnell wachsende netzwerke wie facebook in denen es Privatsphäre einstellungen gibt damit nicht jeder dahergelaufene ahnungslose k21′er irgend n shit posten kann nur weil ich meine Meinung zu S21 im Internet preisgebe.
    UND DAHER SEHEN SIE LIEBR HERR BÜHLER BEI MIR KEINE PINNWANDPOSTS KEINE FOTOS KEINE KOMMENTARE.
    Ist mein Account desshalb jetzt ein Fake?????

    Seht ein: S21 kommt… mit sicherheit mit großer befürwortung.

    Ich freu mich schon auf eine schöne verbindung von stgt nord und ost ohne durch den ekelhaften stinketunnel unter den 1mio tonnen gleisen zu müssen, und auf einen bahnhof, den man endlich mal sieht, VON ALLEN SEITEN, dadurch richtig in seiner schönheit und pracht voll zur geltung kommt und nicht nur von einer stinkenden strasse mit eingelgtem genick zu betrchten ist, sondern von einer schönen freifläche untersrichen wird!!!!!

    K21 kungebungen werden von S21′ern einfach nur belächelt

  64. dirk sagt:

    lieber andreas, herzlichen dank für deinen kommentar. inwieweit die s21-befürworterInnen bezahlt werden oder nicht vermag ich nicht einschätzen. dass es aber auch befürworterInnen gibt, zeigen die umfragen des SWR ( 35 Prozent sprechen sich dafür – 54 prozent der befragten sind gegen den umbau des bahnknotens stuttgart). auch die reaktionen auf deinen kommentar machen deutlich, dass sich nun auch die befürworterInnen besser organisieren (frage: warum erst so spät und nicht schon vor 15 jahren.-) auch wenn ich nicht einschätzen kann inwieweit die befürwortung echt ist und inwieweit erkauft, macht die stimmung auf dieser seite klar, dass wir zur befriedung der situation einen volksentscheid/bürgerbefragung o.ä. benötigen. was ist das für ein gemeinwesen, das so konfrontativ miteinander umgeht. damit beim volksentscheid/bürgerbefragung auch etwas entschieden werden kann, müsste es nun einen zeitnahen baustopp geben. das warten auf die landtagswahl hat zwar für die bauindustrie den charme, dass noch mehr sogenannte unumkehrbare verträge gemacht werden, aber es wird die wahl zu einer ein-punkte-wahl machen und das ist im anbetracht der entwicklungsfähigen wirtschaftstuktur, der bildungspolitik etc. schade. (53 prozent der befragten geben an, dass dieses thema bei der wahl für sie eine wichtige rolle spielen werde, für 27 prozent sogar die für die wahl entscheidende. hoffe, dass bei den noch mächtigen bald vernunft einkehrt. viele grüße, dirk p.s. bevor jemand mich google muss und dann feststellt muss ich bin parteiisch. bin ich das als mitglied der grünen.

  65. Thomas sagt:

    @Philipp Schilling:

    Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass es in Stuttgart – einer der teuersten Mietstädte der Republik – auf lange Zeit Leerstände in dem neuen Stadtviertel geben wird? Wir sind hier schließlich nicht in Sachsen oder Sachsen-Anhalt; noch haben wir hier Bevölkerungszuwanderung; nicht Abwanderung.

    Zudem bin ich davon überzeugt, dass auch Otto-Gemein-Bürger davon profitiert, wenn in Stuttgart nicht mehr nur die Königsstraße und Peripherie als zentraler Anlaufpunkt da sind.

    Stuttgart ist keine besonders aufregende Stadt; viel zu viel wurde nach dem Krieg zerstört. Das Beste ist noch das Umland.

    Jetzt hat man die Chance auf eine positive Stadtentwicklung – und will sie verstreichen lassen?
    Man will ernsthaft lieber Stuttgart Nord weiter hinter den Bahngleisen verstecken?

    Stuttgart 21 kann auch 15 Mrd. kosten. Bedenkt man, dass die Stadt davon die nächsten 100 Jahre profitiert ist es das auf jeden Fall wert.

    @Petri:
    Sie müssen wohl zugeben, dass ein auffällig großer Teil der Demonstranten graubehaart sind, oder?
    Ich habe übrigens nichts gegen “die Alten” generell – nur diejenigen, die Projekte verhindern die v.a. der nachfolgenden Generation zu Gute kommen – und dazu ihre zahlenmäßige Überzahl auch noch politisch einsetzen.

    Meine Oma/Opa sind da verständnisvoller – machen Sie sich keine Sorge :)

  66. DB sagt:

    Oje….ich hoffe die Bahn kann einen “Gegner” Filter für Ihre Bahnen einrichten. Groß jammern aber trotzdem mit der Bahn fahren….. doppelmoral lässt grüßen….

  67. Jona sagt:

    was für ein städtebauliches Potenzial….
    wenn damit mal nicht neues Geld in die kassen kommt…
    http://www.stgt.com/images/stgt21.jpg

  68. Mo sagt:

    Staatszensur.. China lässt grüßen.

    Vielleicht wachen die Menschen jetzt endlich aus ihrer Traumwelt auf.

  69. DiDi HENNiNG sagt:

    .. darf eine Werbeagentur nicht hinter ihren Kunden stehen und mit diesen Laufen ??

    .. können Menschen die gegen etwas sind, sich nicht vorstellen dass es eventuell noch mehr Menschen gibt die für eine Sache sind ??

  70. Lala sagt:

    Es gibt eine stetig wachsende Gruppe an Leuten, die Stuttgart 21 befürworten und das ist auch total legitim. Warum können das manche Gegner des Projekts nicht einfach aktzeptieren? Leben und leben lassen und wer sich dazu entscheidet auf Facebook in eine Pro Gruppe einzutreten hat auch ganz bestimmt das Recht dazu. Gleich mit waghalsigen Spekulationen aufzufahren, die Befürworter wären gekauft ist wirklich traurig und zeugt nicht gerade von viel Toleranz.

  71. Ganz schön was los hier, Respekt!
    Sehen wirs mal so: 59 Menschen gingen joggen für S21, 59.000+X Menschen gehen jede Woche auf die Strassen um gegen S21 zu demonstrieren.
    Ob nun Meinungen gekauft sind oder nicht – diese Zahlen sprechen Bände.
    Wenn etwas manipuliert wird im Internet, kommt es zum Glück recht schnell raus. Dabei ist nicht nur die Bahn mit solchen Methoden schon letztes Jahr auf die Schnauze geflogen, sondern erst vor 2 Monaten auch bdie FDP: http://www.drpr-online.de/statische/itemshowone.php4?id=37

  72. Fritz sagt:

    Schon mal auf http://www.parkschuetzer.de angemeldet und einen kritischen Beitrag geposted? Kannst auf 5 zählen und dein Account ist gelöscht! Warum beschwert man sich dann über die FB-Gruppen, die angeblich genauso vorgehen?

  73. Eli sagt:

    Ich bin gegen Stuttgart21 weil ich jeden Tag mit der Bahn nach Stuttgart fahre
    und keinen Bock auf eine Baustelle habe. Ich will auch in Zukunft “OBEN BLEIBEN”
    Ausserdem ist es zu teuer.!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Danke fürs durchlesen
    Die 1001 Ausrufezeichen sind nicht dass Ergebnis meiner naiven Emotionen, sondern sollen meinen Beitrag optisch hervorheben

  74. Alex sagt:

    Gleich zu Beginn erst mal, ich bin “Für Stuttgart 21″……

    Ich gehöre zu einer Interessengemeinschaft aus verschiedenen Personen von Jung und Alt und jeder Gesellschaftsschicht, mehr dazu unter:
    http://stuttgart.business-on.de/interessensgemeinschaft-stuttgart-21-befuerworter-stefan-woehler-_id4955.html

    Wir bekommen keinen Cent von irgend jemand für unsere IG, wir haben uns zusammen gefunden, weil uns die Darstellung der S21 Gegner, welche auch Anfangs in den Medien transportiert wurde, das alle Schwaben und alle Stuttgarter gegen das Projekt sind, sehr aufgeregt hat. Ich frage mich doch wirklich ernsthaft, WER sich das RECHT heraus nimmt, im Namen aller zu schreien und dies auch in den Medien so kund zu tun….. Da muss auch ein Herr W. Sittler und Co. aufpassen, nicht noch Anzeigen wegen Verleumdung etc.. zu bekommen.

    Was wir wollen?
    Wir sind “Für Stuttgart 21″ (http://fuerstuttgart21.de/)
    Wir wollen keine direkte Diskussionen mit S21 Gegnern oder K21 Leuten
    Wir wollen nicht provozieren und keine provozierende Aktionen machen (was allerdings bei S21 Gegnern wenig Sinn macht, da jede noch so friedliche Aktion von S21 Befürwortern schon eine Provokation für die Gegner ist, da diese wie schon mehrfach erwähnt wurde hier, wohl nicht mit dem demokratischen System der Meinungsfreiheit zurecht kommen)
    Wir wollen den Leuten S21 vermitteln und dafür werben, mit sachlichen Argumenten ohne lauthalse Aktionen, Beschimpfungen, Straßenblockaden, usw….
    Wir wollen noch vieles gutes mehr :-)

  75. Andi sagt:

    * Stefan Wöhler (Germany)
    * Tim Stephan
    * Daniel K. Wöhler (Gründer)

    Was zur Hölle ist da jetzt anonym oder ein Pseudonym

  76. Guten Abend Herr Bühler!

    Nachdem Sie mir auf meine Email nicht antworten, hier meine Email an Sie von heute Nachmittag.

    Sehr geehrter Herr Bühler!

    Auf Ihrem Blog habe ich einen Eintrag über meine Firma gefunden und ich möchte Sie fragen, warum Sie so etwas behaupten, ohne jemals mit mir gesprochen zu haben, was ich Ihnen gerne anbieten möchte. Wir arbeiten aktuell weder verdeckt oder offen für die DB, noch für eine andere Firma in Bezug auf S21. Auch habe ich weder ein Pseudonym, noch zensiere ich Beiträge auf unserer Webseite. Lassen Sie uns doch miteinander über das Projekt sprechen und bitte akzeptieren Sie, dass es auch Menschen gibt, die S21 spannend und fortschrittlich finden. Sollte eine sachliche, respektvolle und freundliche Kommunikation über Stuttgart 21 nicht mehr möglich sein, dann befinden wir uns alle auf einem falschen Weg. Und bitte berücksichtigen Sie, dass ich nicht Schuster oder Drexler heiße, sondern entgegen Ihrer Erwartungen nur ein Bürger, der eine andere Meinung hat als Sie und dazu eben eine Kommunikationsagentur betreibt.

    Hochachtungsvoll

    Christian List

  77. zimmi sagt:

    Ich habe mir die mühe gemacht, die Posts durch zu lesen, gähn, Kommentar: getroffene Hunde bellen.

  78. Max sagt:

    Hm… also nur weil ein Typ aus einer Werbeagentur den ProS21-Lauf organisiert, vom “Kaufen” von Befürwortern zu reden, halte ich doch für sehr gewagt. Wir dürfen unseren Gegnern nicht Lügen unterstellen (siehe Rosa von Stein) wenn wir uns gleichzeitig so weit aus dem Fenster lehnen. Auch in unseren Reihen finden sich Mitarbeiter einer Werbeagentur, die haben mich trotzdem nicht gekauft. Bitte Vorsicht bei der Wortwahl.

  79. fab sagt:

    Diese Mail habe ich gerade an Frau Rühle (wo Hr. Bühler Mitarbeiter ist) gesendet:

    Sehr geehrte Frau Rühle,
    Hiermit möchte ich meinen Unmut über den Artikel Ihres Mitarbeiters Hr. Andreas Bühler äußern.
    http://www.andreas-buehler.eu/allgemein/die-gekaufte-bewegung-stuttgart-21-befuerworter-im-netz/#more-178

    Auch ich zähle zu den Befürwortern des Projektes S21. Ich denke es gibt jede Menge von Gleichgesinnten in Stuttgart bzw. Baden Württemberg.
    Die Befürworter werden in den letzten Wochen einfach sichtbarer. Warum sollte ich vorher Flagge zeigen, wenn das Projekt doch schon demokratisch und durch alle Instanzen entschieden war.
    Jetzt zeigen wir unsere Gesinnung.
    Dass ich aber dann von einem Mitglied einer demokratischen Volkspartei so etwas lesen muss, kann ich nicht verstehen. Vor allem weil die Stimmung eh schon wahnsinnig aufgeheizt ist.
    So etwas trägt noch mehr zu einer Eskalation bei.
    Ich als Befürworter muss mir dabei sagen lassen, ich bin gekauft, manipuliert und gefaked. So etwas möchte ich aber nicht hinnehmen.

    Hiermit bitte ich Sie, diesen Mitarbeiter auch mal auf seine demokratischen Pflichten hinzuweisen und nicht Unwahrheiten oder Vermutungen in die Öffentlichkeit zu tragen.
    Vielen Herzlichen Dank.
    Ganz viele Grüße aus Stuttgart

  80. Susanne, Mediatorin sagt:

    Schade, schade,

    ich hatte Hoffnung auf mehr als eine positive Reaktion auf meine Bitte um Sachlichkeit und Toleranz. Und ich möchte nicht glauben, daß hier außer Anna und Herr List kein Interesse an einer friedlichen und respektvollen Lösung vorhanden ist.

    Frage an diejenigen, die sich gerade gegenseitig mit offensichtlicher Wonne auf den Schlips treten: Wie soll es aus Ihrer Sicht nun weitergehen?

  81. Andreas Bühler sagt:

    Sehr geehrter Herr List!

    Unbestritten ist doch, dass Sie die DB AG und die Flughafen Stuttgart GmbH zu Ihren Kunden zählen. Beide staatlichen Unternehmen treiben den Bau von Stuttgart 21 voran und vollziehen damit den politischen Willen ihrer Eigentümer, dem Bund, bzw. dem Verband Region und der Stadt Stuttgart. Zudem zählen Sie sowohl die Stadt Stuttgart, als auch den Verband Region Stuttgart unmittelbar zu Ihren Kunden. Beide treiben – trotz der zahlreichen Proteste – den Umbau des Kopfbahnhofes voran. Weiterhin gehören auch andere Institutionen des Landes Baden-Württemberg zu ihren Kunden, wie die Stuttgarter Messe- und Kongressgesellschaft oder die Staatsgalerie Stuttgart. Die schwarz-gelbe Landesregierung möchte, dass Stuttgart 21 gebaut wird und fürchtet derzeit wegen der Proteste gegen das Milliardenprojekt um ihre Mehrheit.

    Dass Sie also geschäftlich mit den Befürwortern des Projektes verbunden sind können Sie doch nicht allen Ernstes abstreiten? Dass Sie unter Pseudonym arbeiten oder Beiträge zensieren, habe ich auch an keiner Stelle behauptet.

    Es freut mich, dass Sie Interesse an einer sachlichen Kommunikation über Stuttgart 21 haben. Dann lassen Sie uns doch lieber über das Projekt sprechen. Wir leben in Zeiten, in denen die Bundesregierung eine Rekordneuverschuldung von 86 Milliarden Euro beschlossen hat. Ich kann dann allerdings weder etwas Spannendes, noch etwas Fortschrittliches daran finden, wenn unter schwierigsten geologischen Bedingungen ein Bahnhof unter die Erde gelegt werden soll, dessen Umbau nach offiziellen Zahlen 4,1 Milliarden Euro kosten soll. Und die Kosten werden voraussichtlich noch steigen, selbst Bahnchef Grube konnte das nicht ausschließen. Alle weiteren Gutachten – vom Bundesrechnungshof bis zum Gutachten von Vieregg-Rössler – schätzen die tatsächlichen Kosten des Bahnhofsumbaus auf 5,3 bis 8,7 Milliarden Euro.

    Ich finde, Fortschritt hat nichts mit Geldausgeben, sondern mit Nachhaltigkeit zu tun. Können Sie angesichts der Kosten das Projekt nicht für Gut heißen? Und welchen Mehrwert sehen Sie in diesem Projekt?

    Ebenso Hochachtungsvoll (und vielleicht demnächst freundlich)!

    Andreas Bühler

    P.S.: Sie vefolgen sicher ebenso besorgt wie ich, wie die Auseinandersetzung auf beiden Seiten an Schärfe gewinnt. Haben Sie einen Vorschlag, wie diese konfrontative Situation aufgebrochen werden kann? Glauben Sie, dass das Laufen im Park, an einer Stelle, an der die die Gegner des Projektes campieren, die Situation entspannt und zu einem sachlichen Dialog beiträgt?

  82. Manuel Kalweit sagt:

    Selbst wenn die Bahn hinter der Facebook Seite und der Aktion laufen für Stuttgart stecken sollte wäre es dennoch nicht verboten das sie eine oder mehrere Plattformen für die Befürworter von Stuttgart 21 aufbaut.
    Ich bin mir auch sicher das niemand der sich auf der Facebook Seite als befürworter des Projektes anmeldet dafür bezahlt wird. (ich gehöre übrigens auch dazu und werde sicher nicht von der Bahn dafür bezahlt)
    Diese meinung hat sich bei Ihnen wohl gebildet da sie einfach nicht aktzeptieren können das wir befürworter viel mehr sind als sie bisher dachten.

    Die Gegner von S21 können auch nicht den ganzen Bahnhof und alles was drumherum ist für sich beanspruchen.
    Als zeichen des Respekt’s vor uns könnt ihr euch ja aus dem Park zurückziehen.

  83. Tomi sagt:

    Selbst wenn Ihre Vorwuerfe wahr sein sollten, so liegt es doch an jedem selbst, der Facebookgruppe beizutreten oder laufen zu gehen! Ich verstehe deshalb nicht so ganz, wie man so etwas zum Vorwurf machen kann und davon spricht, die Befuerworter seien gekauft. Das ist ein schlechter Stil! Denn weder koennen Sie nachweisen, was Sie da behaupten ueber die Finanzierung der Projektbefuerworter durch die Bahn, noch koennen Sie verbergen, dass die Projektgegner selbst mit einer Werbeagentur zusammenarbeiten, die alles organisiert. Woher diese Ihre Mittel aquiriert, ist auch offen. Und selbst wenn sie durch externe finanziert sein sollte, was wuerde es aendern an der tatsache, dass es eben nicht nur Projektgegner gibt, sondern auch Befuerworter, die sich nun zusammentun. Es ist keine demokratische Art, solch eine Haltung zu foerdern, die gar keinen Dialog mehr zulaesst. Es gehoert ja zum Gewimmel eines Protests, Laerm zu machen. Aber von vornherein auf Dummheit und Gewissenlosigkeit der anderen zu setzen, ist wenig hilfreich. Leider tun sich die Gruenen wenig mit Verantwortung hervor in etwa, die Stimmung etwas auf den Boden zurueckzuholen und damit eine Atmosphaere des gegenseitigen Respekts zu ermoeglichen.

  84. Arnold sagt:

    Sehr geehrter Herr Bühler,

    vielen Dank für die Informationen, die transparente Diskussion
    und die konstruktiven Vorschläge für eine offene und sachliche Kommunikation.

    Einige Akteure sind nicht vollständig im Netz angekommen.

    Wenn sich ein Akteur aus der Kommunkationsbranche auf einer der beiden Seiten exponiert engagiert, dann kann er seine Interessen und seine Abhängigkeiten doch offen darstellen (z.B. http://www.andreas-buehler.eu/zur-person/) und
    sich dazu bekennen (z.B. http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2608949_0_9592_-stuttgart-21-nur-der-opa-bleibt-zu-hause.html).

    Glasnost („Offenheit, Transparenz, Informationsfreiheit“) – das Netz vergißt nicht.

    Mit freundlichen Grüssen,
    Arnold

  85. SK sagt:

    Hat sich irgendjemand bei den ganzen Kostendiskussion mal Gedanken darüber gemacht, woher die Millionen von Euro kommen müssen, die für die Polizeieinsätze der letzten Wochen aufzubringen sind?? Die waren in den bisherigen Berechnungen auch nicht drin.
    Die knapp 2 Millionen Euro (bisher!!) müssen ja auch irgendwoher kommen…

    Schade, schade, dass man sich als Befürworter dieses Projektes weitaus mehr erklären muss, wie ein Gegner. Ist ja auch mittlerweile wohl einfacher ein “Dagegen ” zu brüllen und gehört zu werden, wie ein “Ich bin dafür!”.

    Hätte nie gedacht, dass es in dieser Stadt mal soweit kommt. Dabei galten wir Schwaben ja eigentllich mal als vernünftige Leute.

  86. Horst sagt:

    Nachdem ich die Kommentare zu diesem Artikel durchgelesen habe, bin ich zu dem Schluss gekommen, auch ein Antwort zu hinterlassen.
    Zunächst möchte ich anmerken, dass die Behauptungen von Herrn Bühler unsachgemäß sind und auch nicht bewiesen sind. Sollte ihm der Nachweis hierfür gelingen, so ist es sicherlich dringend nötig darüber eine “faire” und “sachliche” Diskussion zu führen.
    Ansonsten kann ich mich meinen Vorredneren nur anschließen, dass es in dieser Situation nur dazu führt, dass sich die Fronten noch stärker verhärten. Dies ist nach meiner Ansicht sehr Schade.

    Zu den zahlreichen Behauptungen, dass die Gelder für den Bau woanders nötiger gebraucht werden, möchte ich entgegnen, dass dies sicherlich nicht falsch ist. Die Bildungsausgaben in unserem Land könnten bzw. müssten deutlich höher sein, als sie momentan sind.
    Allerdings muss auch beachtet werden, dass es sich bei den Geldern die zur Finanzierung von S21 verwendet werden sollen um zweckgebunden Gelder handelt. Diese dürfen nur für den Bau von Schienen und anderen Infrasktrukturprojekten verwendet werden. Daher sind die Argumente, von dem Geld etwas anderes zu machen nicht ernst zu nehmen und haben auch keine sachliche Grundlage.
    Wenn das Projekt gestoppt werden sollte, dann fließen diese Gelder eben nicht in dem Umbau des Bahnhofs und die neue Hochgeschwindigkeitstrasse sondern in andere Bundesländer, so dass Baden-Württemberg mal wieder nichts bekommt.

    Der zweite Punkt der mich immer wieder stört, ist der Ruf nach einem Volksentscheid. Wir leben in Deutschland und auch in Baden-Württemberg in einer repräsentativen Demokratie. Wir wählen Parlamente für ein Legislaturperiode von 4 bzw. 5 Jahren. Andere Staatsformen, wie z.B. die Schweiz hat das Prinzip des Plebiszit. Volksentscheide gehören hier zur demokratischen Kultur, anders wie bei uns.
    Man sollte, als Gegner, wie auch als Beführworter, sich an die allgemeinen Spielregeln halten. Ansonsten könnten wir in unserem Land bald gar keiene Großprojekte mehr verwirklichen, da immer irgendwo jemand dagegen ist.
    Nur weil eiener lauter schreit muss bzw. darf er noch lange nicht seinen Willen bekommen. Man muss sich nur mal überlegen, was die Folge wäre.
    Ich appelliere daher an die Gegner bis zum März zu warten und dann bei der Landtagswahl die entsprechende Partei zu wählen. Wenn, die Verträge, wie von den Gegnern behauptet noch umkehrbar sind, dann können diese auch noch im März umgekehrt werden. Es ist ja schließlich nur noch ein halbes Jahr bis dahin.

    Schließen möchte ich mit etwas, dass mich persönlich stört. Wenn ich als Gegner die Teinahme an einem Runden Tisch verweiger, nur weil die Abbruchabreiten nicht gestoppt werden, so hat das das Bild von einem kleinen Kind, dasd solange nervt, bis es seinen Willen bekommt. Wenn ich etwas forder, wie einen Baustopp, dann muss ich im Gegenzug auch der Gegenseite etwas anbieten, wie z.B ein Demonstrationsstopp. Doch von so etwas war nie die Rede. Man will nur etwas, mit allen Mitteln und ist im Moment offensichtlich nicht zu einem Kompromiss bereit.

  87. Andreas Bühler sagt:

    Lieber Herr Horst,

    Herr List hat mir bereits geschrieben und ich habe ihm geantwortet. Sie können das weiter oben nachlesen. Fakt ist jedoch, dass sich ein Werbeprofi an der Organisation der Befüworter-Bewegung beteiligt. Dies ist bei den Gegner von Stuttgart 21 auch der Fall, was jedoch Thomas Strobl, seines Zeichens Generalsekretär der CDU dazu verleitete, von einem “von einer Werbeagentur organisierten” Protest zu sprechen: [Link zur PM von Strobl]

    Aber Sie haben recht, lassen Sie uns lieber Sachfragen diskutieren. Sie schreiben, dass es sich bei der Finanzierung von Stuttgart 21 um projektgebunde Gelder handelt. Das ist richtig, diese Posten dürfen von heute auf morgen nicht einfach umgetopft werden. Wenn die Gelder aber nicht ausgegeben werden, verringert sich die Neuverschuldung entsprechend. Das würde bei einer Rekordneuverschuldung des Bundes in diesem Jahr doch auch Sinn machen, oder? Das Geld ist dann nicht eben “weg”, sondern es trägt zum Schuldenabbau bei. Un wenn es nicht zum Schuldabbau beiträgt, steht es evt. in den Haushaltsverhandlungen in der nächsten Legislatur für eine Verteilung auf andere Titel wieder frei. Jetzt mögen Sie sagen, ja, da hätten Land und Stadt nichts davon. Das stimmt so nicht! Die Stadt würde das Geld zurückbekommen, dass sie der Bahn für die Grundstückskäufe bezahlt hat, das Land könnte über die 950 Millionen Euro Finanzierungsbeitrag wieder verfügen. Das sind keine unerheblichen Summen.

    Die EU kofinanziert weder den Bahnhofsumbau, sondern lediglich die Strecke – und hier überlässt sie den Mitgliedsstaaten, wie der Bau der Strecke genau aussehen soll. Das der Bund sein Geld anderweitig oder zum Schuldenabbau verwenden kann, dagegen habe ich nichts einzuwenden, denn ich bin nicht nur Stuttgarter oder Baden-Württemberger, sondern auch Deutscher und Europäer. Und als Bürger dieses Landes trage ich auch mit an der Schuldenlast des Bundes.

    Sicher, wir leben in einer repräsentativen Demokratie und es ist richtig zu sagen: lasst uns bis zur Landtagswahl abwarten. Deswegen wollen wir ja auch ein Moratorium für Stuttgart 21. Ich kann Ihnen versichern, wenn der Abriss gestoppt wird, dann hören auch die Demonstrationen auf. Und bei der Landtagswahl werden dann die Karten neu gemischt. Wenn der Bau aber weiter vorangetrieben wird, dann kommt die Landtagswahl zu spät. Deshalb müssten Sie mir doch zustimmen, das zumindest ein Moratorium notwendig wäre. Dann wäre auch Zeit, noch einmal durchzuatmen, sich an einen Tisch zu setzen und das Projekt noch einmal zu diskutieren.

    Mit freundlichen Grüßen

    Andreas Bühler

  88. M Hegele sagt:

    Also ich bin auch für S 21 und auf keine Fall gekauft, sondern nur zukunftsofen…

  89. @Nils sagt:

    Nils schreibt hier, dass auch das Aktionsbündnis gegen S21 von einer Werbeagentur unterstützt wird und zitiert aus einem Zeitungsartikel, welcher sehr wohl online ist, diesen aber nicht verlinkt hat, weil er den entscheidenden Teil aus dem Artikel untern Tisch hat fallen lassen:
    “‘Gerade machen wir im Büro fast nur Arbeit für den Protest’, sagt er. Unentgeltlich.” Wie im Protest übrigens die aller meisten.

  90. Felix sagt:

    Ich finde nicht, dass ihr Artikel die Diskussion weiter bringt.

    Glauben sie Wirklich, dass 18000 Mitgleider bei Facebook gekauft oder fake sind???

    des weiteren ist bsp. Robinwood auch nichts anderes als eine auf Demonstratinen spezialisierte Marketingorganisation.
    Ist doch schön wenn jeder seine Fähigkeiten in die Debatte mit hineinbringt. Ob das Musik, Kunst, Medien und Design oder eben Marketing und Sport sind ist doch egal.

    Die schweigende Mehrheit hat festgestellt dass sie auch ihre Stimme erheben muss.
    Ich hoffe nur, dass irgentwie die kollektiven Emotionen nicht komplett ausser Kontrolle geraten.

  91. Booker_T sagt:

    So ein Quark. Ich bin nicht gekauft, sondern warte schon ziemlich lange auf eine gute Gelegenheit, mich öffentlich für S21 zu engagieren. Ich habe S21 seit den Urspüngen positiv verfolgt, und auch der quasi-religiöse Fanatismus der Gegner wird ich nicht davon abbringen.

  92. Liebe K21-Befürworter,

    bleibt standhaft und lasst Euch nicht ins Bockshorn jagen. Natürlich gibt es für so ein Prestigeprojekt wie S21 immer auch Befürworter, es verdienen ja genug Baufirmen, etc. daran und es gibt auch viele, die meinen, es würde sich dadurch tatsächlich etwas verbessern. Dass auf Seiten der Macht, der Baufirmen, der IHKs, Messegesellschaften, etc. etc. auch mehr Geld da ist, um “Pro S21″ professionell zu organisieren, ist völlig logisch. Das war zu erwarten. Das braucht uns aber nicht zu verunsichern. Wir haben die besseren Argumente: Das Projekt S21 ist beispiellos, denn noch nie wurde so viel Geld für ein Bahnprojekt ausgegeben, das letztlich die Leistungsfähigkeit der Bahn vermindert und nicht erhöht!!

    S21 würde aus einem einigermaßen funktionierenden Bahnknoten, der sicherlich noch optimiert werden könnte (siehe dazu die Konzepte für K21), ein Nadelöhr machen!!! – und das mit einer Jahrzehntelang andauernden Baustelle, mit immensen und nachträglich noch explodierenden Baukosten (ich würde meinen Allerwertesten darauf verwetten, dass die Kosten weit über die jetzt zugegebenen 4,2 Milliarden hinaus ansteigen werden, wenn man erst mal nicht mehr zurück kann) und den bekannten Nachteilen eines unterirdischen Bahnhofs (auch wenn er chic ist). Die Tristesse eines unterirdischen Bahnhofs trotz immensen Aufwands in die Gestaltung mit viel Glas und theoretischem Lichteinfall kann man heute schon beispielsweise an den unteren Bahnsteigen des Berliner Hauptbahnhofs “bewundern”.

    Durch die Reduzierung auf acht Gleise würde die Möglichkeiten eines Integralen Taktfahrplans (ITF) auf Dauer verbaut. Die Gleichung 8 Durchgangsgleise = 16 Stumpfgleise stimmt hinten und vorne nicht – das muss jedem, der etwas von Betriebsplanung bei der Eisenbahn und der Prinzipien eines ITF versteht, klar sein. Mit vergleichsweise wenig Geld könnte kurzfristig der Kopfbahnhof endlich saniert (es wurde ja seit Jahrzehnten kaum noch was in den Bahnhof investiert, um den Leidensdruck und damit die Befürwortung von S21 zu erhöhen – damit leidet Stuttgart schon seit Jahrzehnten unter S21), ein Fußgängertunnel (um das Umsteigen zu erleichtern und den Kapazitätsengpass der Fußgängerströme im Kopfbereich zu vermindern) ausgebaut werden (mit Aufzügen) und dann mittelfristig das Konzept K21 realisiert werden. Damit würde die Attraktivität und Leistungsfähigkeit des Bahnknotens Stuttgart wirklich erhöht statt vermindert.

    Und noch zu den Grundstücken: Selbst in einer “Bommtown” wie Stuttgart ist der Bedarf für derart riesige Flächen, wie sie mit S21 auf den Markt geschmissen werden sollen, nicht ohne weiteres vorhanden. Ein jahrzehntelanges Überangebot wäre zumindest die Folge, selbst wenn das ganze irgendwann bebaut sein sollte. Zudem würde Großbaustelle S21 und anschließende Bebauung der Freiflächen zusammen eine 30 bis 40 Jahre währende Großbaustelle in der Innenstadt bedeuten (selbst für die Jungdynamiker, die hier alle über 35 quasi als “alte Säcke” ansehen und bezeichnen, würde das bedeuten, dass sie das Ende dieses gigantomanischen Bauwahns erst im Rentenalter erleben würden). Der tatsächlich vorhandene Flächenbedarf ließe sich auch im Rahmen des K21 durch die Verwendung tatsächlich überflüssiger Gleisanlagen decken – ohne dafür funktionierende Infrastukur abzubauen und eine schlechter funktionierende mit gigantischem Aufwand teilweise unter der Erde bzw. auf neuen Flächen (Aufstellgleise, Zugbildungsbahnhöfe) wieder aufbauen zu müssen.

    Blinde Fortschritts- und Technokratiegläubigkeit hat schon viel Schaden angerichtet. Das droht hier erneut. Das sage ich als Ingenieur. Auch für vernünftige Konzepte wie K21 braucht es Ideen, intelligente Technik und Innovation.

    Viele Grüße

    Matthias Striebich

  93. Hallo Herr Bühler!

    Bitte entschuldigen Sie, dass ich mich erst heute melden, aber ich musste mich mal wieder um meine echten Kunden kümmern :-) .

    Nach einer Nacht Schlaf und einem Blick auf die Refererseite und der Klickzahlen unseres Impressums im Blog, habe ich eines verstanden und nun nach sieben Tagen als “Aktivist” gelernt: Es geht in der Politik nicht um den Wahrheitsgehalt einer Nachricht, sondern darum, dass sie sich in den Köpfen festsetzt. Da spielt gar keine Rolle, ob das tatsächlich so ist, sondern alleine, dass das Gerücht unterwegs ist, reicht aus, damit sich Menschen eine Meinung bilden (ein Gespräch mit meiner Friseurin am heutigen Morgen über S21 hat mich da 100% bestätigt. Der Vorteil: Meine Haare sträubten sich und sie konnte besser schneiden). Was in der freien Wirtschaft sofort zu einer Abmahnung oder einstweiligen Verfügung führt ist in der Politik erlaubt. Komisches Business und gut, wenn man das erkannt hat. Dann wird man gelassener.

    Ich habe übrigens Hinweise darauf, dass hinter den Protesten gegen Stuttgart eine türkische Organisation steht. Der Beweis: Schauen Sie in das Impressum der Webseite http://stuttgart-21-kartell.org/. Als ich das gesehen habe, musste ich über die Bigotterie mancher Menschen ziemlich lachen.

    Was Ihren Nachtrag betrifft, ist mein oberstes Ziel, die Gemüter zu beruhigen, die Diskussion auf die Sachebene zurückzuführen. Doch muss ich auch meine Meinung vertreten können und das sehe ich ganz klar mit dem Grundrecht auf Freizügigkeit verbunden. Natürlich werden wir darauf achten, dass wir niemanden provozieren und natürlich sind wir mit der Polizei in Kontakt. Im Prinzip sollte unser Lauf von allen Seiten als Aufeinanderzugehen betrachtet werde und nicht als Provokation. Die Gemüter müssen sich dringend beruhigen. Zur Unterstreichung habe ich Ihnen unsere PM angehängt. Über die Sachthemen unterhalten wir uns mal bei einem Bier.

    Jetzt muss ich wieder zurück zu meinen Kunden.

    Beste Grüße

    Christian List

  94. Tomi sagt:

    Lieber Herr List,
    Ihr Kommentar ist wirklich besonnen. Ich freue mich, dass die S21-Befürworter auf Besonnenheit setzen und nicht auf Hetze. Das oberste Ziel aller Protestierenden sollte in der Tat ein Aufeinanderzugehen sein, bei dem es auch möglich ist, seine eigene Meinung zu vertreten. Wer glaubt, dass solche Gespräche dann sowieso nichts bringen, weil man ja pro und contra nicht zusammenbringen kann, übersieht doch das Ziel einer solchen Debatte: sich zu öffnen für eine Lösung. In diesem Sinne, wünasche ich allen Stuttgartern Besonnenheit und Mut!
    Beste Grüße

  95. @Philipp Schilling sagt:

    Warum glauben die Gegner eigentlich, dass das Geld verschwendet sei? Es werden tausende Kilometer Autobahn gebaut, es werden andere wahnwitzige Projekte durchgezogen – der Nutzen eines neuen Bahnhofs, eines neuen Stadtviertels und einer Verbesserung der Bahnstrecke ist doch offensichtlich. Und wenn es ein paar Milliarden mehr sind – nunja, es ist doch auch eine tolle Möglichkeit, viele Menschen wieder in Lohn und Brot zu bringen. Es ist doch toll, wenn dadurch während und vor allem nach dem Projekt neue Arbeitsplaetze entstehen! Dafür lohnen sich die Milliarden. Natürlich koennten sie auch in die Bildung oder in Kindergaerten gesteckt werden. Da die Stuttgart21-Gegner so schlau sind, warum sind sie nicht nach Berlin gefahren, um gegen den Bundeshaushalt 2009 zu protestieren, durch den ja schließlich das Projekt genehmigt wurde? Wo war die Stimme der aufgeregten Grünen im Bundestag? Wer hat das in den Debatten erwähnt? Mir sind keine Stellungnahmen von Herrn MdB Hermann und anderen bekannt! Da waere es ja noch zu verhindern gewesen, da der Bundeshaushalt der letzte Hebel im Entscheidungsprozess war, soweit ich das verstehe. Ich habe nichts gelesen über kritische Stimmen der Abgeordneten sowohl bei den Grünen als auch in der SPD.

    Was SPD und Grüne jetzt auf Bundesebene abziehen, ist eine Beschädigung des politischen Systems, weil sie die Glaubwürdigkeit und Verläßlichkeit der Parteien weiter untergraben!

  96. Tina sagt:

    Tausende Arbeitsplätze?????? Für wen?????? Was hat denn die Zoll-Razzia an’s (nicht überraschende) Tageslicht gebracht???

    Bei Interesse bitte auch hier lesen:
    http://taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/schwaebische-verflechtungen-1/

  97. pete dawgg sagt:

    ich finde es einen sehr, sehr grossen zufall, dass ausgerechnet die reklamefirma (sitibi), die diesen lauf inszeniert, fast ausschliesslich für kunden arbeitet, die ein rein ökonomisches eigeninteresse an der durchsetzung von s21 haben . das reiht sich ganz eindeutig in die liste dieser angeblichen “bürger”-engagements für s21, hinter denen dann doch wieder (in)direkt die tunnelmafia steckt:
    nur EIN beispiel:
    $ openssl s_client -connect http://www.prostuttgart21.de:443
    CONNECTED(00000003)
    depth=0 /O=www5.stuttgart.de/OU=Go to https://www.thawte.com/repository/index.html/OU=Thawte SSL123 certificate/OU=Domain Validated/CN=www5.stuttgart.de
    verify error:num=20:unable to get local issuer certificate
    verify return:1
    depth=0 /O=www5.stuttgart.de/OU=Go to https://www.thawte.com/repository/index.html/OU=Thawte SSL123 certificate/OU=Domain Validated/CN=www5.stuttgart.de

    ping prostuttgart21.de
    PING prostuttgart21.de (91.208.45.129)
    whois:
    inetnum: 91.208.45.0 – 91.208.45.255
    netname: LHS-Stuttgart
    descr: Landeshauptstadt Stuttgart
    remarks: Marktplatz 1
    remarks: D-70173 Stuttgart

    [kurzerklärung: die internetpräsenz von prostuttgart21 (ja, alles befürworterInnen aus dem bürgertum hier, die s21 aus rein privaten gründen ganz arg toll finden), liegt auf dem webserver der landeshauptstadt stuttgart, in deren netzbereich, wird von der lhs technisch verantwortet und verwendet das ssl-zertifikat, das die stadt für IHRE server gekauft hat. die hübsche programmierung wurde allerdings extra gekauft - wer das wohl bezahlt hat???]

    ein RIESENZUFALL, was? und kein einziges wort dazu im impressum: http://www.prostuttgart21.de/verein bzw /kontakt

    seit mehr als einem monat schreibe ich sie an und frage indirekt und höflich danach, kommen aber keine oder ganz ausweichende antworten.

    finde ich echt eine super-sache, für sowas steuern und höhere kita-gebühren zu zahlen.
    OBEN BLEIBEN!

  98. Komisch, hatte noch keine Geldeingang verbucht…

    Unsere Kanzlerin hat es gut formuliert. In Berlin bei der Nord-Süd-Bahn gab es keine Proteste von Tritin und co.!

  99. Christian Wulf sagt:

    Lieber Andreas,

    wenn Herr Kretschmann im naechsten Fruehjahr als frisch gewaehlter MP erklaeren wird, das S21 leider planfestgestellt, vertraglich fixiert und daher unumkehrbar ist, wird auch er ein paar gute Berater benoetigen – steuerfinanziert natuerlich:-)

    Gruss, Christian

  100. Walter Böhm sagt:

    Ist nicht einer der Hauptpromoter von Anti-S21 auch eine Werbeagentur?

  101. Norbert Annen sagt:

    Vielen Dank für die Recherche. Die Kommentare oben demaskieren die Gegner absolut. Es ist gut, dass Sie über die Agitatoren der verlogenen Befürworterbewegung sprechen. Sie tun mir leid, was man Ihnen hier alles an Kopf geworfen hat, spottet jeder Beschreibung. Weiter so! Oben bleiben!

  102. 411urb4s34r3b3l0ngt0u5 sagt:

    Der Begriff Verschwörungstheorie wird oft kritisch oder abwertend verwendet. In der Rhetorik ist die mediale Diskreditierung des Gegners vermittels eines solchen Vorwurfs ein erprobtes Instrument. Die Charakterisierung als Verschwörungstheoretiker ist Gegenstand von Diskussionen. [http://de.wikipedia.org/wiki/Verschw%C3%B6rungstheorie]

    Sehr geehrte Blackhat CDU Spam Agentur Betreiber (und damit sind nicht die Privatleute gemeint die einfach nur ihre Meinung zum Ausdruck bringen wollen),
    wir beobachten euch. Wir sind überall. Wir vergeben nicht. Wir vergessen nicht. Erwartet uns.

  103. wibke sagt:

    Uff…Ich habe mich durch die Kommenatere gelesen. Tatsache ist, .. Tatsache ist aber auch, dass- die Frage nach Fakten tut sich vor mir auf, die Suche nach erfolgreicher Kommunikation scheint endlos. Das die Finanzierung für das Projekt unser eigentliches Bugdet bei weitem übersteigt, wird von den Befürwörtern jedenfalls nicht zurückgewiesen,- zumindest habe ich es nicht gesehen. Schön finde ich jeden kommentar, der versucht, Besonnenheit ins das Gespräch zu bringen! Danke! Ich selbst nehme seit monaten an den Demonstrationen teil und halte das auch für richtig,-für sachliche Disskusionen mit befürwörtern bin ich offen.. daher habe ich kein problem damit, wenn sie wir wir auf die straße gehen und ihre meinung kundtun,
    .. schön wäre es, wenn sich auch einmal ein wirklich verantwortlicher trauen würde, zu seinem kritischen volk zu sprechen- es scheint feige, was sich hinter dem vorhangd er Villa reizenstein bewegt.
    @ rechtschaffender Bürger: Ihren Eintrag nenne ich weder sachlich, besonnen noch in irgendeiner form sinnvoll, .. Es macht es mich taurig, dass wir Sie Gewalt als scheinbare Lösung sehen. Außerdem fände ich es nett, Sie sich wenigstens outen würden.
    WIR bleiben friedlich!

  104. Fred B. sagt:

    Andreas Bühler verletzt sich bei Auseinandersetzung mit Befürwortern.

  105. Arnold sagt:

    Hallo Herr Bühler,

    Danke für ihre Arbeit als Schiedsrichter.
    Immer mehr Akteure halten sich an die Spielregeln und spielen offen.

    Neue Auswertungen zu Web-Sites, Twitter und Facebook liefern sicher bessere Ergebnisse gegenüber dem Zustand vor 2 Wochen ( z.B. Auswertung o8.o9.2010
    http://facebookmarketing.de/allgemeines/pro-und-contra-stuttgart-21-wer-nutzt-facebook-besser ).

    Schiedsrichter mag keiner.
    Fairplay ist mehr ( http://www.dfb.de/index.php?id=11228 ).

    Viele Grüße,
    Arnold

  106. Harald Schauz sagt:

    Wer hinter so einer Bewegung wie “Laufen für Stuttgart 21″ steckt wissen Sie nicht genau, was Sie äußern sind Vermutungen, unbelegte Behauptungen. Außerdem ist es mir auch zimlich egal, wer diese Aktion angestossen hat. Wichtig ist für mich, dass sich die Stuttgart 21 Befürwortern organisieren können und nicht immer behauptet wird, dass alle Bürger gegen Stuttgart 21 sind. Deshalb bin ich beim nächsten Lauf auch dabei.

  107. Johannes sagt:

    Es ist schon traurig, dass man es sich als Stuttgart 21 Befürworter gefallen lassen muss, als “gekauft” dargestellt zu werden. Ich möchte ein für alle mal klarstellen, dass ich ein Befürworter der Projektes bin, weil ich es für das einzig richtige halte, den Bahnknoten umzubauen um für schnellere Verbindungen zu sorgen UND um das Zentrum Stuttgarts aufzuwerten. Die Bahnanlagen Richtung Cannstatt sind schauerlich. Die Wege im Kopfbahnhof zu lang, das Wenden der Züge viel zu umständlich. Ich kann den Projektverantwortlichen und insbesondere Herrn Teufel als damaliger Ministerpräsiden, nur dazu beglückwünschen dass verhindert wurde, dass der Stuttgarter Hauptbahnhof, wie damals von der Bahn geplant, nach Cannstatt verlegt wird. Daß Kopfbahnhöfe entgegen aller Behauptungen der Gegner unzeitgemäss sind lässt sich an vielen Beispielen erkennen:
    Kassel – Verlegt in einen Vorort
    Wiesbaden – vom Fernverkehr abgehängt
    Frankfurt – wird inzwischen von einer ICE-Linie nicht mehr angefahren statt dessen hält diese nur noch am Flughafenbahnhof

    Kopfbahnhöfe taugen dort, wo im Allgemeinen eine Reise endet; das könnte für eine Zeit noch in München gelten (wobei auch hier schon einzelne Züge nicht mehr im Hbf sondern nur noch In München – Ost halten).

    Ich gewinne mehr und mehr den Eindruck dass sich hier Linke und Grüne Parteiführer profilieren wollen um Ihre Machtgelüste zu stillen und deshalb einen Aufstand gegen ein relativ gut geplantes und sehr durchdachtes und vor allem Zukunftsweisendes Projekt organisieren an dem man nur vorbeikommt wenn man massive Nachteile für Stuttgart in Kauf zu nehmen bereit ist.

    Ich war eher sympathisant der Grünen aber was hier abläuft hat mit grüner Politik nichts mehr zu tun: das schaffen von Lebensraum, das immer geforderte unter die Erde Legen von Gleisen und Ausbau de Bahnverkehrs, das hier hervorragend möglich wäre wird nun von genau dieser Partei, durch deren Argumente ich zum überzeugten Bahnfahrer wurde, ad absurdum geführt.

    Ich ziehe auch meinen Hut vor Herrn Mappus, der bereit ist, zum Projekt zu stehen auch wenn seine Wiederwahl im nächsten Jahr dadurch höchst fraglich wird. Das sind Menschen die, wie Herr Drexler, zu ihrer Überzeugung stehen, und nicht wie Nils Schmid und Frua Kühnast ihr Fähnchen in den Wind hängen.

  108. Andreas Bühler sagt:

    Lieber Johannes,

    es ist die Aufgabe von PolitikerInnen, im Interesse der Allgemeinheit zwischen unterschiedlichen Positionen und Interessen abzuwägen und sich dann für eine zu entscheiden. Das unterscheidet die Politik von Lobbygruppen, die immer nur ein Interesse haben.

    Wenn der Gleiskörper verschwindet und dort gebaut werden kann, dann ist dies zunächst einmal nichts Falsches. Aber Sie müssen auch die Kosten und Risiken sehen. Und es ist doch gerade Aufgabe der Oppostion auf Kosten und Risiken hinzuweisen, oder meinen Sie nicht? Wir haben uns gefragt: was ist der Preis dafür? Wo liegen die Risiken? Und gibt es Alternativen? Damit haben wir ein hohes Maß an Verantwortung übernommen und genau das getan, was eine Oppositionspartei tun muss: das Handeln der Regierung kontrolliert.

    Die Kosten haben wir von einem renommierten Ingenieursbüro überprüfen lassen. Vieregg und Rössler kamen zu dem Ergebnis, dass der Umbau des Hauptbahnhofes weitaus teurer wird, als angenommen. Die Gutachter (http://www.bund-bawue.de/fileadmin/bawue/pdf_datenbank/themen_projekte/Verkehr/S21-Kostenstudie-EF_Langtext.pdf) kommen auf Kosten zwischen knapp 6 und 9 Milliarden, der Bundesrechnungshof (http://stuttgart-21-kartell.org/wp-content/uploads/2010/06/brh-bericht_zu_s21-081030.pdf) hat ebenso Kostensteigerungen errechnet. Bisher sind von der Finanzierung nur 4,5 Milliarden abgedeckt. Wer trägt die Mehrkosten? Über solche Fragen lässt sich in einem Klima, in dem die CDU derzeit um ihre Macht bangt und mit aller Gewalt versucht, Stuttgart 21 als unumkehrbar darzustellen, weil davon die Zukunft unserer Kinder (!) abhänge, wohl nicht mehr rational diskutieren.

    Die Risiken sind wegen der komplizierten geologischen Strukturen nur schwer abzuwägen. Das Gestein Anhydrit quillt bei Kontakt mit Wasser auf und sprengt dabei Beton. Nun mag man sagen: beim Bau der Stuttgarter S-Bahn habe es ja geklappt. Aber gerade beim Bau der Stuttgarter S-Bahn stand einiges auf der Kippe und man kann nur sagen: Glück gehabt! Beim Engelbergtunnel ging es nämlich schief: http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2606157_0_5033_-anhydrit-hat-den-beton-und-den-kostenrahmen-gesprengt.html. In Staufen zerreißt es wegen Bauarbeiten in Anhydrit-Gestein die Häuser: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,589944,00.html

    Dass das Projekt einen Flaschenhals schafft und auch verkehrlich nicht sonderlich vorteilhaft ist, möchte ich hier nicht näher ausführen (ich muss mich jetzt meinen beruflichen Tätigkeiten zuwenden).

    Wichtig ist mir: Mit K 21 haben wir eine machbare Alternative. Auch die ist nicht perfekt, aber auch hier entsteht neue Parkfläche. Und sie haben einen großen Vorteil: sie bohren nicht im Anhydrit und sie ist weitaus billiger.

    Ich finde nicht, dass diese politische Abwägung etwas mit Machtgelüsten zu tun hat. Sie ist lediglich das Ergebnis von guter Oppositionsarbeit.

    MFG

    Andreas Bühler

    P.S.: Wenn ich hier von gekauft spreche, dann meine ich in erster Linie “inszeniert”. Ich habe mir lediglich erlaubt, einige Fragen zu stellen und auf Hintergründe hinzuweisen. Das hat man im Fall der Gegner auch getan, zum Beispiel mit Herrn Benz und seiner Werbeagentur. Christian List, der Organisator, hatte zahlreiche Kunden, die auch hinter dem Bahnprojekt stehen. Was ist falsch daran, darauf hinzuweisen?

  109. Johannes sagt:

    Lieber Herr Bühler,

    vielen Dank für Ihre Antworten. Es spricht aus meiner Sicht nichts dagegen, Projekte zu hinterfragen und auf Risiken hinzuweisen. Und wir sind uns womöglich auch darin einig dass die Kosten durchaus ein Risiko darstellen wenn auch ein beherrschbares. Es dürfte jedem klar sein, dass sich die tatsächlichen Kosten irgendwo zwischen dem was die Befürworter kalkulieren und dem was die Gegner in den Raum stellen bewegen wird.

    Ein Kopfbahnhof-Konzept ist für Stuttgart ungeeignet. Anders als z.B. in München oder in Hamburg (Hamburg hat dennoch keinen Kopfbahnhof) ist Stuttgart Durchgangsstation für den Fernverkehr. Die Bahn wäre dumm, Milliarden in eine Kopfbahnhoflösung zu inverstieren, da die Vorteile für die Bahn nur marginal wären. Daneben fällt bei einer Kopfbahnhoflösung die dringend erforderliche bessere Anbindung der Messe weg.

    Das die Diskussion nun neu aufgerollt wird, und durch massive Proteste und Besetzungen von Baustellen und Bäumen der Bau verhindert werden könnte ist das größte Risiko für das Projekt. Ich spreche niemandem das Recht ab, zu protestieren. Sollte aber das Projekt tatsächlich gekippt werden aufgrund der Aktionen von Gegnern, sind die Risiken wirklich nicht mehr abzuschätzen:
    - Es ist völlig unwahrscheinlich dass dann eine Kopfbahnlösung kommt. Viel Wahrscheinlicher ist, dass die Bahn ihre ursprüngliche Planung eines Durchgangsbahnhofes in Cannstatt wieder aufnehmen wird.
    - Der Grünzug in Stuttgart wird nicht wachsen können, Stuttgart wird weiterhin durch einen Bahnkörper der unnötig wäre verschandelt sein.

    Die Neuplanung von Stuttgart 21 führt zu immensen Kosten. neben der Rückabwicklung von Verträgen wird die Planungszeit erneut mindestens 10 Jahre betragen und das Ergebnis der Planung kann für Stuttgart nur schlechter ausfallen als das Stuttgart 21 konzept. Selbst wenn wiederum ein Kopfbahnhof käme, ein Kopfbahnhof hat für Umsteiger nur Nachteile da die Wege deutlich länger sind, In Stuttgart sogar extrem, da es nur eine mangelhafte Querung der Gleise in einem bereits nahe bei Kopf gelegenen Tunnel gibt.

    Es steht daher doch bei objektiver Betrauchtung außer Frage, dass ein Verhindern von Stuttgart 21 mit erheblichen Risiken, Nachteilen und höheren Kosten als ein durchziehen der Planung verbunden ist. Und deshalb schon muss Stuttgart 21 nun endlich realisiert werden.

  110. Max sagt:

    Also ich für meinen Fall bin Stuttgarten, wohnhaft in München. Ich schau mir das Ganze schon eine Weile an. Ich bin Teil der hier erwähnten FB-Gruppe der Befürworter. Weil ich S21 trotz allem befürworte und den Großteil der Kritik nicht nachvollziehen kann. Aber warum soll ich DAFÜR auf die Straße gehen? Ich denke es gibt eine Menge Leute wie mich, hier in München kann das keiner verstehen. Hier lacht man eher über die Schwaben, die freiwillig geschenktes Geld aus Bundes- und EU-Töpfen verschenken. … Damit will ich auch sagen: mich kauft keiner, ich bin einfach dafür. Viele Grüße.

  111. Dietrich sagt:

    An die S21-Befürworter: In kurzen Sätzen. Damit auch ihr es versteht:
    Jeder weiß von der Agentur die gegen S21 ist. Sogar ihr.
    Niemand weiß, ob irgendwelche Agenturen dafür sind – auch wenn es so aussieht.

    Und das ist der Unterschied: Das eine weiß jeder. Deswegen ist es 100 % legitim. Auf der anderen Seite gibt es unzählige Seiten, die den Eindruck erwecken von der Bahn (oder wem auch immer) gekauft zu sein. Und es ist ein Faktum dass so etwas schon passiert ist. Und wieder passiert. Deswegen ist es auch legitim, bei so einem Projekt davon auszugehen.

  112. Musenroessle sagt:

    Ich bin S21-Gegnerin und möchte hier trotzdem beide Seiten bitten sich zu mäßigen!

    Egal ob S21 kommt oder nicht, wir werden so oder so weiter zusammen leben.

    Wenn das Klima in Stuttgart deswegen vergiftet ist schadet das uns allen.

    Also bitte sachlich nicht persönlich argumentieren.

    Ich bedaure sehr, daß die Bürger nie zu dieser Frage abstimmen durften.

    Dann hätte es diese Zuspitzung nie gegeben!

    Und auch ich hätte es selbstverständlich akzeptiert, wenn sich dabei eine Mehrheit für S21 gefunden hätte, auch wenn ich das Projekt für unsinnig und viel zu teuer halte.

    Falls S21 weitergebaut wird, werde ich mir ernsthaft überlegen hier – aus dem Großraum Stuttgart und Baden-Württemberg – wegzuziehen, weil ich dann mit 10-20 Jahren Nahverkehrschaos während der Bauzeit und anschließendem Dauerbahnchaos im neuen Herzinfarkt Europas rechne…

    Allerdings bin ich mir sicher, daß S21 zwar vielleicht gebaut, aber wohl nie FERTIG gebaut werden wird.

    Meine ‘Kristallkugel’ ;-) sagt mir, daß die weltwirtschaftliche Lage so ist, daß wir in den nächsten 5-20 Jahren ganz andere und vor allem viel größere Sorgen haben werden.

    Meine Prognose daher:
    Falls S21 weitergebaut werden sollte, so wird daraus am Ende nur eine milliardenteure Bauruine werden…

    Man mag mich jetzt belächeln ob einer so kühne Prognose ;-) , aber time will tell…

  113. Ich verstehe die ganze Aufregung nicht. Ich bin befürworter des Projekts und stehe auch dazu, auch wenn sie mich für gekauft halten.

    Ich würde eher behaupten, der Bundesrechnungshof und die ganzen “Scheinproteste” wurden von irgendwelchen Unbekannten gekauft, um Unruhen im Land zu stiften!
    SEPARATISTEN SIND HIER AM WERK!!!

    HIER DER BEWEIS:

    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/985262/Bahn-Chef-Ruediger-Grube-im-Interview#/beitrag/video/985262/Bahn-Chef-Ruediger-Grube-im-Interview

  114. Pingback: Leben wir in einer Postdemokratie?

  115. someone sagt:

    Was mir wirklich höchst unangenehm auffällt, ist der durchweg aggressive, beleidigende und abwertende Ton derjenigen, die sich, nebenbei bemerkt, mit zumeist grauenhafter Orthographie, über den Artikel beklagen und so auffallend oft betonen müssen, dass sie selbstverständlich keine Mietmäuler sind… Von der Nazi-Keule gleich am Anfang über das übliche “linke Krawallmacher”-Geschwätz vom rechten Rand und GEBRÜLLE bis zu pseudojuristischen Drohungen – ohne Aggression und pöbeln geht’s wohl nicht, bei euch S21-Befürwortern – oder? Wie wär’s stattdessen mal mit Argumenten?

  116. Pingback: Social Media Krisen-PR: Bitte nicht auslagern | Grenzpfosten

  117. Pingback: Stuttgart 21: Mit PR-Agenturen gegen Demonstranten bei Metronaut.de – Big Berlin Bullshit Blog

  118. Thomas sagt:

    Wen interessiert wer da dahinter steckt? Die Leute die Mitlaufen sind FÜR S21. Ganz egal wer es organisiert…

  119. Pingback: Metronaut über die Pro-S21-Propaganda [Update] | Bei Abriss Aufstand

  120. hanslmeier sagt:

    daß die bahn millionensummen für machenschaften aufgewendet hat, die gegenstand des artikels sind, kann redlicherweise niemand bestreiten. das ist natürlich kein beweis, daß sie das auch jetzt noch tut.

    aber es rechtfertigt doch die frage -und zwar ohne jeden verfolgungswahn und ohne verschwörungstheorie- ob die alten schmutzigen methoden wirklich ad acta gelegt sind.

    und diese frage ist umso legitimer, als sich gewisse anhaltspunkte für einen anfangsverdacht -ich will nicht von indizien sprechen- ja durchaus ergeben.
    so naiv und treudoof kann niemand sein, daß er in einem solchen fall nicht anfängt, nachzudenken.

    nein, es muß nicht jeder gekauft sein, der für s21 agitiert. und es muß, wenn jemand für einschlägige agitation bezahlt, auch nicht notwendig wieder die bahn sein. mappus hat ja auch angekündigt, “auf allen ebenen” aktiv zu werden.

    das ganze thema aber einfach naßforsch für illegitim zu erklären, ist nach der bewiesenen vorgeschichte schlichtweg unredlich.

  121. Stefanie sagt:

    Selbst der Geologe der S21-Befürworter sagt: “Der Stuttgarter Untergrund ist schwierig, aber das Risiko beim Bau ist beherrschbar.” Bei solchen Aussagen kriege ich Gänsehaut, denn wer übernimmt die Verantwortung, wenn beim Bau was schief geht und die Mineralquellen verunreinigt werden? Fakt ist doch, dass bei solchen Baustellen immer was schief geht!!! Eine Antwort auf diese Frage hätte ich gerne von den S-21 Befürwortern. Wer möchte und kann dafür mit gutem Gewissen eine Verantwortung übernehmen? Um Antwort wird gebeten!

  122. Pingback: Dobschat » Stuttgart 21 und so…

  123. Epi sagt:

    Am Tage der Erscheinung des Artikels so im Abstand von 3-5 Minuten einen “neuen Befürworter” posten zu sehen macht auch gar nicht den Eindruck dass es organisierte Absprachen zu Reaktionen auf den Artikel geben könnte.. was ja gerade angesichts des Inhalts, den Vorwurf der virtuellen Aufblähung einer Pro-S21-Fraktion über das Internet, auch überhaupt keine pikante Note hat.

    Mein persönlicher Lieblingspart ist der, wo dem Chef des Autoren nahegelegt wird sich des demokratischen Ansinnens des Autoren zu versichern, schließlich würde er hier seine Meinung äußern.

    Für meinen Authentizitätsempfinden wird hier von erklärten Befürwortern ein bisschen viel mit dem Raumspray der moralischen Entrüstung gearbeitet.

    Just saying

  124. foxfoobar sagt:

    @Mona
    So viel Dummgewäsch kann nur von einer gekauften kommen! Eigentlich sollte man dich für diesen dämlichen Nazivergleich anzeigen (können)! Jetzt sehe und verstehe ich auch mal wieder, wieso z.B. fefe keine Posts zulässt, Danke dafür!

    fox

  125. Auswärtiger sagt:

    Als nicht betroffener, den Stuttgartern aber zugeneigter Auswärtiger (lies: Neutraler) mal mein Eindruck und meine Gedanken zu Verlauf und Situation:

    Beide Seiten, so scheint es, haben stichhaltige Argumente. Auf der einen Seite ein erheblicher Flächengewinn im engen Stuttgart und einige Nebenschmankerl (z.B. Reisezeit), auf der anderen Seite laut Expertenmeinung erhebliches Gefahrenpotential und zudem völlig überzogene Kosten.

    Am Umgehen mit Letzterem, den Kosten, zeigt sich bereits etwas deutlich: Die S21 Seite argumentiert dabei kaum mit dem Vorwurf der Übertreibung, rückt nicht in der Sache gerade (was vermutlich nicht möglich ist), sondern schmettert ab mit “Zahlt ja im wesentlichen nicht Stuttgart”.
    Das und der Hinweis auf Demokratie (“Wir, S21, sind die Mehrheit”) lässt, Pardon, nichts Schönes vermuten.
    Die Mehrheit ist, was die Kosten angeht, ausserhalb Stuttgart. Wer hier mit “demokratische” Mehrheit argumentiert, der sieht nicht, dass er, was wirkliche Mehrheiten (der zahlenden Bevölkerung) in der völlig unterlegenen Minderheit steht

    Ganz unabhängig übrigens von Mehr-und Minderheiten, von Stuttgartern und nicht Stuttgartern sind sich doch hoffentlich alle darin einig, dass wüste Kostenexplosionen und erhebliche Überraschungspotentiale jedenfalls nicht akzeptabel sind.

    Eines nämlich ist klar: _Wir_ werden die Rechnung bezahlen, nicht die Politiker; dren Zusagen beziehen sich letztlich immer und jedenfalls auf öffentliche Gelder – und die bringen wir auf, wir.

    Als häufig lange Strecken mit der Bahn Reisender würde auch ich mich über den Zeitgewinn freuen, keine Frage.
    Aber: Bin ich gewillt, dafür Menschenleben in Kauf zu nehmen? Nein.

    Genau die, Menschenleben, aber sind momentan das wirklich maßgebliche Argument, der wirklich relevante Faktor in dieser Auseinandersetzung.

    Einige wie z.B. insbesondere “Mona” bringen die Nazi-Keule. Das ist nicht nur diskursiv unfein und verräterisch, sondern auch unsinnig, wenn man als pro S21 hier und heute locker über ein erhebliches Gefahrenpotential für Menschenleben hinweg geht.

    Bevor die Diskussion weitergehen kann, bevor auch nur 1 Loch gegraben wird, bevor sich die Frage “pro oder kontra S21?” überhaupt wieder stellen kann, muss erst jeder Zweifel und jede halbwegs realistische Gefahr für Menschenleben nachhaltig ausgeräumt werden.

    Wer das nicht tut, wer trotz der Gutachten pro S21 ist oder es gar weiter betreibt, der stellt indirekt nämlich eine knallharte Frage:

    “Wieviele Menschenleben ist der neue Bahnhof wert?”

    Betretenes Schweigen wird im Unglücksfall dabei keine werthaltige Antwort sein. “Die Toten sind weitgehend von auswärts” wird niemanden trösten und Tote nicht auferstehen lassen.

  126. Pingback: Quick & Dirty « monstropolis

  127. Ollie sagt:

    Na Traffic hat er auf jeden Fall mal. Ehrenhaft über Fefe gelinkt zu werden, das hilft sicher ungemein. so ein bisschen neidisch bin ich da ja schon ;-)

    Zum Thema: die Bahn hat Baurecht und Verträge. Es gibt gar keine Rechtsgrundlage mehr das Projekt zu verhindern. Intransparente Medientricksereien sind kontraproduktiv. Das weiss Grube. Deswegen wird er so einen Unsinn nicht machen. Die nervigen Proteste der Gegner haben nun aber die Befürworter insoweit aktiviert, das die Medien ihren Fokus verschieben. Und das reicht aus. Da muss die Bahn auch gar nichts machen.

    Ich befürworte das Projekt; habe mich bereits vor einigen Jahren mit der Nutzung der Bahngeländebrachen beschäftigt. Tatsächlich war die Sanierung dieser Flächen für einen privaten Investor stets viel zu teuer. Jetzt sorgt die Bahn und der Bund dafür, dass Stuttgart seine Innenstadt erneuert und renaturiert bekommt. Erhält nutzbare Flächen, bewohnbare Flächen. Gerade Stuttgart hat sehr wenig davon.

    Ach so: man kann einen Turm für 1,5 Milliarden bauen. Hier gehts um eine Streckenbaustelle mit Tunneln und Brücken. Das hier ist ein “Infrastruktur”-Projekt und kein “Turm”. Rechne mal einen 1,5 Milliardenturm mit ca. 400 Metern höhe gegen eine Neubaustrecke wie Ulm-Wendlingen mit 85 Kilometern. Merkste was?

    Hm, und “Leerstände” in Stuttgart? Sorry, wer sowas annimmt, der hat echt überhaupt keinen Plan von der Materie. Geschweige denn, dass so jemand jemals aus oder in Stuttgart gekommen/gewesen ist.

  128. Jan M. sagt:

    Bitte nicht vergessen: die 6-9 Milliarden sind nicht “geschenkt”. Die Formulierung
    “freiwillig geschenktes Geld aus Bundes- und EU-Töpfen” ist Quatsch.
    All dieses Geld wird von *uns* (Steuerzahlern) aufgebracht, und daher haben wir das verdammt gute Recht, dass es vernünftig und hocheffizient eingesetzt wird und es nicht in irgendwelchen Prestigeaktionen versenkt wird.
    Auch EU-Töpfe fallen nicht vom Himmel, sondern dafür gehe ich jeden Tag arbeiten!

  129. Florian sagt:

    Naja, Argumente für das Idioten-Projekt gibts ja keine – mich wundert kaum, dass die Befürworter hier mehr pöbeln als sachliche Argumente zu liefern. Die Moderationsversuche beider Seiten sind ja nett gemeint, helfen aber in der Sache nicht weiter. Ein Bürgerentscheid muss her! Schaut euch mal die Stadt Siegburg an, die haben das gerade hinter sich und mit 66,7% (!!!) über einen Bürgerentscheid ein ähnliches Größenwahn-Projekt zu Fall gebracht! Genau solch einen Entscheid braucht es in Stuttgart. Und wenn die Menschen entschieden haben, dann kann von mir aus gebaut werden – aber doch nicht so, doch nicht über des Volkes Haupt hinweg.

  130. Max Bauer sagt:

    Um einen Eindruck zu bekommen wie es vielleicht abläuft sollte man sich ähnliche Projekte anschauen und vergleichen wie gut die Vorhersagen früherer Projekte waren. z.B. den Tunnelbau in Leipzig .. http://de.wikipedia.org/wiki/City-Tunnel_Leipzig#Planung (Ursprüngliche Bauzeit 2003-2009, aktuelle voraussichtliche Inbetriebnahme 2013 (+4 Jahre); Kosten von ursprünglich 572 Millionen nach aktuellen Schätzungen auf 960 Millionen angestiegen)
    “Eine Risikoanalyse der Deutschen Bahn ging damals von möglichen Mehrkosten von bis zu 73 Millionen Euro aus.” Knapp daneben, es sind 5,5x soviel Mehrkosten als die Ursprüngliche Risikoanalyse.

    “Nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs fragen sich viele Leipziger: Wie sicher ist Leipzig? Drohen auch hier Gebäude einzustürzen, weil sich durch das Abpumpen von Grundwasser unterirdische Hohlräume gebildet haben? Die Tunnelbauer versuchen zu beruhigen, doch Risse und Setzungen sind schon vielerorts zu sehen.” (www.lvz-online.de (Artikel leider nicht mehr online) http://www.arge-ctl.de/servlet/pb/menue/aktuelles/presse/2009/090305_LVZ-Artikel_Koeln.pdf)

    Insgesamt kann ich die Gegner durchaus verstehen, wenn ein Unternehmen was auf biegen und brechen super profitabel werden will, um endlich an die Börse zu gehen, unter meinem Haus/Wohnung ein Tunnel bauen möchte, wäre ich auch dagegen. Wie sehr die DB auf “Kante näht” kann man sehr gut bei den ICE-Klimaanlagen sehen oder bei der Berliner S-Bahn (Tocherunternehmen der DB).

    “Homburg vermutet, dass die Ursachen bei der S-Bahn liegen und ins Jahr 2004 zurückgehen. Verantwortliche hätten gegen das eigene Regelwerk verstoßen, Wartungsintervalle ignoriert. … Die Versäumnisse lägen in der Zeit des harten Sparkurses. Für den Betrieb stehen nur noch 163 von rund 530 S-Bahn-Viertelzügen zur Verfügung.” (http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/s-bahn-wieder-mit-notfahrplan-article575703.html)

    “Ursache sei vielmehr eine aus Kostengründen unterlassene Wartung und unzureichende Vorbereitung auf den Winter” (http://www.tagesspiegel.de/berlin/verkehr/seit-wintereinbruch-200-s-bahn-wagen-lahmgelegt/1664570.html)

  131. Jens sagt:

    Hey Leute,
    nur die Ruhe. Der Artikel richtet sich doch gegen die Praktiken der Bahn, nicht gegen die Pro21-Bewegung und schon gar nicht gegen deren überzeugte Mitglieder.

    Astroturfing ist einfach undemokratisch und das ist das Schlimme an der Geschichte. Der Artikel gibt doch den Pro21ern die Möglichkeit, sich von so etwas zu distanzieren. Das würde ich nutzen und nicht den Überbringer schlechter Nachrichten angreifen.

    Grüße
    Jens

  132. Skythe sagt:

    WARNUNG!

    90% der Hassredner auf dieser Seite waren zu erregt, um den Text vor dem Kommentieren zu lesen. Und NEIN, die versteckte Bezahlung von gekauften Gegnern / Befürwortern aus Steuergeldern ist nicht okay.

  133. Kiddo sagt:

    Oh man…
    Ich arbeite derzeit in einer Agentur als Praktikantin und ich weiß, wie viel Kohle Agenturen für eine Webseite verlangen.
    Und die Pflege bzw das stetige Bloggen kostet auch wieder extra.

  134. Ganz echter Befürworter sagt:

    Ein tolles Projekt! Stuttgart21 ist gut, weil es richtig ist. Die Zukunft muss kommen, denn sie ist für uns alle da. Gut finde ich, dass alle Befürworter so sachlich argumentieren, weil es gute Menschen sind. Schlecht finde ich, dass die Gegner nur schimpfen und miesmachen. Das zeigt, dass sie äußerst schlechte Charaktere haben. Außerdem sind das bestimmt alles ältere Leute, die lieber im 19. Jahrhundert leben wollen oder in der Steinzeit. Ich finde, die Demonstrationen sollten verboten werden, und es soll nur noch bei Facebook diskutiert werden. Das reicht völlig!

    Die Befürworter reichen freundlich die Hand zum Dialog. Die Gegner schreien nur herum. Viele tausend Befürworter kamen zum Jogginglauf. Zu den Demonstrationen der Gegner kommt fast niemand. Da sieht mans! Die Befürworter, u.a. die gute Deutsche Bahn (ein erstklassiges Unternehmen! Pfiffig, bei jedem Wetter pünktlich, technisch immer auf der Höhe der Zeit, kundenorientiert!) können ruhig auch mal eine Agentur engagieren – das machen die Gegner doch auch! Es ist auch gar nicht wahr, dass dafür Steuergelder “verschwendet” werden – das Geld hat die Bahn mit ihren tollen Leistungen redlich verdient, und kann es so ausgeben, wie es ihr gefällt! Völlig normal. Die meisten Bürger wollen Stuttgart 21 sowieso, deshalb haben sie auch Politiker gewählt, die das Projekt machen wollen.

    Mit freundlichen anständigen Grüßen -

    Ihr Homunculus aus der PR-Dose, äh, nein, halt:
    Ihr ganz normaler Durchschnittsbürger aus der schweigenden Mehrheit, der sich auch mal äußert!

  135. Kim Löffler sagt:

    auch auf die gefahr hin dass ich als “gekauft” abgestempelt werde, da ich fast überall meinen senf dazu gebe…mach ich es hier trotzdem.
    In der geschichte waren es fast immer die radikalen seiten (egal ob rechts oder links) die mit verschwörung und verschleierung gearbeitet haben…und ich bin mir sicher dass die menschen die für das s21 sind nicht wirklich radikalisiert sind. schauen wir nur mal was die gesinnungsgenossen eines herrn stocker in den kommunistischen kreisen in der geschichte alles “bewegt” haben. ps. ich werde vom universum pro zeichen bezahlt…deswegen versuch ich möglichst viel zu schreiben…..

  136. Xjs sagt:

    Während ich die Kommentare dieses Beitrages überfliege, kommt mir immer öfter der Verdacht, viele der hier schreibenden Benutzer könnten nicht richtig lesen. Die Contra-Fraktion unterstellt der Pro-Fraktion fehlende Argumente und beleidigenden Tonfall, die Pro-Fraktion argumentiert teilweise mit der Nazikeule, statt sachlich auf Gesagtes einzugehen, usw. Einige wenige Stimmen kann man zwischendrin erkennen, die durchaus noch vernünftig bleiben, auch der Autor (dessen Meinung ich nicht teile) argumentiert sachlich und bestimmt für seinen Standpunkt. Doch die grosse Masse lässt es sich nicht nehmen, in irrationaler Manier aufeinander einzuhauen. Muss es denn immer zum Flamewar kommen? Ich täte wohl doch besser, die Kommentare vorsätzlich zu ignorieren. Aber ach, was soll’s eigentlich, mich liest hier doch sowieso keiner.

  137. Marco sagt:

    Also bitte, das ist ja schon unterste Schublade.
    Alle Stuttgarter oder Baden-Württemberger die gegen S21 sind, sind also mündig und agieren absolut frei ohne dass im Hintergrund irgendwelche Strippenzieher agieren.
    Aber sobald sich eine Gegenbewegung entwickelt, wird diese bei denen die ihrermeinung nach für “Demokratie” und “Meinungsfreiheit” stehen schlecht geredet. Wenn dies ihr Verständnis für Meinungsfreiheit und Demokratie ist, dürften die Demos der Gegner ja überhaupt nicht stattfinden.
    Aber vielleicht liegt die Aufregung auch nur darin begründet, dass Sie langsam merken, dass nicht alle ihrer Meinung sind und die “K21-Strippenzieher” jetzt einfach realisieren, dass es doch auch Bürger gibt, die sich nicht für diese Kampagne benutzen lassen wollen. Ich hebe mich auch Diskussionen vorm Nordflügel gestellt, habe mich dort wüst und in unverschämter Art und Weise auch anschreien lassen müssen, aber hab auch in der Diskussion gemerkt, dass viele Demonstranten nicht einmal über das “Konzept K21″ Bescheid wussten. Ist Ihnen schon mal in den Sinn gekommen, dass es auch Bürger dieser Stadt gibt, die sich mit beiden Konzepten auseinander gesetzt haben und für das ihrer Meinung bessere auch Flagge zeigen wollen. Wenn wir das nicht tun würden, müssten wir uns ja von Ihnen anhören, dass jeder gegen das Projekt ist.
    Flagge zeigen ist nicht nur ein Demokratisches Recht der Gegner. Beide Gruppen haben dieses Recht.

  138. Jeeves sagt:

    Der Bahn und den Werbefuzzis traue ich jede Schweinerei zu.

  139. Marco sagt:

    Bitte vergessen Sie aber nicht zu erwähnen, dass auch Ihr zitiertes Büro Vieregg und Rössler durchaus ein Interesse an einem Scheitern von Stuttgart21 hat. Vieregg und Rössler unterstützt nämlich auf seiner Homepage andere Bahnprojekte u.a. in München für die ja evtl. die nichtgenutzen genutzen Gelder benutzt werden könnten. Insoweit kann man auch nicht von unabhängig sprechen, oder?

  140. Benjamin sagt:

    Dieser Bericht zeigt doch nur, auf welchem Niveau in der Zwischenzeit diskutiert wird. Ich als absoluter Befürworter von S21 kann über eine solche Berichterstattung nur milde lächeln. Es ist eine einfache Vorgehensweise, den “Gegner” moralisch anzugreifen und an ihre “Ehre” zu gehen. Nichts anderes passiert doch beispielsweise im Wahlkampf, besonders gerne in den USA… Hab ich da Wahlkampf gesagt? Wann sind doch gleich nochmal Landtagswahlen?! Ich finde es schade, dass es zu keiner Diskussionsrunde mehr kommt, Gangolf Stocker ist ja nicht mehr bereit, mit den Projektverantwortlichen zu sprechen… Beleidigte Leberwurst, weil er nicht kriegt was er will? Warum akzeptieren die Gegner nicht, dass das Projekt kommt und fordern ihre Einbindung in die Gestaltung der Grünanlagen, die städtebauliche Ausgestaltung usw? Das wäre doch mal was oder nicht?!

  141. Django sagt:

    “In der geschichte waren es fast immer die radikalen seiten (egal ob rechts oder links) die mit verschwörung und verschleierung gearbeitet haben…”

    Selektive Wahrhnehmung?

    http://de.wikipedia.org/wiki/Begründung_für_den_Irakkrieg : “Gegenüber der Weltöffentlichkeit und der eigenen Bevölkerung versuchte die US-Regierung, den Krieg vor allem mit der behaupteten Existenz irakischer Massenvernichtungswaffen sowie einer angeblichen Verbindung mit der Al-Qaida nahestehende Terrorgruppe Ansar al-Islam zu begründen. Für beides gibt es bis heute keine Belege. Eine von Außenminister Powell vor der UNO als Beweis präsentierte Kaufvereinbarung der irakischen Regierung mit der Regierung von Niger über waffenfähiges Plutonium erwies sich als Fälschung.”

    http://www.tagesschau.de/ausland/ustica102.html :”Es geschah am Abend des 27. Juni 1980. Eine DC9 der Itavia auf dem Weg von Bologna nach Palermo verschwindet von den Radarschirmen. Die Maschine stürzt in der Nähe der kleinen Insel Ustica nördlich von Sizilien ins Meer, keiner der 81 Insassen überlebt. Die Behörden sprechen von Materialermüdung, von einer Bombe an Bord – es wird vertuscht, gelogen und gemauert. Sieben Jahre später wird das Wrack geborgen. An der Maschine werden Einschläge gefunden, außen entdeckt man Spuren von militärischem Sprengstoff. Außerdem kommt heraus: An dem Abend waren im fraglichen Gebiet mehrere NATO-Jagdflugzeuge und ein AWACS-Radaraufklärer in der Luft. Maschinen, von denen die Zivilpiloten nichts wussten, deren Existenz die NATO abgestritten hatte.”

    http://de.wikipedia.org/wiki/Gladio#Terror_als_politisches_Instrument : “Er fand heraus, dass Mitarbeiter des SISMI beziehungsweise von dessen Vorgänger SID Neofaschisten und Teile des Gladio-Netzwerks von den 1960ern bis in die 1980er Jahre zahlreiche politisch motivierte Terroranschläge und Morde in Italien begangen hatten. Dabei hatte ein informelles Netzwerk von Personen in staatlichen Stellen durch Verbreitung von Falschinformationen und Fälschung von Beweisen dafür gesorgt, dass die Verbrechen linksextremen Terroristen zugeordnet wurden, vor allem den Roten Brigaden.”

    Und das ist nur die Spitze des Eisbergs…

  142. Django sagt:

    Noch mal ein Nachtrag, weil das letzte Zitat doch nicht ganz klarstellt wodrauf ich hinaus will:

    “Gladio (ital. vom lateinischen gladius für „Schwert“), eigentlich Stay-behind-Organisation, war eine paramilitärische Geheimorganisation der NATO, der CIA und des britischen MI6 während des Kalten Krieges.”

  143. Pingback: Pro Stuttgart 21 auf PR-Agenturen reingefallen? « Stuttgart 21 FAIL

  144. Silke sagt:

    Ich kann einfach nicht nachvollziehen, wie jemand für dieses Projekt sein kann, der nicht davon profitiert. Im Grunde genommen wird ein verkehrliches Nadelöhr auf Jahrzehnte einbetoniert, mit 0 Chance daß es jemals erweitert werden kann ohne horrende Mehrkosten. Über die Erhöhung von Ticketpreisen nach der Fertigstellung ist auch nirgends die Rede. Besser als ein ehemaliger Automobil-Manager kann eigentlich niemand die Bahn an den Rand des Ruins fahren. Aber noch finden sich ja immer wieder Steuertöpfe die man anzapfen kann, um auf Kosten der Allgemeinheit unsinnige Projekte durchzuziehen, die mitnichten dem Bahnverkehr, sondern nur dem Autoverkauf dienen.
    Sollte irgendetwas im Tunnel passieren, ist natürlich wieder niemand schuld gewesen, ebenso wenn Tunnels aus irgendwelchen Ursachen auf längere Sicht unpassierbar wären. Aber dafür freuen sich wenigstens die Banken, Bau- und Autofirmen, ist ja wenigstens etwas.

  145. Peggy sagt:

    Der Eine ist halt Schauspieler wie Sittler, der Nächste arbeitet richtig in einer Werbeargentur wie Christian List, der Nächste ist dann Baby-Berufpolitiker wie Andreas Bühler. Was mich wirklich besorgt, ist dass es wieder kein Hartz IV-Empfänger auf die REihe bekommt bei den Demos was zustande zu bringen. Das passt doch wieder vielen in den Kram, die meinen Hartz-ler lassenes sich einfach nur gut gehen.

  146. Stefan Welte sagt:

    @Django: Danke, daß du Kim Löffler aufgeklärt hast! Zumindest besteht bei ihm/ihr ein Geschichtswissen, bis zuvor aber leider nur die Propaganda unserer Systempresse.

    Stefan

  147. Pingback: NachDenkSeiten – Die kritische Website » Private Werbung für die NachDenkSeiten, bezahlte für Stuttgart 21

  148. Birger Seiryu sagt:

    Kleiner Lesetip zum Einschätzen dieses Blogs:

    — > http://www.nachdenkseiten.de/?p=6869
    Hinweis b)

    … =) …

  149. Daß PR- und Werbeagenturen sich als Kunstrasen (Astro-Turf) betätigen ist leider nicht neu. Man braucht sich nur die INSM anzuschauen, die in zahllosen Kooperationen und mit zahlreichen Internet-Seiten Meinungsmache betreibt und ihre Ziele verfolgt. Daß die Bahn auch auf diesen Trichter gekommen ist, hat Lobbycontrol ja schon mal vor einiger Zeit aufgedeckt.

    Dies alles bedroht unsere Demokratie, und deshalb kann man nicht oft genug darauf hinweisen, wenn so etwas passiert, so wie es die Nachdenkseiten tun, über die ich hergekommen bin, und so wie Sie auch hier tun, Herr Bühler. Lassen Sie sich durch Kirtik nicht irremachen, Sie tun das Richtige!

    Hinsichtilch Stuttgart 21 ist für mich allmählich nicht mehr nachvollziehbar, wie man an diesem Irrsinnsprojekt noch festhalten kann. Bei der Bahn liegt so vieles im Argen, seit die Privatisierung angeschoben wurde. Man darf ja nicht vergessen, daß die Bahn zwar noch dem Staat gehört, dieser aber mit Blick auf die Schiene keine Infrastrukturpolitik mehr betreibt sondern das alles Managern überlassen, die vielleicht wissen, wie man ein Unternehmen profitabel macht, jedoch keine Ahnung davon haben wie man einen Bahnbetrieb sinnvoll aufrechterhält.

    Stuttgart 21 ist ein leuchtendes Beispiel dafür: Ein teures Prestige- und Renommierprojekt, das den Fahrgästen nichts bringt und Geld verschlingt, welches in der Fläche weitaus dringender benötigt wird. Ein lohnenswerter Beitrag war dazu letzten im Fernsehen zu sehen: Endstation Chaos. Langsamfahrstrecken werden einfach in den Fahrplan eingegliedern und sind offiziell keine Langsamfahrstrecken mehr, obwohl die Züge dort immer noch langsam fahren. Dieser Mißstand sollte behoben werden. Da wäre das Geld weitaus sinnvoller angelegt als bei Stuttgart 21.

  150. Toni L. sagt:

    Bisher dachte ich alle Schwaben wären mehr oder weniger angepasste oder langweilige Hinterwäldler (Sorry, aber selbst schuld, wenn ihr so komisch sprechende Quasimodos wie Oettinger oder Mappus als Vertreter wählt).
    Eins glaubte ich aber sicher zu wissen: ihr würdet den Mammon anbeten wie Black Metal’er den Teufel. Dann aber kam die Nachricht auf, ihr wolltet 10 Milliarden in der Stadt verbuddeln. Ich wunderte mich lange, gelangte aber schließlich zu der Überzeugung, dass der Inzest – durch eure Wohnlage in Tal und Wald bedingt – zu geistiger und körperlicher Degeneration geführt hätte. Deshalb, so sagte ich mir, habt ihr euren Geizhals-Gen verloren!
    Dann aber habe ich was Neues erfahren und jetzt verstehe ich das Ganze besser: ihr vergrabt ja gar nicht euer Geld in eurem Loch da, sondern meins, meine schönen norddeutschen Taler!
    Könnten also bitte alle K21-Schwaben aufhören zu protestieren und eins eurer vielen AKW’s zum Schmelzen bringen? Das würde das Ganze doch für alle elegant lösen, oder?
    Lieben Gruß aus HH!

  151. Pingback: PR-Agenturen pro Stuttgart 21 | Flaschenpost

  152. Klaumi sagt:

    @silke – Horrorgemälde, Tunnel- bis Weltuntergangsszenarien können hier locker gegen eine 15 jährige deutsche (wohlbemerkt nicht US-amerikanische) Planung aufgefahren werden, ohne dass jemand schamrot wird. Nicht, dass man unbedingt jedes Infrastrukturprojekt gut heißen muss. Doch Großprojekte wie der Frankfurter Flughafen und jetzt eben S21 sind ein Zeichen, dass sich die Welt verändert und deshalb Neues dem Alten einen neuen Bezug gibt. Die alte Debatte des ‘In der Sache Joseph Oppenheimer’ zeigt, dass eine verantwortliche Gestaltung der Zukunft möglich ist. Darauf müsste sich jetzt das Augenmerk richten – also auf die großen miteinander verflochtenen Themen einer auf mobiler Wirtschaftskraft gegründeten und trotz aller Alterungsprobleme mit Innovationsbereitschaft ausgestatteten Gesellschaft. Dass ist auch das Kapital, das die beiden neuen Sprecher von Stuttgart 21 einbringen können – zu moderieren, dass die Häme gegen dieses Großprojekt zum Erliegen kommt oder – ja, auch das könnte sinnvoll sein – in kraftvollen Alternativen zu denken, die einer zukunftsgewandt leistungsfähigen Schienenanbindung Stuttgarts und dem Nutzen einer großzügigen neuen Stadtentwicklung mindestens entsprechen.

  153. m4(@Johannes) sagt:

    Kassel hat zwei Bahnhöfe, einen Kopfbahnhof (hauptsächlich für Regionalzüge) und einen Durchgangsbahnhof (Im Rahmen der Hochgeschwindigkeitstrasse Hannover – Würzburg errichtet), Stuttgart würde an dieser Stelle sehr von der Kasseler RegioTram profitieren, zwei Gleise des Kopfbahnhofes wurden unter die Erde gelegt und an die Straßenbahn angebunden.
    So einfach kann man einen Kopfbahnhof modernisieren und den Passagierdurchsatz extrem erhöhen, da die RegioTram Personen aus dem Umland sehr schnell in das Stadtzentrum transportieren kann.
    Das ist echte Nachhaltigkeit, da mehr Menschen den ÖPNV nutzen und gleichzeitig die Innenstädte belebt werden…
    In Stuttgart wäre für solch ein Projekt auch noch genug Platz und es würde deutlich weniger kosten, der Umbau des Kasseler Hauptbahnhofs hat nur rund 27 Millionen gekostet…

    MfG m4

  154. Tina Heine sagt:

    @Klaumi,
    vielen Dank für diesen Beitrag, endlich einer der weiterdenkt!
    In dieser langen Diskussion und auch in den diversen Protestaktivitäten dreht sich so vieles im Kreis, so dass es unerträglich wird, zuzusehen.
    Die Frage ist schließlich: Was wollen wir in Zukunft für unser Land erreichen.
    Unbestritten sind auch Befürworter einer wirtschaftlich sinnvollen Entwicklung nicht gerade erfreut, wenn alte Bäume gefällt werden müssen. Aber bitte strengt doch alle eure Hirnwindungen an und denkt endlich weiter. Unsere Kinder brauchen eine prosperierende Region, wem ist geholfen, wenn sie später unter Bäumen sitzen und die “abgehängte” Wirtschaft im Ländle beweinen?
    Wir haben es heute in der Hand, es erfordert allerdings Mut! Dagegen sein kann jeder, ist anerkannt und sozial extrem erwünscht. Wichtig ist jetzt, konstruktiv gemeinsam an der Ausgestaltung zu arbeiten. So viel Energie – nutzt sie effizient!

  155. Fux sagt:

    Um nochmal auf’s Thema zurückzukommen. Warum sind die Gegner denn so populär. Weil eine Werbeagentur den Widerstand mitorganisiert und sich an ihren tollen Taschen, Klebern etc. jetzt eine goldene Nase verdient. In dem folgenden Artikel bestreitet der Leiter zwar damit Geld zu verdienen, aber das würde ja auch die Glaubwürdigkeit und damit die Verkaufszahlen mindern:
    http://www.swp.de/goeppingen/lokales/stuttgart_und_region/art5592,652670

  156. Sandra sagt:

    Preisfrage: Und was steckt wohl hinter den K21 Demos?? Richtig, eine Werbeagentur :-)

  157. Pingback: Freitags Links Abbiegen | ikusei Blog

  158. Daniel M. sagt:

    Ich habe jetzt schon viele, viele Kommentare gelesen und möchte nun einige Gedanken äußern. Ich werde ganz bewusst nicht sagen, ob ich für s21 oder k21 (oder vielleicht auch einfach neutral?) bin.

    - bezgl. dem Begriff “schweigende Masse”, und auch allgemein zu Anzahlen von Demonstranten, Facebook-Gruppenmitgliedern etc.:
    Alle diese Angaben sind vage und nicht repräsentativ. Das einzige ein echtes Abbild der Volksmeinung darstellt ist eine Abstimmung, ob sie in Form einer Landtagswahl oder einer Volksabstimmung erfolgt ist dabei irrelevant.

    - das Demonstrationsrecht gilt in Deutschland für alle. Und es gilt nicht nur um auf der Straße zu stehen, sondern um seinen politischen Willen zu zeigen, und ein politischer Wille muss von einer demokratischen Regierung berücksichtigt werden, ob er von einer Mehrheit oder von einer Minderheit stammt. Und eine politische Meinungsäußerung ist jedem Demokraten (egal aus in welcher Partei er ist) mehr wert als Kosten für einen Polizeieinsatz oder einen Baustopp oder was auch immer. Manchmal kostet eine Demokratie mehr Geld als eine andere Herrschaftsform. Aber angesichts der Alternativen wie Diktatur oder Oligarchie müssen wir, das Volk, und das wohl oder übel leisten.

    - Ich habe Verständnis für beide Meinungen, und habe mich, da ich nicht in Stuttgart lebe, nicht mit den Details befasst. Aber ich muss anmerken, dass Verhandlungen zwischen Gegnern und Befürwortern nur Sinn machen, wenn beide Seiten gleichberechtigt sind, also nicht die Regierung nur zum Schein verhandelt, um dann wie gewohnt weiter zu machen, sondern dass man gemeinsam zu einem Kompromiss kommt, der dann auch umgesetzt wird. Wie auch immer eine solche Übereinkunft dann auch aussehen mag.

    Ich hoffe ich konnte damit sinnvoll zur Diskussion beitragen.

  159. st sagt:

    WOW … aber zunächst danke für den erhellenden Artikel und Link auf den Handelsblatt-Artikel.

    Wow: hier wird ja wirklich keine propagandistische (PI-PR-) Keule ausgelassen, um diese für eine (tatsächliche) Demokratie samt zugehöriger eigener Meinungsbildung sehr wichtigen Informationen zu diskreditieren.

    Die Richtung bestimmter Kommentar-Propaganda erklärt sich allerdings gut durch die hier in den Kommentaren mit einiger Verwunderung erwähnten antideutschen Bezüge.

    Wie schön, dass diese PR immer durchschaubarer wird für jede/n, die/der selber lesen, denken und Informationen selbständig verknüpfen kann. Und es ist erhellend, dass die PR-HandlangerInnen des Neuen Faschoimperialismus samt Stasi 2.0 dessen OpponentInnen ausgerechnet mit dem Dritten Reich und der Stasi vergleichen. Quasi eine 180°-Umkehrung der Gegebenheiten. Wie war das mit der größten und unwahrscheinlichsten Lüge, die am ehesten geglaubt wird? Auch war es immer schon eine beliebte Masche, das, was man selbst (heimlich) tut, den GegnerInnen zu unterstellen. Hier ist wahrlich kaum etwas ausgelassen, danke für die Sammlung ;-)

    Noch ein paar Lesetipps für alle, die solcher verdeckten, generalstabsmäßigen Hetz-und-Spalt-Propaganda der bezahlten Foren-Trolle nicht länger auf den Leim gehen wollen:

    Wikipedia: AstroTurfing und dortige Links
    Wikipedia: Troll_(Netzkultur)
    meatballwiki.org: TrollingTactic (leider nur EN)

    Und hier noch eine englischsprachige Website, die sich kritisch mit Astroturfing beschäftigt, einen Ethik-Code für PR-Worker vorschlägt (Mitarbeit erbeten) und allerhand Resourcen zum Thema bietet: AntiAstroturfing.HomePage

    In diesem Sinne:
    DFTT – DON’T FEED THE TROLL(ERS)! >)))°>

  160. seyinphyin sagt:

    Schon interessant, wie hier massenweise Leute schreien, Sie wären von sich aus für S21, aber, wenn man bedenkt, dass man ja dagegen argumentieren möchte, niemals sagen, warum überhaupt.

    Man nehme das hier:
    http://www.youtube.com/watch?v=qAkkjWgbDvQ&feature=player_embedded#!

    Haufenweise Gründe, was S21 ein völlig absurdes Projekt ist, von dem hauptsächlich ein paar wenige profitieren werden.

    Als Pro S21 Mensch müsste man das doch alles problemlos widerlegen können. Ich freu mich darauf.

  161. m4 (@Phillip) sagt:

    Hab das übrigends mal nachgerechnet, ein deutscher “Busj Khalifa” wäre gar nicht mal soo teuer, bei Bau rund um die Uhr mit 2400 Arbeitern wären das für die gesamte Bauzeit maximal 30 Millionen an Lohnkosten für die Arbeiter (netto), hierzu muss man jedoch noch die Arbeitgeberkosten von 25% rechnen, diese betragen € 9,8 Millionen

    Gesamtlohnkosten: ca. € 40 Millionen Euro

    Die Lohnkosten lagen beim Busj Khalifa lt. meinen Rechnungen bei 24,08 Millionen US$

    (Habe mit 14€/Arbeiter/Stunde kalkuliert, 2400 Arbeiter arbeiten rund um die Uhr, die Arbeiter bei Busj Khalifa bekamen als gelernte arbeiter UK£ 4.34)

    Fazit: gegenüber S21 wäre ein “Busj Stuttgart” deutlich billiger gewesen…

  162. Pingback: Werbung Stuttgart21 - Werbung mit Herzklopfen oder Werbeinfarkt? | Matthews-MarketingBlog

  163. s21 sagt:

    Denkt dran, ihr habt zweibirnen – zweibirnen.de vergessen…..

  164. Karin sagt:

    Ich frage mich schon lange, ob man als Befürworter nun auch auf die Straße gehen muss und randalieren, um das, was über viele Jahre besprochen und untersucht und danach genehmigt wurde, auch durchzusetzen. Was macht es für einen Sinn etwas zu entscheiden, wenn politisch anders Gesinnte das bei nächster Gelegenheit wieder über den Haufen werfen.
    Für die Zunkunft von Baden-Württemberg ist dieser Ausbau wichtig, vielleicht nicht für die Stuttgarter, die Angst vor der Zukunft haben. Die Welt lebt von Veränderungen, nicht vom ewig gestrigen.
    Ganz nebenbei bin ich auch noch betroffen vom 3. u. 4. Gleis und bin für den Ausbau, aber für menschenwürdig.
    Wer glaubt denn, dass er von dem nicht verbauten S21 Geld was abkriegen würde?

  165. Lothar sagt:

    Es geht doch nur um einen Bahnhof und nicht um Kernkraft oder einen Nato Doppelbeschluß. Was soll da die ganze Aufregung? Die Bürger sollten sich besser aktiv in die Diskussion um die Renten, Krankenkassen und Arbeitslosen einbringen. Aber diese Themen interessieren leider keine freischaffenden Künstler, alternden Architekten oder beamtete Lehrer, diese haben nämlich ihre eigenen Versorgungssysteme und somit gibt es keine Kritiker die vorneweg schreiten. Nur zur Erinnerung: Die Besteuerung der Renten wurde von einem FinanzBEAMTEN eingeklagt. Also: Bahnhof bauen und sich um wichtige Dinge kümmern!

  166. Pingback: s21 glossar – astroturfing « stadtstadtstadt

  167. Bernd sagt:

    Zum Demokratieverständnis:
    Die CDU hat gemeinsam mit anderen Parteien ein von ihr befürwortetes Infrastrukturprojekt durchgesetzt. Demokratische Funktion erfüllt – herzlichen Glückwunsch.
    Die Grünen als Gegner des Projektes haben als Opposition dagegen versagt. Warum sie dafür jetzt in Umfragen zulegen ist mir schleierhaft.
    Zeigt aber auch, dass es hier nur noch um die Wahlen geht.

  168. Stimmedirzu sagt:

    Ich finde den Bericht über eine mögliche gekaufte Pro-Stuttgart-21-”Bewegung” sehr gut recherchiert und klar geschrieben. Kann deiner Beobachtung nur zustimmen, da auch ich seit Auftauchen dieser “Befürworter-Bewegung” denselben Verdacht habe. Die tauchten so plötzlich und so strahlend auf, als bräuchten Mappus und die DB jetzt schnell eine Gegenbewegung…

    Außerdem kann man solche offensichtlich gekauften (Werbe-)Kampagnen auch in anderen Bereichen finden, wenn man genau hinsieht. Eine solche Rufmordkampagne gegen offensichtlich echte Opfer von Mobbing und Stalking besteht seit einigen Jahren im Internet unter Gangstalking und – seit der Begriff organisiertes Stalking aufkam – auch unter diesem Begriff. Interessant sind, dass diese offensichtlich getürkten Webseiten so professionell (und viel zu teuer für Opfer gestaltet) sind, dass auf den zweiten Blick zu erkennen ist, dass da Werbeagenturen dahinterstecken müssen. Ein Kanadier betreibt seit ca. 2002 mehrere dieser (US)-Webseiten. Nun tauchen auch immer mehr deutsche anonyme Webseiten im selben Stil auf. Was sie von echten Opferseiten unterscheidet, sind ein “locker-flapsiger” Werbetextstil, subtile Gehässigkeiten gegen andere (echte) Opfer, absurde “Rechtschreipfeler” und andere absurde Dinge, die kein Opfer je bringen würde, z.B. “Ich werde seit meiner Geburt gestalkt :-) Eva”. Diese Kampagne läuft auf Webseiten, Foren (wie ein Unterforum von Domian usw.), Twitter und Facebook, YouTube usw – also überall. Der Schreibstil ist meist derselbe gekonnte lockere Stil von Werbetextern, die Kommentare – und sofort eine Reihe von “Gegenargumenten außenstehender Zweifler” – werden oft nachts eingestellt (vermutlich als Nebenjob oder Schwarzjob von Hartz-VI-Empfängern, die tagsüber schlafen können), die Schilderungen sind eine Mischung aus denkbarer Realität und ins Lächerlich gezogene Unmöglichkeiten (“Schon Elvis und Michael Jackson waren Opfer von organisiertem Stalking”, “Manche Opfer werden schon im Mutterleib gestalkt”), das offensichtliche Ziel ist, echte Opfer auf diese Weise unglaubwürdig und damit mundtot zu machen. Dabei gibt es diese Opfer, ein neuerer Fall wurde kürzlich bei Kerner unter “Stalking XXL” vorgestellt.

    Diese offensichtlich gekauften “Opfer” oder “Zweifler” sind nicht immer anonym, denn man kann einer Privatperson (Hartz VI mit Nebenjob?) ja nicht nachweisen, dass sie etwas nur für Geld behauptet, solange keiner nachforscht oder die Kohle bar ausbezahlt wird. Ein recht deutlicher Fall war, als einer Fernsehjournalistin, die in einem Internetforum Opfer von Gangstalking suchte und ihre Telefonnummer angab, nur eine Stunde später einen Anruf von einem “Opfer” erhielt, das ihr eine absurde Geschichte erzählte, und sie sich wunderte, WIE schnell das passieren konnte. Da es nicht Hunderttausende von echten Opfern gibt (das nächste Opfer meldete sich erst zwei Wochen später bei ihr), deutet es sehr auf Profi-”Opfer” hin, die eine Software geschaltet haben, bei der sie sofort benachrichtigt werden, wenn irgendwo im Netz das Wort “Gangstalking” auftaucht. Natürlich bekam die Journalistin nach dem Anruf dieses so überschnellen “Opfers” ihre Bedenken – und ließ eine Reportage über das Thema sein. Ziel erreicht – für die Täter.

    Auch kann man bei Amazon, Ebay und anderen beliebten Kaufsportalen, auf denen die angebotenen Produkte bewertet werden können, eine Zunahme von offensichtlichen professionellen “Rezensenten” und “Kunden” feststellen. Es gibt z.B. Rezensenten bei Amazon, die pro Tag bis zu drei (!) Rezensionen über neue CDs und Videos einstellen, natürlich immer sehr, sehr positive Bewertungen… Andere “rezensieren” nur immer wieder für einen einzigen Verlag, natürlich gefällt ihnen auch immer jedes Buch ganz toll und es bekommt 5 Sterne… Andere wiederum machen schlecht (0 Sterne oder auch mal nur 1 oder 2) und legen den anderen Käufern dafür ein Konkurrenzprodukt ans Herz… Hier fallen bei Amazon vor allem die “Toprezensenten” auf, die offensichtlich nichts anderes zu tun haben, als ihre Rezensionen (auch gerne unter einem “real name” – es kann ihnen ja keiner was nachweisen, nicht wahr?) einzustellen.

    Mir fielen die zahlreichen Kommentare eines “Hannes” auf deiner Seite zu diesem Thema auf. Er klingt exakt wie die der falschen “Gangstalkingopfer”. Sogar die Wörter sind dieselben, z.B. wird das Wort “Verschwörungstheorie” sehr gern von den “außenstehenden Zweiflern” benutzt, die dann auf den Foren den deutlichen Job haben, das “Opfer” lächerlich zu machen.

    Es gibt Verschwörungstheorien. Und es gibt auch Verschwörungen.
    Und wo es Opfer gibt, da gibt es eben auch Täter.

  169. achim sagt:

    Die wenigen echten Befürworter des Projektes können noch so jammern…sie tun mir einfach nur leid, dass sie den Fehlinformationen Glauben geschenkt haben. Es fällt sicherlich schwer, zurückzurudern….

    Bitte weiter so recherchieren und verröffentlichen…so viele Leute kann man gar nicht kaufen, um den Widerstand ganz zu ersticken! Einen großen Dank an Andreas Bühler !

  170. Wer soll den Leuten glauben, dass sie aus ehrbaren Gründen für Stuttgart 21 laufen und werben????
    Gesponsert und bezahlt aus Wirtschaft und Politik??
    Das wirkt lächerlich und billig!
    Es ist längst durchschaut.
    Wir wisssen wie die Unternehmer arbeiten.

  171. Pingback: Die gekaufte Meinung

  172. Pingback: Alles gemogelt? Verdeckte PR bei Stuttgart 21 | Medientrainerblog

  173. Walter Schüle sagt:

    Ich habe eher die Erfahrung gemacht, dass S21-Gegner, die in Befürworter-Gruppen unterwegs sind, lediglich copy-paste-Artikel und Links posten. Auf keinen einzigen meiner Beiträge wurde sachbezogen reagiert.

    Und nein, ich arbeite nicht für die DB oder eine Werbeagentur, dafür meine Eidesstattliche Versicherung. Auch dieses Post hier ist unter meinem Klarnamen abgesendet, der sich bei Facebook findet.

    MfG, Walter

  174. Pingback: Auf der anderen Seite (2): Der Stuttgart 21 Befürworter | Fakeblog

  175. atk sagt:

    Ich bin in der beneidenswerten Position, keine der beiden Seiten zu beziehen, was es mir ermöglicht, mir eine eigene Meinung zu bilden – und die besteht darin, dass ein Neubau des Bahnhofs zwar notwendig ist, aber beim Ausschreibungsverfahren offenbar nicht nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt wurde.

    Die Piraten haben versucht, die Hintergrundinformationen des Projekts freizuklagen und Recht bekommen – woraufhin man ihnen lapidar schrieb, man könne ihnen trotz rechtmäßigen Urteils die Akten nicht geben, da dort Geschäftsgeheimnisse beteiligter Unternehmen enthalten worden wären.

    Ganz gleich, ob man für oder gegen S21 ist: wir brauchen mehr Transparenz in der öffentlichen Verwaltung, damit sich die Bevölkerung wenigstens eine qualifizierte Meinung bilden kann und diese nicht von Agitatoren oder Astroturfern beziehen muss.

    Gruß, atk

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